Schnittknoblauch: Tipps zu Aussaat, Pflege und Ernte

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schnittknoblauch

Schnittknoblauch gibt es hierzulande noch nicht allzu lange. Viele Gärtner möchten auf ihn aber nicht mehr verzichten. Denn der Knoblau ist pflegeleicht und kann jahrelang eine reiche Ernte bringen – auch im Winter!

Schnittknoblauch-Sorten

Schnittknoblauch (Allium tuberosum) ist unter verschiedenen Bezeichnungen bekannt, unter anderem als Chinesischer Schnitt(knob)lauch, Knoblauch-Schnittlauch oder als Knolau. Der Name ist kein Zufall: Das Lauchgewächs sieht durchaus ein bisschen aus wie Schnittlauch – allerdings mit flachen Blättern. Das leicht scharfe Aroma wiederum erinnert an Knoblauch.

Die Staude stammt ursprünglich aus dem asiatischen Raum, wo sie schon lange genutzt wird. Sie ist mehrjährig und wird etwa 50 Zentimeter hoch. Ab Juli blüht Knolau weiß und wird sehr gern von Bienen besucht.

Schnittknoblauch aussäen

Schnittknoblauch kann du ab Februar auf der Fensterbank in Töpfchen vorziehen oder je nach Region ab Mitte März direkt im Freiland aussäen. Lege die Samen etwa einen Zentimeter tief. Bei Temperaturen um die 20 Grad Celsius keimen die Samen nach etwa drei Wochen. Schnittknoblauch wächst ins Büscheln, die im Laufe der Jahre größer werden können. Der Abstand zwischen den Pflanzen sollte daher etwa 30 mal 30 Zentimeter betragen.

Schnittknoblauch durch Teilen vermehren

Hast du schon Schnittknoblauch im Garten, kannst du die Staude auch alle drei bis vier Jahre teilen, wenn sie im Frühjahr ausgetrieben hat. Grabe dafür die Pflanze aus, ziehe oder schneide die Wurzeln auseinander und setze die Pflanzen an einem neuen Standort im Abstand von 30 Zentimeter ein. Gut angießen nicht vergessen! Durch das Teilen erhältst du nicht nur weiteren Knolau. Die Pflanzen wachsen danach in der Regel auch kräftiger.

Standort und Pflege

Schnittknoblauch kannst du ähnlich ziehen wie Schnittlauch. Er braucht einen sonnigen bis halbschattigen Standort und mag lockeren, nährstoffreichen Boden. Du kannst ihn auch für die Kräuterspirale verwenden.

Grundsätzlich gilt Knolau gegenüber Krankheiten und Schädlingen als recht robust. Probleme können gelegentlich Zwiebelfliege, Thripse sowie Mehltau bereiten. Insbesondere in heißen Sommern solltest du ihn regelmäßig gießen, sonst vertrocknen die Blätter. Auch gelegentliches Düngen kann ihm bei Bedarf gut tun.

Im Winter kannst du Schnittknoblauch ohne Probleme im Beet lassen. Frostige Temperaturen im einstelligen Bereich machen ihm nichts aus. Im Frühjahr treibt er dann wieder neu aus. Unser Tipp: Schnittknoblauch den Winter über auf der Fensterbrett anbauen. Teile dafür die Staude im Spätherbst und pflanze die Büschel in Blumentöpfe. Auf einer hellen Fensterbank und bei Temperaturen um die 15 Grad Celsius liefern die kleinen Pflanzen den ganzen Winter hindurch frisches Grün.

Ernte, Verwendung und Konservierung

Schnittknoblauch kannst du das erste Mal ernten, wenn die Blätter etwa Handhoch sind. Schneide sie mit einem scharfen Messer knapp über dem Boden ab. Ernte nicht alles auf einmal: Wenn du einen Teil der Pflanze stehen lässt, wächst sie besser nach.

Knolau kannst du in der Küche vielseitig verwenden. Du kannst ihn klein geschnitten aufs Brot und über Suppen, Salat, Gemüse und Rührei streuen. Kräuterquarks und Dipps verleiht er eine milde Knoblauchnote. Auch die Blütenknospen und die Blüten sind übrigens essbar. Am besten konservierst du Schnittknoblauch als Pesto oder du frierst ihn ein.

Unser Tipp: Du kannst Schnittknoblauch auch als Keimsprossen ziehen!

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