Tomaten im Gewächshaus anbauen

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Direkt im Gemüsebeet, im Kübel oder aber unter den geschützten Bedingungen eines Gewächshauses: Tomaten kannst du auf vielfältige Weise kultivieren. Der Anbau im Gewächshaus bietet aber die größten Vorteile und macht dich und deine Tomaten vollends glücklich! 

Die Vorteile eines Tomatenhauses

Es muss nicht unbedingt ein Gewächshaus aus Glas sein. Oft sind Tomatenhäuser aus Folie einfach im Aufbau und günstiger in der Anschaffung. Auch selbst kannst du dir in nur wenigen Schritten einen Unterstand für deine Pflanzen zimmern. Dazu brauchst du nur ein paar Holzlatten und feste Folie (wir haben dafür eine Gitterfolie aus dem Baummarkt verwendet.)

Ein früherer Start in die Saison (je nach Region und Wetterlage teilweise schon ab Mitte April) und eine längere Ernte ist durch den Anbau von Tomaten unter Glas bzw. Folie möglich. Tomatenpflanzen lieben die warmen, trockenen und windgeschützten Bedingungen die im Gewächshaus vorherrschen. Du wirst es den Pflanzen schnell ansehen, wie wohl sie sich fühlen. Durch den Schutz vor Regen hast du auch weniger Probleme mit Krankheiten, wie der Braun- oder Krautfäule.

tomaten Gewächshaus
An heißen Tagen muss gelüftet werden, damit die Pflanzen nicht überhitzen.

Die Vorbereitung des Bodens unterscheidet sich nicht von der im Garten. Gut gedüngt sollte es in jedem Beet für die Tomaten sein, damit die hungrigen Starkzehrer reichlich Nährstoffe erhalten. 

Für Luft und Schatten sorgen

Im Sommer kann es den Tomatenpflanzen schnell zu sonnig bzw. die Temperaturen zu hoch werden. Hier ist es wichtig, dass du dein Gewächshaus beschatten kannst und für eine gute Belüftung sorgst. Die Fenster und/oder die Türe dazu tagsüber offen lassen. Bei einem selbstgebauten Tomatenhaus solltest du darauf achten, dass du mindestens zwei Seiten flexibel gestaltest und die Folie dort wie ein Rollo hoch und runter gelassen werden kann. Abends wird alles wieder geschlossen, damit die Nachtschattengewächse auch dann noch genug Wärme erhalten. 

Abstände vergrößern und Rankhilfe anbringen

Anders als in den Gemüsebeeten ist die Anbaufläche in einem Tomatenhaus stark begrenzt. Gleichzeitig wachsen die Pflanzen darin aber wesentlich stärker. Daher ist es wichtig, dass du den Pflanzabstand von 60 – 70 Zentimeter (je nach Sorte) einhältst. Anstatt mit Tomatenstäben zu arbeiten, werden die Pflanzen an Schnüren in die Höhe gezogen. Diese befestigst du an der Innenseite des Daches und lässt die Tomaten bis dort hin wachsen. Ein echter Dschungel entsteht so! Die Seitentrieben darfst du sehr großzügig ausbrechen. Gerade im beengten Gewächshaus ist es besonders wichtig, die Pflanzen schlank und schmal zu halten. So kann genug Luft zirkulieren, was Pilzkrankheiten weniger Angriffsfläche bietet. 

Anstelle von Tomatenstäben ist es im Gewächshaus besser die Pflanzen an Schnüren zu ziehen.

Bestäubung übernehmen

Tomaten sind selbstfruchtend und benötigen keine Insekten dafür. Im Freiland übernimmt diese Aufgabe der Wind. Im Tomatenhaus weht zwar auch ein laues Lüftchen, jedoch ist es besser, wenn man noch etwas nachhilft, um einen guten Ertrag zu erzielen. Sobald die Pflanzen blühen kannst du alle drei Tage ein wenig an ihnen rütteln. Keine Sorgen, das macht den Pflanzen nichts aus. Im Gegenteil, sie danken es dir mit vielen köstlichen sonnengereiften Tomaten!

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