Die Blaumeise

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Die Blaumeise, Cyanistes caeruleus, gehört zur Familie der Meisen (Paridae), die eine vielfältige Gruppe kleiner bis mittelgroßer Vögel innerhalb der Ordnung der Sperlingsvögel (Passeriformes) darstellt. Sie ist eng verwandt mit anderen Meisenarten, wie der Kohlmeise (Parus major), der Sumpfmeise (Poecile palustris) und der Tannenmeise (Periparus ater). Diese Arten teilen viele ähnliche Merkmale, wie eine Vorliebe für Waldgebiete und eine überwiegend insektenbasierte Diät, ergänzt durch Samen und Früchte.

Ursprung und Verbreitung

Die Blaumeise ist in ganz Europa weit verbreitet und kommt außerdem in Teilen Westasiens und Nordafrikas vor. Ursprünglich sind Blaumeisen Bewohner von Laub- und Mischwäldern, sie haben sich jedoch sehr gut an menschliche Siedlungsbereiche angepasst. In vielen städtischen und ländlichen Gärten sind sie mittlerweile häufige und gern gesehene Gäste.

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Verhalten und Lebenszyklus

Blaumeisen sind bekannt für ihre Neugier und ihre Geschicklichkeit. Sie können oft dabei beobachtet werden, wie sie kopfüber an Zweigen hängen und in Rindenritzen nach Insekten suchen. Sie sind äußerst agile Flieger und bewegen sich geschickt durch das Geäst.

Im Frühjahr, während der Brutzeit, sind Blaumeisen besonders aktiv. Sie bauen ihre Nester bevorzugt in Baumhöhlen oder Nistkästen, wobei das Weibchen die Hauptarbeit bei der Erstellung des Nestes leistet. Das Gelege besteht in der Regel aus 7 bis 12 Eiern, die das Weibchen etwa zwei Wochen lang bebrütet. Nach dem Schlüpfen werden die Jungvögel von beiden Elternteilen gefüttert.

Blaumeisen sind Standvögel, das heißt, sie bleiben in der Regel das ganze Jahr über in ihrem Gebiet, sofern die Nahrungsbedingungen dies zulassen. In harten Wintern können sie jedoch auch kürzere Strecken wandern, um Nahrung zu finden.

Obwohl Blaumeisen außerhalb der Brutzeit oft in kleinen Gruppen oder zusammen mit anderen Meisenarten gesehen werden, sind sie während der Brutzeit territorial. Sie verteidigen ihr Revier energisch gegen Eindringlinge und Konkurrenten. Ihr Gesang, ein fröhliches „tsee-tsee-tsee“, dient der Reviermarkierung und der Kommunikation mit Artgenossen.

Fütterung im Garten

Um Blaumeisen anzulocken und zu unterstützen, ist eine artgerechte Fütterung wichtig. Im Winter, wenn natürliche Nahrungsquellen knapp sind, ist eine Futterstelle besonders wertvoll. Blaumeisen bevorzugen:

  • Sonnenblumenkerne
  • Gehackte Nüsse
  • Fettfutter
  • Meisenknödel

Vermeide Brot oder salzige Nahrung, da diese für Vögel ungeeignet sind. Achte darauf, dass das Futter trocken bleibt und die Futterstelle sauber ist, um Krankheiten vorzubeugen.

Nisthilfen im Garten

Blaumeisen brüten gerne in Nistkästen. Um ihnen eine geeignete Nisthilfe anzubieten, beachte folgende Punkte:

  • Der Nistkasten sollte eine Einflugöffnung von etwa 28 mm Durchmesser haben.
  • Platziere den Nistkasten in einer Höhe von 2 bis 4 Metern, vorzugsweise an einem ruhigen, vor Katzen geschützten Ort.
  • Die Ausrichtung sollte idealerweise nach Nordosten zeigen, um direkte Sonneneinstrahlung und Regen zu vermeiden.
  • Reinige den Nistkasten jährlich im Herbst, um Parasiten und Krankheitserreger zu entfernen.

Einen meisenfreundlichen Garten gestalten

Um deinen Garten attraktiv für Blaumeisen zu machen, gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  1. Pflanzenvielfalt: Einheimische Sträucher und Bäume bieten Nahrung und Unterschlupf. Beerensträucher und insektenfreundliche Pflanzen sind besonders vorteilhaft.
  2. Wasserquelle: Eine flache Wasserstelle oder ein Vogelbad, regelmäßig gereinigt, bietet Trinkwasser und Badegelegenheiten.
  3. Natürlichkeit: Lasse Ecken deines Gartens wild wachsen. Totholz, Laubhaufen und dichtes Unterholz bieten natürliche Nahrungsquellen und Unterschlupf.
  4. Pestizidverzicht: Verzichte auf chemische Schädlingsbekämpfungsmittel, da diese die Insektenpopulation verringern, die Hauptnahrungsquelle der Blaumeise.
  5. Beobachtungsmöglichkeiten: Platziere Sitzgelegenheiten oder Fensterblicke in der Nähe von Futterstellen und Nistkästen, um die Vögel beobachten zu können, ohne sie zu stören.

Durch die Schaffung eines meisenfreundlichen Gartens leistest du einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt und kannst gleichzeitig das farbenfrohe Treiben der Blaumeisen genießen.

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