Sonnenhut im Garten aussäen, pflanzen und pflegen

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Der Sonnenhut ist ein zuverlässiger, pflegeleichter Dauerblüher für deinen Garten. Mit seinen zahlreichen, meist gelben Blüten sorgt er viele Monate lang für Sommerlaune im Beet und als Schnittblume im Wohnzimmer. Insekten beglückt er mit Nektar und Pollen.

Sonnenhut-Sorten

Der Sonnenhut, nach seinem botanischen Namen auch als Rudbeckia bekannt, stammt ursprünglich aus Nordamerika. Er gehört zur Familie der Korbblütler – so wie beispielsweise auch die Echinacea, die hierzulande ebenfalls als (Roter) Sonnenhut oder Purpursonnenhut bezeichnet wird. Die beiden Blumen sind aber nicht eng miteinander verwandt, daher auch die unterschiedlichen botanischen Bezeichnungen.

Charakteristisch für Rudbeckia sind die Blüten, die sich über der buschig wachsenden Pflanze mit ihren dunkelgrünen Blättern erheben: Ihre dunkle Mitte wölbt sich kegelförmig nach oben und ist von sonnengelben bis rostfarbenen Blütenblättern umrandet. Deren Spitzen hängen leicht nach unten, sodass die Blüte insgesamt wie ein kleiner Sonnenschirm oder eben ein breitkrempiger Sonnenhut aussieht.

Sonnenhut gibt es in vielen Arten und Sorten. Sie unterscheiden sich unter anderem in Größe und Wuchs, den Blüten sowie in ihrer Ausdauer. Der Gewöhnliche Sonnenhut (Rudbeicka fulgida) beispielsweise ist eine beliebte mehrjährige Staude, die bis zu einem Meter hoch werden kann und viele Sommer lang aufs Neue blüht. Er bildet schnell große Horste, deren gelbe Blüten noch in der Herbstsonne intensiv leuchten.

Der Raue Sonnenhut oder die Schwarzäugige Rudbeckie (Rudbeckia hirta) ist hierzulande eher einjährig und muss daher in der Regel jedes Jahr frisch ausgesät werden. Die Mühe aber lohnt sich: Die je nach Sorten zwischen 50 und zu 80 Zentimeter hohen Pflanzen gibt es in prächtigen Farben. Neben dem klassischen Sonnenhut mit wunderschönen goldgelben Blütenschirmen besitzt die Sorte Herbstwald große, goldgelbe bis rotbraun-gelbe Blüten. Bei der Cappuccino wiederum wandeln sich die Farben im Laufe der Blütezeit zu Braunrot und Orange.

Sonnenhut aussäen, pflanzen und vermehren

Sonnenhut kannst du ab April im Beet aussäen. Mit der Anzucht im Warmen kannst du ab März beginnen. Bedecke die Samen je nach Angaben auf der Verpackung mit wenig Erde oder drücke sie nur oberflächlich an. Bei Temperaturen um 20 Grad Celsius keimen die Samen nach zwei bis drei Wochen. Nach weiteren vier Wochen kannst du die Pflanzen in Töpfe pikieren.

Ab Mitte Mai kannst du Rudbeckia ins Beet setzen. Halte bei kleinen Sorten einen Abstand von mindestens 30 Zentimetern ein. Bei Stauden kann auch ein doppelt so großer Abstand empfehlenswert sein: Manche dehnen stark aus. Mehrjährige Arten kannst du im Frühjahr durch Teilung vermehren.

Standort und Pflege

Der Sonnenhut wächst am liebsten an einem sonnigen Standort, kommt aber auch mit Halbschatten zurecht. Der Boden sollte durchlässig, nährstoffreich und leicht feucht sein. Am richtigen Standort ist Rudbeckia sehr pflegeleicht. Gieße und dünge sie bei Bedarf und entferne Verblühtes regelmäßig, damit sie weitere Blüten ausbildet. Hohe Sorten solltest du stützen oder aufbinden, damit sie nicht umknicken.

Mehrjährige Arten kannst du im Frühjahr mit einer Portion Kompost versorgen. Die Stauden kannst du im Herbst oder im Frühjahr vor dem neuen Austrieb eine Handbreit über dem Boden abschneiden. Bei milden Wintern können auch die einjährigen Sorten überwintern und einen weiteren Sommer über blühen.

Stehen die Pflanzen zu dicht, kann Sonnenhut Mehltau bekommen. Auch Schnecken und Blattläuse können ihm zu schaffen machen. Ansonsten ist er aber eine robuste Zierblume, die viele Monate lang hindurch blüht.

Verwendung

Sonnenhut blüht von Juli bis in den Oktober hinein. Im Beet kannst du ihn mit anderen Sommer- und Herbstblühern wie Sonnenbraut, Rittersporn, Salbei, Vanilleblume und Astern kombinieren. Seine zahlreichen Blüten bieten Insekten Pollen und Nektar und halten sich auch lange als Strauß in der Vase.

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