Rotkohl im Garten anbauen, pflegen und ernten

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Rotkohl ist ein klassisches Wintergemüse. Aber auch im Sommer kannst du frühe Sorten ernten und lecker zubereiten. Da Kohlgemüse zudem als gesund gilt, solltest du ihm in deinem Garten unbedingt einen Platz reservieren.

Rotkohl-Sorten

Rotkohl, Rotkraut oder Blaukraut: Der Kohl mit dem botanischen Namen Brassica oleracea convar. capitata var. rubra ist hierzulande unter verschiedenen Bezeichnungen bekannt. Ursprünglich stammt das Kohlgewächs wohl aus dem Mittelmeerraum und geht wie Kohlrabi, Rosenkohl und andere Kohlsorten auf eine Wildform des Gemüsekohls zurück.

Rotkohl hat mit dem Weißkohl viel gemein. Er wächst jedoch langsamer und die lila-violetten Blätter bilden meist kleinere Köpfe. Diese können je nach Sorte rund, oval oder auch spitz sein. Nach Geschmack und Anbauzeit wird Blaukraut ebenfalls unterschieden. Zu den frühen Rotkraut-Sorten, die du schon ab Juni ernten kannst, gehört beispielsweise Amarant. Aufgrund der weichen Blätter lassen sie sich nicht gut lagern und sollten zeitnah verzehrt werden. Späte Kohlsorten wie Rodynda und Granat bilden feste Köpfe und gelten dadurch als unempfindlicher. Sie kannst du bis zum ersten Frost stehen lassen und länger lagern.

Rotkohl aussäen, vorziehen und pflanzen

Rotkohl kannst du je nach Sorte und Jahreszeit vorziehen oder direkt ins Beet aussäen. Willst du schon im Frühsommer ernten, empfehlen wir dir, die Pflanzen im Februar im Frühbeet unter Glas oder auf der Fensterbank vorzuziehen. Direkt ins Beet aussäen kannst du je nach Sorte ab April. Lege die Samen dafür etwa einen Zentimeter tief in die Erde. Die Samen keimen bei Temperaturen zwischen 15 und 20 Grad Celsius nach ein bis zwei Wochen. Haben die Kohlpflanzen drei bis vier Blätter ausgebildet, kannst du sie ins Beet setzen. Der Abstand zwischen den Kohlpflanzen sollte mindestens 50 mal 50 Zentimeter betragen. Unser Tipp: Wenn du die Pflanzen tief setzt und anhäufelst, wachsen sie stabil.

Standort und Pflege

Rotkohl bevorzugt nährstoffreichen, lehmigen und feuchten Boden. Der Standort sollte möglichst sonnig sein, mit Halbschatten kommt er aber auch zurecht. Wie alle Kohlsorten ist auch das Blaukraut ein Starkzehrer. Damit es einen schönen Kopf bildet, solltest du es regelmäßig gießen und düngen. Unser Tipp: Arbeite im Herbst Kompost und organischen Dünger in das Beet ein, so kann der Boden schon entsprechend Nährstoffe vorhalten. Mulchen hilft zudem, die Feuchtigkeit im Boden zu halten.

Wie alle Kohlsorten ist auch Rotkraut anfällig für Blattläuse, Kohlfliege, Kohlweißling, Schnecken und Vögel. Eine häufige Krankheit ist die Umfallkrankheit. Um die Kohlhernie zu vermeiden, empfehlen wir, eine Anbaupause von mindestens drei Jahren einzuhalten und solange auch keine anderen Kohlgewächse im selben Beet anzubauen.

Ernte und Verwendung

Rotkohl ist reif, wenn sich der Kopf komplett ausgebildet hat und schön fest ist. Schneide ihn mit einem scharfen Messer vom Strunk und grabe die Wurzel aus. Den ersten Rotkohl kannst du je nach Aussaat- und Pflanzzeit ab Juni ernten. Vor dem ersten strengen Frost sollten aber die späten Sorten mitsamt der Wurzel das Beet räumen und der Kopf kühl gelagert werden.

Rotkohl ist ein klassisches Wintergemüse und wird gekocht zu Wild, Gans und Ente gereicht. Junge Sorten kannst du aber auch dünsten und roh zu Salat verarbeiten. Kohlrouladen kannst du ebenfalls damit zubereiten. Übrigens: Rotkohl ist nicht nur als fertiger Kopf gesund. Als Keimsprossengeerntet, kannst du damit Salate und Butterbrote garnieren.

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