Was tun mit den letzten Tomaten – wunderbare lange Ernte

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(Bild: Theresia Kleinert)
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Dieses Wochenende habe ich das Indianerbeet (Milpa- Beet) abgeerntet und die Pflanzenreste aus der Erde entfernt. Die Reste an Blättern und Maisstängeln legte ich nach dem Boden lockern (mit einer Grabegabel einstechen und etwas hin und her bewegen, damit neuer Sauerstoff in die Erde gelangen kann) wieder auf die Beet Oberfläche. So wird die oberste Erdschicht geschützt, Mikroorganismen bleiben erhalten und alles bleibt im Lebenskreislauf des Gartens. Um dem Maiszünsler wenig Fläche zu bieten, ist es aber bei der übrigen Maispflanze am besten, ihr zerkleinert sie, bevor ihr sie auf die Beete gebt.

(Bild: Theresia Kleinert)

Dieses Jahr waren es bunte Maiskolben und der Erdbeermais, der im Indianerbeet stand. Die Kolben trockne ich und nutze sie nächstes Jahr als neues Saatgut. Die Pflanzen nutzten uns als Sommersichtschutz. Ein paar wenige Bohnen ließen sich auch noch ernten. Den Kürbis entfernte ich frühzeitig, damit ich sie noch gut lagern konnte. Wegen dem echten Mehltau und den Schnecken. Diese fanden die reifen, leuchtenden Hokkaidos besonders lecker. Angefressenes Gemüse solltet ihr in der Küche frisch verwerten und nicht lagern, dies neigt zur Schimmel- und Fäulnisbildung.

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(Bild: Theresia Kleinert)

Die letzten Tomaten werden reif. Oder habt ihr sie schon zum Nachreifen in der warmen Stube, neben einem Apfel liegen? Schmecken euch nachgereifte Tomaten auch nur halb so gut wie erntereife vom Strauch?

Eingelegte Tomaten im Glas

Dann habe ich euch hier ein tolles easy-peasy Rezept, wie ihr die letzten Sonnenstrahlen für kalte, regnerische Herbsttage im Glas einfangen könnt.

(Bild: Theresia Kleinert)

Die Tomaten werden halbiert und mit der Schale nach unten auf ein Backblech oder in eine hitzebeständige Auflaufform gegeben.
Schält die Zehen einer Knolle Knoblauch. Halbiert die einzelnen Zehen und verteilt sie über den Tomaten. Wenn ihr Knoblauch nicht vertragt, oder einen niedrigen Blutdruck habt, könnt ihr natürlich auch weniger benützen.

Anschließend stellt ein einfaches Kräuteröl her. Hierzu nehmt ihr Olivenöl und alles, was der Garten an Kräuter bietet. Bei mir war es eine Mischung aus Rosmarin, Basilikum, Thymian, Oregano, Schnittlauch, Petersilie und ein paar Sonnenblumenblütenblätter. Das Kräuteröl gießt ihr nun über die Tomaten, dass alles gut bedeckt ist.

Jetzt alles 30 Minuten bei 140- 150 °C Ober/Unterhitze im Ofen anrösten lassen. Abfüllen solltet ihr das ganze noch heiß in ein steriles Glas (Gläser können in kochendem Wasser auskochen, oder bei 100 °C 15 Minuten im Backofen sterilisieren). Wenn eine Schicht Olivenöl das Ganze bedeckt, ist es noch länger haltbar. Die Ölschicht verhindert, dass Sauerstoff eindringen kann.

Zum Schluss darf es noch ein paar Tage vor Verzehr im Glas ziehen. Die Tomaten schmecken hervorragend zu Spaghetti mit Kapuzinerkresse-Pesto (das Rezept dazu findet ihr auf meinem Instagram Account garten_resi) oder einfach auf einem angerösteten Brot als Antipasti. Bei uns hält es meist nur wenige Wochen, da wir es so gern essen.

Zeit für Stecklinge vom Basilikum

Das Basilikum befindet sich bei mir im Garten immer noch in voller Blüte unter den Tomaten, teilweise im Topf. Saatgut sammeln fürs nächste Jahr, bietet sich immer an. Aber auch Stecklinge, um die Ernte zu verlängern, lässt sich mit dem Basilikum problemlos machen. Schneidet ihn oberhalb ab, so dass ihr ca. 10cm Stängel ohne Blätter in ein Wasserglas stellen könnt. Ggf. entfernt ihr einfach die seitlichen Blätter und esst sie auf. 😊 Bei uns steht das Glas mit den Stecklingen in der Küche am Fensterbrett. Nach einigen Tagen sind schon Wurzeln erkennbar. Sind diese etwas herangewachsen könnt ihr die neuen Pflanzlinge entweder für den Winter ans Küchenfenster in einen Topf setzen oder ins Gewächshaus/ Frühbeet. Im Sommer lässt sich so auch ein gekauftes Basilikum vermehren.

(Bild: Theresia Kleinert)

Essbare Blüten

Nebenbei haben wir den Kindern und den Nachbarskindern essbare Blüten aus dem Garten nähergebracht. Denn Kindern sind die Erwachsenen von Morgen. Deshalb empfinde ich es als sehr wichtig, sie mit Achtsamkeit und Aufmerksamkeit an die Natur heranzuführen.
Alle sind durch den Garten spaziert (gestrialat 😊, sagt man bei uns) und haben ihre Ohren gespitzt und zugehört welche Blumen essbar sind. Einen großen Teil, erklärten sie sich aber selbst. Das freute mich umso mehr.

Aus den Blüten machten wir mit etwas Holunderblütensirup und Eiswürfeln ein leckeres Herbstgetränk und tankten die warmen Sonnenstrahlen.

(Bild: Theresia Kleinert)

Im Glas findet ihr: Ringelblume, Sonnenblume, Rose, Thymian, blühender Oregano, weiße Taubnessel, Borretsch, Kapuzinerkresse Blatt und Blüten, Topinambur Blüten, Basilikum, verschiedene Minze, Salbeiblüten, Zitronenverbene, Brennnessel und kleine Gierschbätter.

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