Spinat (Spinacia oleracea) gehört wohl zu den bekanntesten Gemüsesorten – sicherlich auch aufgrund des berühmt-berüchtigten Fehlers, der dem Blattgemüse einst mehr Eisengehalt zuschrieb, als es eigentlich hat. Gesund ist Spinat trotzdem: Er ist reich an Eiweiß, Vitaminen und Mineralstoffen. Im Handel gibt es das Blattgemüse allerdings nur selten frisch zu kaufen. Umso besser, dass du Spinat ganz einfach im eigenen Garten anbauen kannst: Er wächst schnell, ist pflegeleicht und kann geerntet werden, wenn im Garten sonst nicht (mehr) viel reift.

Spinat-Sorten

Spinat gehört wie Rote Beete und Mangold zu den Gänsefußgewächsen. Die Fachwelt kennt etwa 50 Sorten, deren Blätter mal mehr oder weniger glatt sind, spitz oder rund zulaufen oder hell- oder dunkelgrüner gefärbt sind. Unterschieden werden diese Sorten aber vor allem anhand ihrer Anbaubauzeit: Es gibt Spinat, den du entweder im Frühjahr oder im Herbst säen kannst. Viele Sorten eignen sich inzwischen aber auch für beide Anbauperioden. Verdil beispielsweise solltest du besser nur in der zweiten Jahreshälfte aussäen, den Klassiker Matador wiederum kannst du im Frühling und im Herbst anbauen. Für einen Farbtupfer im Beet sorgt die Sorte Red Kardinal mit ihren roten Stängeln.

Spinat aussäen und anbauen

Spinat kannst du sowohl im Frühling als auch im Herbst anbauen und ernten – also genau in den Zeiten, in denen im Garten noch nicht viel oder nicht mehr viel gedeiht. Für die frühe Aussaat im Freiland gelten die Monate März bis Mai als optimal, danach kannst du ihn noch von August bis Oktober säen. Bei einer Aussaat ab September überwintern die Pflanzen, sodass du früh im folgenden Jahr ernten kannst.
Lege für die Aussaat die Samen etwa drei Zentimeter tief und in einem Abstand von fünf Zentimetern in die Erde. Die Reihen sollten 20 bis 25 Zentimeter auseinander liegen. Spinat-Samen keimen in der Regel nach etwa zehn Tagen. Übrigens: Das Saatgut muss du nicht jedes Jahr frisch kaufen. Die Samen sind etwa vier Jahre lang keimfähig.

Standort und Pflege

Spinat wächst am besten an einem sonnigen bis halbschattigen Standort. Er kommt mit Kälte besser zurecht als mit Hitze, da die Blätter in heißen Sommermonaten schnell welken können und die Pflanze bei Trockenheit in die Höhe schießt.
Der Boden sollte humos, nährstoffreich und durchlässig sein, damit das Gewächs tief wurzeln kann. Dies ist insbesondere für die Überwinterung notwendig, sonst geht die Pflanze ein. Achte darauf, dass du das eher anspruchslose Blattgemüse nicht zu viel düngst: Bei zu viel Stickstoff im Boden kann sich im Grün sehr viel Nitrat anreichern.

Spinat wird etwa 30 Zentimeter hoch und wächst schnell. Daher kannst du ihn auch sehr gut als Zwischenkultur einsetzen. Neben Schnecken und Vögeln kann falscher Mehltau Probleme während der Anbauphase bereiten – vor allem wenn die Pflanzen zu dicht stehen.
Spinat ist ein einjähriges Blattgemüse. Um es bei einer späten Aussaat zu überwintern, lässt du am besten nur zwei bis vier Blätter stehen.

Ernte und Verwendung

Spinat kannst du etwa 50 Tage nach der Aussaat ernten. Wir empfehlen dir, die Pflanze nicht als ganzes, sondern sie wie Pflücksalat zu ernten: Breche vorsichtig nur die äußeren Blätter ab und lasse das Herz stehen. So kann die Pflanze weiterwachsen und du kannst laufend frisch ernten. Sobald Spinat in die Blüte geht, solltest du nicht mehr ernten. Die Blätter werden dann bitter.

Spinat kannst du roh und gekocht verwenden. Als Baby Leaf schmecken die jungen Blätter als Salat und im Smoothie, gedünstet kannst du das Blattgemüse als Beilage oder für Suppen verwenden. Blanchiert und tiefgefroren kannst du Spinat auch konservieren. Unser Tipp: Verwende das Kochwasser für Soßen oder Suppen. Es gibt nicht nur Geschmack, sondern soll auch noch einige gesunde Inhaltsstoffe beinhalten.

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