Wellness aus dem Garten – Badesalz, Kräuter-Fußbad und Peeling

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Salz ist nicht nur in der Küche vielseitig einsetzbar, nein auch im Bad kann es uns guttun und bei der Entspannung und Reinigung unseres Körpers helfen.

Solebad

Schon im antiken Rom waren Solebäder bekannt. Solebäder sind Vollbäder mit einem Salzgehalt bis zu 6 %. Sie wirken unterstützend bei Hautproblemen, Allergien, Erkältungen, Verdauungsstörungen, Stress, Angst, Muskelschmerzen, Gelenkserkrankungen, wie z.B. Rheuma, Arthrose oder Gicht und wirken entspannend. Auch können sie bei Schlafstörungen und Konzentrationsschwäche unterstützend sein. Salz könnt ihr im Bad als Auflage für Wickel, Bäder, Nasenspülungen, Hand- und Fußbäder, Peeling oder zum Inhalieren benützen. Salzbäder dehnen die Haut und machen sie elastischer und hemmen zusätzlich Entzündungen. Es werden Mineralstoffe freigesetzt, die beim Baden eingeatmet werden und so die Atemwege stärken.

Solebäder weiten die Blutgefäße, deshalb solltet ihr mit niedrigem Blutdruck auf Solebäder verzichten. Ist eure Haut tendenziell eher trocken, solltet ihr sie nach Salzbädern gut eincremen. Salz entzieht der Haut Flüssigkeit. Wenn ihr an einer akuten Erkrankung leidet und Solebäder regelmäßig zuhause machen wollt, spricht das bitte erst mit eurem Hausarzt oder Dermatologen ab. Grundsätzlich gilt, Solebäder mildern Symptome, aber heilen keine Krankheiten.

Die Wassertemperatur bei einem Solebad sollte um die 37 °C haben. Bei 80-100 Liter Wasser benötigt ihr ca. 1 kg reines Meersalz. Eine Badezeit von ca. 10 Minuten reicht zu Beginn, später könnt ihr sie langsam auf bis zu 20 Minuten steigern. Das Salz sollte sich komplett aufgelöst haben, bevor ihr in die Wanne steigt. Nach dem Solebad ist es wichtig, dass ihr eine ca. 30-minütige Ruhepause einlegt. Dies könnt ihr gemütlich auf dem Sofa mit einer Wolldecke oder im Bett machen. Totes Meerbadesalz eignet sich besonders gut, es enthält viele Mineralien wie Magnesium, Kalium, Kalzium, Brom und Jod. Sole- und Kräuterbäder max. 2x wöchentlich machen.

Salzwickel

Salzwickel sind gut, wenn ihr nur einzelne bestimmte Muskeln oder Gelenke behandeln wollt. Hierfür legt ihr ein Baumwollstoff in eine 3-4% Salzwasserlösung. Nun wringt ihr es aus, damit es nicht mehr tropft, aber noch leicht feucht ist. Legt es auf die betroffene Muskelpartie, legt noch ein trockenes Handtuch oder Tuch darüber. Wer möchte kann auch eine kleine Wolldecke darüberlegen.

Fussbäder

Zu Fußbädern könnt ihr generell 1-2 Teelöffel Meersalz dazugeben. Ein Schuss Bio Milch vom Nachbarshof fördern die Hautpflege und machen die Haut zusätzlich geschmeidig. Teebaumöl wirkt auch antibakteriell, fördert die Zellbildung und hemmt die Schweißbildung. Kräuter könnt ihr akut frisch für die Fußbäder nehmen. Zum Verschenken oder Aufbewahren würde ich getrocknete Kräuter nehmen. In sauberen Schraubgläser lassen die Salz-Kräutermischungen sich großartig verschenken.

Apfelessig

Habt ihr vielleicht aus überschüssigen Apfelschalen einen Essig hergestellt? Diesen könnt ihr nicht nur zum Essen benützen, ihr könnt auch damit ein Fußbad machen, es schützt eure Füße gegen Schweißfüße und Fußpilz. Apfelessig wirkt antibakteriell, entzündungshemmend und pH neutralisierend.  Dafür mischt ihr 250ml Apfelessig und ca. 2,5 Liter warmes Wasser (ca. 38 °C). Das Fußbad sollte zwischen 10-20 Minuten lang sein. Bei akuten Beschwerden könnt ihr morgens und abends ein Fußbad machen.

