Wicken im Garten aussäen und pflegen

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Wicken gehören zu den klassischen Zierblumen im Bauerngarten. Auf den ersten Blick wirken sie vielleicht etwas altmodisch. Ihre filigranen Schmetterlingsblüten haben aber auch etwas Zauberhaftes an sich. Ein großes Beet musst du ihnen nicht einräumen: Sie sind ideal, um Zäune zu begrünen.

Wicken-Sorten

Garten- oder Edelwicken gehören zur Gattung der Platterbsen (Lathyrus). Als Duftende Platterbse oder Duftwicken (Lathyrus odoratus) bezeichnet man die einjährigen Arten. Anders als die mehrjährigen Staudenwicken (Lathyrus latifolius) verströmen Duftwicken einen intensiven, lieblichen Duft. Staudenwicken sind dafür winterhart, wachsen ausladender und können über mehrere Meter ranken. Niedrig wachsende Zwergwicken eignen sich hingegen für Balkonkästen und Blumenampeln.

Wicken gibt es in vielen verschiedenen Sorten, die sich unter anderem durch Wuchs, Zahl und Farbe der Blüten unterscheeden. Beliebt sind bunte Mischungen mit weiß, rosa und violett blühenden Sorten. Es gibt aber auch scharlachrot blühende Duftwicken unter der Sorte Überriesen.

Die Schmetterlingsblüten der Gartenwicken enthalten in der Regel viel Nektar. Das macht sie attraktiv für Hummeln und einige Wildbienen. Die Samen wachsen in Schoten heran. Als Hülsenfrüchtler (Leguminose) gehört die Wicke zu den Stickstoffsammlern und ist als Gründüngung geeignet.

Aussaat von Wicken

Gartenwicken kannst du ab April direkt im Freiland aussäen. Lass die hartschaligen Samen am besten zwölf Stunden lang in Wasser quellen, dann keimen sie besser. Lege sie dann ein bis drei Zentimeter tief in die Erde. Der Abstand zwischen den Reihen sollte mindestens 20 Zentimeter betragen, in der Reihe genügen zehn Zentimeter. Bei Temperaturen um die 15 Grad Celsius keimen Wicken nach zwei bis drei Wochen. Du kannst sie aber auch ab März im Topf vorziehen und nach den Eisheiligen auspflanzen.

Standort und Pflege

Gartenwicken wachsen optimal an einem windgeschützten, sonnigen Standort, der nicht allzu heiß ist. Auch im Halbschatten können sie gedeihen. Trockenheit hingegen bekommt ihnen nicht. Daher musst du sie regelmäßig gießen. Auch Mulchen hat sich bewährt. An den Boden stellen sie keine allzu hohen Ansprüche: Er sollte locker, nährstoffreich und idealerweise leicht kalkhaltig sein. Bei Bedarf solltest du die Blumen mit Flüssigdünger versorgen.
Ausladend wachsende Gartenwicken brauchen eine Rankhilfe. Dies kann ein Gartenzaun, ein Spalier oder Gerüst aus dünnen Drähten oder Schnüren sein.

Wicken blühen von Juni bis in den Herbst hinein. Unser Tipp: Schneide Wicken regelmäßig. Danach blühen sie nicht nur üppiger. Sie eignen sich auch hervorragend für die Vase. Verblühtes solltest du ebenfalls entfernen, wenn du am Blumenflor möglichst lange Freude haben willst. Die Pflanzen bilden sonst Hülsenfrüchte mit Samen aus, stellen dann aber das Wachstum ein. Die Samen kannst du trocknen und im nächsten Jahr aussäen. Wicken sind ansonsten pflegeleicht. Im Frühjahr können sie von Schnecken, Blattläusen und Ameisen befallen werden. Auch Echter Mehltau kann Probleme bereiten.

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