Rauke: Tipps zu Aussaat, Pflege und Ernte

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Rauke ist aus vielen Salatschüsseln nicht mehr wegzudenken. Sie gilt als vitaminreich und gesund und lässt sich ganz einfach die ganze Saison über im eigenen Garten anbauen. Frisch geerntet schmeckt sie am besten.

Rauke-Sorten

Rauke (Eruca sativa) gehört zu den Kreuzblütengewächsen und stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum. Schon die Römer sollen die grünen Blätter gern verzehrt haben. Hierzulande ist die Salat-Rauke auch unter ihrem italienischen Namen bekannt: Rucola.

Rauke ist einjährig. Sie kann bis zu 75 Zentimeter hoch werden und besitzt in der Regel weiche, mehr oder weniger gefiederte Blätter, die nach Kresse schmecken. Je nach Aussaat bringt sie ab Juni cremefarbene Blüten hervor. Sie sind es letztlich auch, was sie optisch von der mehrjährigen Wilden Rauke (Diplotaxis tenuifolia) unterscheidet. Deren Blüten sind nämlich gelb. Außerdem sind die Blätter eher schmal und stärker gezackt.

In den vergangenen Jahren hat die Auswahl an Rucola-Sorten zugenommen. Sie unterscheiden sich unter anderem in der Form der Blätter und in ihrem Geschmack, der mal mehr, mal weniger scharf ist. Die Salatrauke gilt grundsätzlich als recht mild. Wenn du es lieber etwas würziger und schärfer magst, kannst du neben der Wilden Rauke auch Wasabi-Rauke (Diplotaxis erucoides) anbauen. Sie blüht in der Regel weiß.

Rauke aussäen

Rauke säst du am besten direkt im Garten aus – entweder breitwürfig oder in Reihen in einem Abstand von 15 Zentimetern. Rucola kannst du von März bis September aussäen. Bedecke die Samen mit etwa einem Zentimeter Erde und achte darauf, dass sie nicht austrocknen. Rucola keimt bereits bei Temperaturen ab zehn Grad. Als ideal gelten Temperaturen zwischen 20 und 25 Grad Celsius. Da Rauke schnell wächst, kannst du sie auch als Zwischenkultur verwenden. Allerdings sollten vorher keine Kohlgewächse im Beet gestanden haben.

Standort und Pflege

Rauke wächst optimal an warmen, sonnigen bis halbschattigen Standorten. Auch im lichten Schatten kann sie gedeihen. Im Sommer empfehlen wir, Rauke besser im Halbschatten auszusäen, da sie Hitze nicht gut verträgt: Die Blätter werden dann klein und zäh und die Pflanze geht schnell in Blüte. Daher solltest du sie auch regelmäßig gießen und den Boden nicht austrocknen lassen. Ansonsten stellt Rucola an den Boden keine besonderen Ansprüche. Allerdings gilt: Je nährstoffreicher er ist, desto weicher sind die Blätter. Zusätzlich düngen musst du aber nicht.

Salat-Rauke verträgt Frost, ist aber einjährig. Die mehrjährige Rauke kannst du im Herbst zurückschneiden. Sie treibt im Frühjahr wieder frisch aus. Beide säen sich leicht von selbst im Garten aus. In Sachen Krankheiten und Schädlinge gilt Rauke als recht robust. Probleme können jedoch Erdflöhe bereiten. Decke sie daher mit einem Netz ab.

Ernte und Verwendung

Rauke wächst sehr schnell. Je nach Aussaat kannst du nach vier Wochen schon das erste Mal ernten, sobald die Blätter etwa zehn Zentimeter lang sind. Pflückst oder schneidest du nur das äußere Laub, kannst du mehrmals ernten.

Die würzigen Rucola-Blätter kannst du für Salat, Kräuterquark und Pizza verwenden oder zu Pesto verarbeiten. Die schärfere Wilde Rauke empfehlen wir eher sparsam als Würzkraut zu verwenden. Rucola hält sich einige Tag lang frisch, wenn du die Blätter in ein feuchtes Küchentuch wickelst und im Kühlschrank lagerst. Am besten schmecken sie aber direkt nach der Ernte.

Übrigens: Rauke lassen sich auch als Keimsprossen auf der Fensterbank ziehen. So kannst das ganze Jahr über frisches Grün ernten.

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