Ingwer, Melisse und Rosmarin

Frischer Ingwer ist der perfekte Fußbad-Zusatz für kalte Füße. Hierbei reibt ihr ein ca. 5 cm großes Stück frischen Ingwer klein. Aus dem geriebenen Ingwer, Melisse, Rosmarin und 500 ml Wasser stellt ihr einen Sud her. Diesen lasst ihr 15-20 Minuten leicht köcheln. Siebt den Sud ab und gebt ihn mit ins Fußbad. Ingwer, Melisse und Rosmarin aktivieren die Durchblutung, fördern die Wärme in kalten Füßen und wirken entzündungshemmend.

Efeu

In fast jedem Garten wächst er, der Efeu. Efeu kannst du nicht nur zum Wäsche waschen benutzen.  Efeu ist auch ein pflanzliches Mittel gegen Fußpilz. Schneidet eine kleine Handvoll klein und kocht ihn mit etwas Wasser auf, wie Tee. Diesen Sud gebt ihr dann ins Fußbad mit dazu.

Spitzwegerich, Ringelblume und Salbei

Ein Sud aus Spitzwegerich, Ringelblume und Salbei sorgen dafür, dass eure Füße sich entspannen können. Gebt eine gute Handvoll Kräuter in den Sud mit Wasser. Spitzwegerich wirkt antibakteriell und entzündungshemmend.

Ringelblume wirkt pflegend, antiseptisch und beugt trockene und juckende Haut vor. Zudem nimmt sie Spannungsgefühle der Haut. Salbei hemmt die Schweißbildung. 

Lavendel-Rosenblüten

Einen Sud aus Lavendel- und Rosenblüten lassen eure Füße nach einem langen Marsch entspannen. Macht aus einer Handvoll Blüten und Wasser einen Sud und gebt ihn mit ins Fußbad.

Handbad

Natürlich lassen sich die Kräutermischungen auch super als Handbad benützen. Nach dem Bad, etwas ruhen und auf genügend Pflege durch eine Salbe (z.B. selbstgemachte Fichtenharzsalbe) achten.

Peeling

Für Peeling gilt immer 2:1. Das heißt 2 mal so viel pflegende Zutaten wie Peeling Zutaten. Als Peeling Zutat könnt ihr auch Kaffeesatz oder Zucker verwenden. Kaffeesatz und Zucker empfehle ich bei einer trockenen Haut zu benützen, da Meersalz der Haut Feuchtigkeit entzieht und bei sensibler Haut das Salz gern mal etwas brennt. Als pflegende Zutaten eignen sich Oliven oder Kokosöl. Einen Teelöffel Honig pflegt und entspannt die Haut zusätzlich. Säfte von Zitrusfrüchten versorgt die Haut mit Vitamin C. Wenn ihr möchtet, könnt ihr für ein Ganzkörperpeeling trockene Kräuter oder ein paar Tropfen ätherische Öle hinzumischen. Als Gesichtspeeling würde ich jedoch auf ätherische Öle verzichten und nur mit Kräutern arbeiten. Mixt die Paste gut im Mixer durch. Jetzt ist euer selbstgemachtes Peeling startklar. Achtet darauf, dass die Haut zu Beginn schon angefeuchtet ist. Reibt eure Haut mit dem Salzölgemisch kreisförmig ab. Hornhautpartien könnt ihr besonders gut abschrubben. Danach mit klarem Wasser abspülen.

Hier ein paar tolle Kräuter und ihre Wirkung, die ihr in eurem Peeling oder Salz benützen könnt:

  • Melisse und Pfefferminze: sorgen für ein frisches Gefühl, wirkt aktivierend
  • Lavendel, Kamille und Rosenblüten: wirkt beruhigend
  • Salbei: wirkt entzündungshemmend
  • Rosmarin: wirkt aktivierend und bringt neue Energie
  • getrocknete Hagebutte: toller Vitamin C Kick für den Winter
  • Schafgarbe, Thymian, Brennnessel: sind schmerzlindernd und beruhigend
  • Frauenmantel: beruhigend, krampflösend und gut gegen Falten
  • Beinwell: wirkt abschwellend und schmerzlindernd
  • Gundermann: entzündungshemmend, antibakteriell
  • Mädesüß: antibakteriell, entzündungshemmend, schmerzlindernd
  • Nachtkerze: juckreizlindernd, antibakteriell, beruhigend
  • Baldrian: schlaffördernd, beruhigend Majoran: schweißtreibend, krampflösend und beruhigend
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