Mischkultur im Garten

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Mischkultur

Mischkultur ist eine tolle Anbauform, die du unbedingt in deinem Garten ausprobieren solltest. Denn so klug geplante Beete sehen nicht nur hübsch aus, sondern können dem Gartenleben sogar nützen und den Ertrag steigern.

Wie funktioniert Mischkultur?

Mischkultur beruht auf dem Prinzip, verschiedene Pflanzenarten gemeinsam in einem Beet wachsen zu lassen. Anders als bei Monokulturen werden also die unterschiedlichen Gemüse, Kräuter und Blumen nicht strikt voneinander getrennt. Bei Mischkultur setzt du vielmehr darauf, dass sich die Pflanzen gegenseitig beeinflussen – idealerweise natürlich positiv. Damit dir das gelingt, verraten wir dir weiter unten, worauf es bei Mischkulturen ankommt.

Welchen Vorteil hat Mischkultur?

Beete in Mischkultur anzulegen, hat einige Vorteile. Die herrlich bunt bepflanzten Flächen sehen toll aus und bringen Vielfalt und Leben in deinen Garten – vor allem wenn du bienenfreundliche Blumen und Kräuter setzt. Mit ihnen lockst du die Insekten an, die dann beispielsweise die Blüten von Zucchini und Bohne bestäuben. Auch die Pflanzen selbst können sich gegenseitig unterstützen, zum Beispiel indem sie mit bestimmten Duftstoffen Schädlinge fern für die anderen halten. Anders als in Monokulturen können sich Krankheiten auch nicht so schnell ausbreiten und deine ganze Ernte in Gefahr bringen. Und dem Gartenboden tust du mit Mischkultur ebenfalls etwas Gutes: Durch den Mix von Pflanzen mit unterschiedlichem Nährstoffbedarf wird er nicht einseitig ausgelaugt.

Welchen Nachteil hat Mischkultur?

In einem Garten bringt Mischkultur nur wenige Nachteile mit sich. Manchmal kann es sein, dass dir die vielen Pflanzen im Beet die Ernte erschweren oder sie nur schlecht wachsen, wenn du sie vor lauter Vorfreude zu dicht ausgesät oder gepflanzt hast. Nachteile ergeben sich aber auch, wenn du Arten ungünstig miteinander kombinierst. Dann beginnen die Pflanzen im schlimmsten Fall um Licht, Wasser und die Nährstoffe im Boden zu konkurrieren sowie Krankheiten oder Schädlinge anzulocken, die ihren Nachbarn schaden. Die richtige Kombination von Gemüse, Kräuter und Blumen ist also die Grundlage für eine erfolgreichen Mischkultur.

Worauf gilt es bei Mischkultur zu achten?

Mischkultur basiert überwiegend auf überliefertem Gartenwissen und Erfahrung. Wir haben ein paar grundsätzliche Regeln aufgelistet, die bei der Beetplanung helfen können:

Unterschiedliche Pflanzenfamilien kombinieren

Gemüse und Kräuter, die zur selben Pflanzenfamilie gehören, sind häufig anfällig für dieselben Krankheiten. Tomaten und Kartoffeln gehören zum Beispiel zu den Nachtschattengewächsen. Ist eine von ihnen von Braunfäule befallen, kann die Krankheit auch auf die andere übergehen. Tomaten und Kartoffeln sollten daher möglichst weit entfernt voneinander stehen.

Stark- und Schwachzehrer mischen

Pflanzen brauchen Nährstoffe, um zu wachsen und Früchte auszubilden. Doch nicht alle sind gleich hungrig. Ideal ist es daher, Pflanzen mit unterschiedlichen Bedarfen zu kombinieren – so machen sie sich nicht allzu viel Konkurrenz. Zu den stark zehrenden Pflanzen gehören zum Beispiel Tomaten und Zucchini. Sie kannst du mit Mittel- und Schwachzehrern wie Salat kombinieren.

Sieht wild aus? Ist aber die perfekte Mischung!

Flach- und Tiefwurzler nebeneinander anbauen

Nicht nur an der Oberfläche, auch unter der Erde können sich Pflanzen ins Gehege kommen. Daher kann es sinnvoll sein, Gemüsearten mit tief reichenden Wurzeln und solche mit flachem Wurzelwerk nebeneinander zu setzen. Möhren und Erbsen sind hierfür ein gutes Beispiel.

Gute und weniger gute Nachbarschaften

Abgesehen von Wuchs und Nährstoffbedarf gibt es noch andere Gründe, warum manche Pflanzenpaare ein tolles und andere ein weniger günstiges Gespann abgeben. Manche Pflanzen sondern zum Beispiel Duftstoffe ab, die bestimmte Insekten vertreiben: Sellerie gilt als idealer Partner für Kohl, da er den Kohlweißling fern hält. Möhren und Lauchhelfen sich gegenseitig, indem sie Lauchmotte und Möhrenfliege auf Distanz halten. Petersilie und Salat nebeneinander zu pflanzen, gilt hingegen nicht als ideal, da der Salat dann schnell in Blüte geht.

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