Die Arbeit im Garten, geht nicht aus – Spätsommer, der Herbst kann warten

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(Bild: Theresia Kleinert)
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Gleich zu Beginn möchte ich euch von meinem diesjährigen persönlichen Gartenhighlight erzählen – die Artischocken. Das ganze Gartentagebuch über erzähle ich euch schon, wie sich die 3 Artischockenpflanzen entwickelt haben.

Vielleicht erinnert sich der ein oder andere von euch daran, dass Artischocken erst im 2ten Jahr blühen und somit geerntet werden können. Die Artischockenherzen werden aber VOR der schönen Blüte geerntet. Somit müsst ihr euch entscheiden, ob ihr eine unfassbare, einmalig hübsche Blüte im Garten wollt oder etwas Essbares, z.B. fürs Grillen.

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Dieses Jahr habe ich den direkten Vergleich zwischen gekauften Bio-Pflanzen und selbst gesäten Pflanzen aus Bio-Samen.

Hier seht ihr den bildlichen Vergleich der beiden Pflanzen. Die blühende, gekaufte Pflanze wurde unfassbar von den Schnecken attackiert.  Die zweite Pflanze dahinter ist kaum erkennbar. Das Blatt wirkt auch ohne Schneckenbefall weniger stabil, eher als gelte ihr die einzige Priorität zu blühen. Die selbst gezogene Pflanze links scheint robuster und stärker im Wuchs und in den Blättern. Sie konnte sich dieses Jahr nur auf das Blattwerk konzentrieren. Trotz ähnlicher Schnecken Attacke steht sie stabiler da. Ich bin absolut davon überzeugt, dass es mehr Sinn macht, Pflanzen aus dem Samen zu ziehen, anstatt zu kaufen.

Der Pflanzort ist gleich, ich habe sie in dieselbe Erde gepflanzt. Die eine Pflanze ist links und die andere rechts vom Milpa-Beet. Ihr könnt vielleicht den Mais erkennen.

Die Artischockenpflanzen sind nur bedingt winterhart, ich werde die Blüte später entfernen und die Pflanzen vor dem ersten starken Frost gut mit Stroh und Schnittgut einpacken. Hoffentlich überstehen sie so den Winter gut, denn die Pflanzen lassen sich bis zu 10 Jahre beernten und treiben dann auch in den Folgejahren mehrere Blüten aus.

(Bild: Theresia Kleinert)

Unsere kleine Honigmelone hat sich großartig entwickelt. Sie hatte wenig Platz und ich musste sie in zweiter Reihe ins Gewächshaus setzen. Wenn man bedenkt, dass Melonen mindestens 1qm Platz benötigen, war es wirklich sehr eng.  Trotzdem konnten wir ernten. Befestigt waren sie an den Rankhilfen für die Gurken. Damit die Hauptstängel nicht zu viel Last tragen mussten, durften die Früchte in alten kleinen „Kartoffelnetzen“ liegen. Es schien, als lägen die Minimelonen in einer Hängematte. Geschmacklich war es kein Highlight. So werde ich sie nächstes Jahr ins offene Beet pflanzen und lieber eine kleinere Wassermelone säen.

Gleich neben der Honigmelone fand nochmal ein Exot seinen Platz, die Okra Pflanze. Sie bildet großartige grüne Schoten aus, diese lassen sich mehrmals ernten. Angebraten oder in Tomatensoße gekocht wirklich sehr lecker. In Afghanistan sind die Schoten sehr bekannt, oftmals kann man sie im indischen laden einkaufen. Ihr Hauptstamm ist kräftig und stabil, an dem ranken sich Blüten und Blätter empor. Die Blüte ist länglich und unfassbar hübsch anzuschauen.  Die Früchte solltet ihr nicht all zu groß ernten, sie neigen dazu faserig und holzig zu werden.

(Bild: Theresia Kleinert)

Gegenüber von Okra und Honigmelone reifen die ersten Paprikas ab. Erinnert ihr euch? Das säen, keimen und wachsen der Jungpflanzen gestaltete sich dieses Jahr ziemlich schwierig. Ich dachte Anfang des Jahres, ich könnte euch nur noch von Paprika Fails berichten. Umso größer ist die Freude, dass uns die ersten Pflanzen schon rote Paprika schenken. Die trotzdem eingepflanzte „Mitleids“ Paprikapflanzen, danken es uns und hängen über und über voll mit Früchten.

(Bild: Theresia Kleinert)

Buschbohnen und Stangenbohnen sind nun langsam ausgereift für die Ernte. Hier habe ich dieses Jahr verschiedene Sorten rein, zur Saatgutgewinnung, angebaut. Es gibt bei Bohnen eine fast ebenso bunte, farbenreiche Vielfalt wie bei Tomaten. Ähnlich wie bei Tomaten, gibt es viele alte Sorten, die kaum noch bekannt sind. Ich werde sie zum Tauschen nutzen und nächstes Jahr auch zum Verzehr anbauen. Die im Juni zusätzlich gesteckten Stangenbohnen tragen nun auch reichlich und verlängern so unsere essbare Bohnenernte.

(Bild: Theresia Kleinert)

Das Kräuterbeet ist noch in voller Wuchsfreude. Schnittlauch, Schnittknoblauch, Oregano, Lauchzwiebel, Petersilie, Salbei, Thymian und Rucola kürze ich regelmäßig ein und verwende es in der Küche. So wächst auch Basilikum oder die Zitronenverbene regelmäßig und satt nach.

Brauche ich keine Kräuter in der Küche, trockne ich sie für den Winter, mache daraus Kräuterbutter und Salz oder sie kommen in den Gefrierschrank. Manchmal freuen sich auch Nachbarn und Freunde darüber und wir tauschen oder verschenken sie.

Dieses Jahr hatte ich zum ersten Mal seit langem wieder ein Beet voller Dahlien. In Kleinanzeigen fand ich im Frühjahr einige Kartons bunter Dahlien Knollen. Wie sich den Sommer über herausstellte, waren es genau meine Farben. Mädchenfarben wie weiß, lila, pink, rosa und lila. Vielleicht ahnt ihr es schon, natürlich sammelte ich nun einiges an Saatgut. Denn das spannende dabei ist, es können sich Farben vermischen und die Blüten von Bienen, Hummeln und dem Wind unterschiedlich bestäubt sein.

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