So entsteht mein Nutzgarten Teil 3: Die Arbeit draußen beginnt

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Erstmal gibt´s ne Frühjahrskur fürs Beet. Umgraben, Lockern, Unkraut ausmisten, das war die eine Sache. Jetzt sollte noch neue Erde her. Eine Menge. Zum Auffüllen, Düngen und fürs Hochbeet. Pflanz- und Komposterde vom kommunalen Kompostwerk erwies sich am günstigsten. Jetzt musste die Erde nur noch zu uns. Wir machen es so: Liehen uns ein Auto mit Anhängerkupplung von einem Freund (umsonst) und mieteten einen Anhänger (€ 30,- pro Tag). Damit fuhren wir ins Kompostwerk (1,5 m³ Pflanzenerde, ½ m³ Kompost / € 53,-). Was auf der Baggerschaufel verschwindend wenig aussah,  baute sich später auf dem Beet als riesiger Haufen auf. Und wie sich zwei Tonnen Gewicht anfühlen, spürten wir beim Abladen, als die Arme an der Schubkarre immer länger wurden.

Schichtarbeit: das Hochbeet

Wer zeitgemäß gärtnern will, braucht unbedingt ein Hochbeet. So liest man es in allen Zeitschriften. Also wollte ich auch eines. Jetzt steht da ein klobiger Riesenklotz im Format 2 x 1 Meter Garten. Ästhetisch ist das nicht wirklich ein Gewinn. Ob es die viel beschworene Wunderkiste in sich hat, zeigt sich hoffentlich in den nächsten Monaten.

Wenn Du wissen möchtest, wie wir das Beet gebaut haben – das waren die Zutaten:

Rahmen

● 2 cm dicke Profilbretter aus Douglasie (hat der Baumarkt gleich zugesägt)

● 6 Kanthölzer, 7 cm dick

● 6 Meter Teichfolie

● ca. 6 cm lange Schrauben

Füllung

Wie bei einer Torte kamen verschiedene Schichten aufeinander:

● dicke Äste

● kleine Äste, Laub, Küchenabfälle (stibitzt von unserem Komposthaufen)

● Pferdemist

● Kompost und Pflanzenerde

Das lief gut: Der Aufbau der Seitenwände war im Grunde ein Klacks. Wir bohrten die Kanthölzer tief in die Erde. Die Bretter ließen sich leicht ineinander stecken.

Das war schwierig: Die Bretter mit den Kanthölzern zu verschrauben: Per Hand keine Chance und auch der Billig-Akku-Schrauber machte schlapp. Ein ausgeliehener Profi-Schrauber schaffte es dann.

Beim Befüllen merkte ich, dass ich mich bei den Materialmengen verschätzt hatte: Es gab von allem zu wenig. Mit zwei zusätzlichen Schubkarren Pferdemist, die ich kurzerhand vom Reiterhof um die Ecke besorgte, sah die Sache etwas besser aus. Was jetzt ins Beet reinkommt, kannst Du Dich nochmal im Beetplan anschauen.

Nachtrag: Seit ein paar Tagen sind die ersten Spitzen von Spinat und Radieschen zu sehen. Juhu! Ich glaube, ich bin jetzt auf der richtigen Spur!

Das gibt’s in der nächsten Ausgabe:

  • Umsetzen ins Freie / ins Frühbeet
  • Kartoffeln, Zwiebeln & Co.
  • Was schon alles wächst

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