Permakultur im Garten anlegen

1691

Permakultur ist eine naturnahe Form zu Gärtnerns, von der Pflanzen, Tiere und wir Menschen profitieren. Wir erklären, worauf es bei Permakultur ankommt und wie du sie in deinem Garten umsetzen kannst.

Was ist Permakultur?

Der Begriff Permakultur ist ein Kunstwort. Er setzt sich aus den englischen Begriffen für dauerhaft (‚permanent‘) und Landwirtschaft (‚agriculture‘) zusammen. Entwickelt wurde dieses Konzept in den 1970-er Jahren von den Australiern Bill Mollison und David Holmgren. Ihre Idee: die natürlichen Kreisläufe beobachten und Ressourcen schonen, um so im Einklang mit der Natur Landwirtschaft zu betreiben beziehungsweise zu gärtnern. Dieser ganzheitliche, nachhaltige Grundgedanke hat viel mit der Idee des biologischen Gärtnerns gemeinsam, kann in der konkreten Umsetzung aber darüber hinaus gehen.

Wie funktioniert es?

Permakultur setzt im Kern auf das Prinzip, sich die natürlichen Kreisläufe und ökologischen Systeme eines Gartens zunutze zu machen. Monokulturen und Pestizide sind nicht erlaubt. Stattdessen geht es darum, die Artenvielfalt so zu fördern, dass langfristig ein stabiles und – im Idealfall – sich selbst erhaltendes Ökosystem entsteht, das uns Gärtnern nicht nur wenig Arbeit macht, sondern auch eine reiche Ernte beschert.

Darüber hinaus besitzt die Permakultur soziale und wirtschaftliche Aspekte. Insgesamt fußt sie auf drei Prinzipien: die Fürsorge für Erde und ihre Lebewesen, die Fürsorge für die Menschen sowie das gerechte Teilen und der maßvolle Einsatz von Ressourcen.

Warum sollte ich Permakultur betreiben?

Ähnlich wie biologisches Gärtnern zielt Permakultur darauf ab, die Vielfalt von Pflanzen und Tieren im Garten zu steigern und ihre vielseitigen ökologischen Beziehungen zu nutzen. Im Idealfall bietest du damit zum Beispiel nicht nur vielen Lebewesen in deinem Garten ein Zuhause. Sie verhelfen dir auch zu einer reichen Ernte, sodass du dich das ganze Jahr hindurch und auf kurzem Weg mit frischen, gesunden Lebensmitteln versorgen kannst.

Wie kann ich das in meinem Garten umsetzen?

Um die ökologischen Systeme optimal nutzen zu können, gilt es zunächst einmal, deinen Garten und seine Eigenarten genau kennenzulernen. Schließlich geht es darum, möglichst im Einklang mit der Natur zu gärtnern. Beobachte und analysiere also die Vorgänge in deinem Garten genau: Welchen Boden hast du? Gibt es zu bestimmten Jahreszeiten besonders trockene Bereiche oder Stellen, in denen sich das Wasser sammelt? Wie ist der Lauf der Sonne? Je besser du deinen Garten kennst, desto mehr kannst du diese Eigenschaften für deine Gartenplanung nutzen.

Welche Ideen der Permakultur kann ich sofort umsetzen?

Permakultur setzt ein biologisches Gärtnern ohne Gift und künstlichen Dünger voraus. Es setzt auf Mischkultur und Fruchtfolgen. Nährstoffe liefert ein Kompost. Darüber hinaus kannst du samenfeste Sorten anbauen, deren Saatgut sich vermehren lässt.

Um den Boden zu schützen und Wasser zu sparen, gibt es keine offene Erde. Die Oberfläche wird entweder durch Pflanzen oder Mulch geschützt. Zum Gießen kannst du Regenwasser verwenden, das in Tonnen gesammelt wird.

Auch wilde Ecken an den richtigen Stellen sind Teil der Permakultur-Philosophie – nicht zuletzt um Bienen, Igeln, Vögeln und anderen Tieren einen Lebensraum zu geben. Im Gegenzug unterstützen sie dich beim Gärtnern, indem sie zum Beispiel Schnecken und Blattläuse in Schach halten und die Blüten bestäuben.

Eine Kräuterspirale, Hügelbeete und ein Teich können ebenfalls Elemente in einem Garten sein, der nach den Prinzipien der Permakultur bewirtschaftet wird. Bevor du jedoch große Veränderungen planst, empfehlen wir dir aber vorab eine genaue Analyse deines Gartens, damit du die Eigenschaften des Geländes richtig zu nutzen weißt.

Dir gefällt dieser Beitrag? Dann teile ihn!

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.