Gartenblogger Stefan von parzelle 94 im Interview

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Heute möchten wir dir den leidenschaftlichen Gartenblogger Stefan Michalk vom Gartenblog parzelle94.de vorstellen. Dort berichtet er über seine Erfahrungen im Schrebergarten, gibt Einblicke ins Imkern und hält wertvolle Tipps rund um Gemüse und Kräuter bereit!

Lieber Stefan, du gärtnerst mit Leidenschaft in einem Schrebergarten und teilst deine Erfahrungen auf deinem Blog. Erzähl doch mal, wie du zur Gartenleidenschaft gekommen bist.

Ich kann mich erinnern, dass ich als kleiner Junge ein Mini-Beet im Schrebergarten meiner Großmutter hatte. Dort wuchsen Erdbeeren und Salat – ich war happy! Ich erinnere mich an Kekse aus dem Gartenlaubenschrank und Limo aus der Plastiktasse. Ich liebten den Garten! Meine Großmutter hat mich quasi angefixt 🙂 Aber das Gartenvirus hat erstmal einige Jahr in mir geschlummer und 2006 ist es dann erstmalig ausgebrochen – der erste eigene Garten wurde gepachtet. Das war eine abenteuerliche „Winteraktion“. Ich habe den Garten besichtigt als 1 Meter Schnee lag und ihn somit fast blind gepachtet. Doch was für ein Glück, denn der Garten entpuppte sich als idyllisches Fleckchen Erde.

Und wie kam es dann zu deinem Blog?

Meine Gartenjahre wollte ich gerne in einer Art Tagebuch dokumentieren, damit ich weiß, was im Jahr vorher so los war. Da stand ich vor der Entscheidung: Notizbuch oder Blog. Die Wahl viel mir leicht. Ich schreib also eigentlich nur für mich aber nach einiger Zeit interessierten sich die ersten Leser für den Blog und los ging es mit dem „ernsthaften“ Bloggen!

Wie kommt an denn eigentlich zu einem Schrebergarten und wie ist das Gartenleben in so einer Anlage?

Je nachdem, wo man in Deutschland wohnt ist es entweder ein Kinderspiel oder eine echte Geduldsprobe. Auf dem Land gibt es freie Schrebergärten in Hülle und Fülle. In der Stadt dagegen existieren teilweise erschreckend lange Wartelisten. Man kann sich direkt beim Verein bewerben muss teilweise über eine Zentrale Stelle bei der Stadtverwaltung gehen. Dementsprechend unterscheidet es sich auch, wie man einen Garten bekommt. Auf dem Land geht man normalerweise in eine Gartenanlage, sucht sich einen freien Garten aus und kontaktiert anschließend den Vorstand.


In Städten hat man mit „Vitamin B“ die besten Chancen. Oder man stöbert die Kleinanzeigen durch, schaut sich die Anschlagtafeln in den Sparten an und fragt im Bekanntenkreis rum. Je nachdem, wie ausgebucht ein Schrebergarten ist, desto unterschiedlicher sind auch die Ansprüche, die an den Kleingärtner gestellt werden. In Anlagen mit langen Wartenlisten muss man sich etwas genauer an die Regeln halten, schließlich gibt es viele Andere, die einen Garten haben wollen.

Neben deiner Parzelle hast du eine weitere Leidenschaft: Bienen. Wie bist du zum Imkern gekommen und wie sind deine bisherigen Erfahrungen?

Bienen sind in der Regel sehr gerne gesehen in Schrebergärten. Sie stören niemanden und bestäuben das Obst und Gemüse. Theoretisch dürfen Bienen überall stehen, wo es ortsüblich ist. Irgendwann bin ich auf das Thema Bienen aufmerksam geworden und habe gelesen, dass es nur noch sehr wenige Imker gibt. Ich hatte etwas Zeit, also wurde ich Imker! Nach einem mehrmonatigen Imkerkurs bei der Sächsischen Imkerschule war ich gut gefüllt mit theoretischem Wissen. Kurz nach Abschluss hatte ich auch schon den ersten Bienenschwarm vom Baum geholt.

Meine Erfahrungen mit den Bienen sind bisher recht turbulent. Ich kann sagen, dass es mit Bienen nie langweilig wird. Es ist immer etwas zu tun und stets lernt man Neues dazu, erlebt neue Geschichten mit den Bienen und trifft vor allem viele interessante Leute, die sich auch mit dem Thema Bienen beschäftigen. Insgesamt muss ich aber sagen, dass ich mittlerweile richtig gerne imkere und meine Bienen gute Freundinnen geworden sind.

Regelmäßig wird Stefan auch vom MDR in seiner Parzelle besucht. Einen schönen Einblick in den Garten bekommt du in diesem Video.

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