Gurken: Anzucht, Pflege und Verwendung

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Gurken

Wer Gurken (Cucumis sativus) im eigenen Garten anbaut, holt sich ein vielseitiges, gesundes Gemüse ins Beet: Neben viel Wasser enthält sie wichtige Nährstoffe und Spurenelemente wie Kalium, Calcium, Eisen und Phosphor. Und das tut nicht nur innerlich, sondern auch äußerlich gut: Eine Gesichtsmaske mit Gurke erfrischt spürbar die Haut!

Gurken-Sorten

Gartengurken gehören wie Kürbis, Zucchini und Melone zu den Kürbisgewächsen. Die Auswahl an Sorten ist groß. Oftmals unterscheidet man sie in zwei Gruppen nach ihrer Verwendung: Salatgurken und Gewürz- oder Einlegegurken. Es gibt aber auch Gurken, die du für beides nutzen kannst.
Salatgurken bilden in der Regel bis zu 40 Zentimeter lange Früchte aus, die sich zu den Enden hin verjüngen. Zu ihnen zählen die Sorten Persika und die Feldgurke Marketmore 76. Die Früchte der Gewürzgurken sind wesentlich kleiner: Sie werden bis zu 20 Zentimeter lang. Zu beliebten Sorten zählen Delikateß und Vorgebirgstraube, die beide als widerstandsfähig gelten.
Wenn du keine Lust auf die klassischen, grünen Gurken hast, probiere doch mal Cocktailgurken aus. Ihre Früchte sind nur so groß wie eine Olive und dunkel- und hellgrün gemustert. Tolle Hingucker sind die stacheligen Früchte der Horngurke Kiwano (Cucumis metuliferus) sowie die Sorte ‚Lemon‘. Deren apfelgroße Früchte färben sich zitronengelb, sobald sie reif sind.

Gurken aussäen

Gurken kannst du entweder direkt ins Beet aussäen oder Jungpflanzen vorziehen. Ab April kannst du die Samen in Töpfe säen und sie mit etwa einem Zentimeter Erde bedecken. Sorge dafür, dass die Anzuchttöpfe warm stehen: Je nach Sorte benötigen Gurkensamen Temperaturen zwischen 15 und 25 Grad Celsius um zu keimen.
Gartengurken sind sehr frostempfindlich. Setze die Jungpflanzen daher erst Mitte Mai ins vorbereitete Beet. Der Abstand zwischen den Pflanzen sollte etwa 40 Zentimeter betragen. Ab Mai kannst du Gurken auch direkt aussäen. Unser Tipp: Kombiniere vorgezogene Jungpflanzen und Direktsaat. So kannst du den Sommer über länger ernten.

Standort und Pflege

Gurken benötigen einen warmen, sonnigen und windgeschützten Standort. Daher werden sie häufig in Gewächshäusern gezogen. Und auch an den Boden stellen sie Ansprüche: Als Starkzehrer benötigen sie viele Nährstoffe. Gebe also reichlich Kompost und Dünger in den Boden, bevor du die Jungpflanzen im Frühjahr setzt. Nach Bedarf kannst du sie zwischendurch düngen.
Halte Gurken immer gleichmäßig feucht. Trockenheit kann nämlich nicht nur Wachstumsprobleme nach sich ziehen, sondern auch zu bitteren Früchten führen. Gieße die Pflanzen am besten mit warmen, abgestandenen Wasser.
Ziehe die Gartengurken am besten an einem Rankgitter. Das hat gleich mehrere Vorteile: Sie brauchen weniger Platz im Beet, die Früchte bleiben sauber und lassen sich viel einfacher ernten.
Leider sind Gurken für Krankheiten und Schädlinge sehr anfällig. Blattläuse, Pilzkrankheiten wie Mehltau und der Gurkenmosaikvirus gehören zu den häufigsten Problemen.

Ernte und Konservierung

Je nach Aussaat und Sorte kannst du Gurken ab Juli ernten. Pflücke die Früchte vorsichtig, damit du die Pflanze nicht verletzt. Salatgurken kannst du frisch zu Salat verarbeiten, aber auch als Schmorgemüse, Suppe, Smoothie oder Zaziki zubereiten. Frische, unbeschädigte Gurken halten bis zu drei Wochen einigermaßen frisch. Allerdings solltest du sie nicht mit Tomaten oder Obst lagern, da sie sonst schnell nachreifen, weich und gelb werden. Gewürzgurken erntest du als unreife Früchte. Am besten legst du sie in einem Sud aus Essig und Gewürzen ein, um sie zu konservieren.

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