Melonen im Garten anbauen, pflegen und ernten

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An heißen Sommertagen geht doch nichts über eine erfrischende Melone. Die süßen, saftigen Früchte lassen sich auch im eigenen Garten anbauen, wenn du ihnen einen warmen Platz und ausreichend Sonne bieten kannst.

Melonen-Sorten

Melonen stammen vermutlich aus den subtropischen Regionen Asiens und werden schon seit Jahrtausenden kultiviert. Wie ihr botanischer Name Cucumis melo nahelegt, sind sie mit den Gurken verwandt. Die Cucumis melo ist bei uns als Zucker- oder Honigmelone, Cantaloupe-Melone und Netzmelone verbreitet. Die Wassermelone (Citrullus lanatus) gehört zu einer anderen Gattung.

Cantaloupe-Melonen erkennst du in der Regel an ihrem festen, orangefarbenen Fruchtfleisch. Die Schale ist hart, schuppig und von Längsfurchen durchzogen. Die Sorte ‚Charentais‘ gilt als frühreif. Honigmelonen haben je nach Sorte eine glatte oder gerippte, gelbe bis grünliche Schale. Innen sind sie gelblich bis weiß oder orange – wie bei der Sorte ‚Gris de Rennes“. Netzmelonen erkennst du am netzartigen Muster der Schale. Das Fruchtfleisch ist grün bis weiß oder lachsfarben. Die Früchte der Sorte ‚Hale’s Best Jumbo‘ können bis zu zwei Kilogramm schwer werden.

Melonen vorziehen

Melonen keimen bei Temperaturen zwischen 20 und 30 Grad Celsius. Daher empfehlen wir dir, die Pflanzen im Warmen vorzuziehen. Im April kannst du die Samen ein bis zwei Zentimeter tief aussäen und sie auf eine warme, sonnige Fensterbank stellen. Unser Tipp: Säst du gleich in kleine Töpfchen, brauchst du sie nicht pikieren. Die Pflanzen sind kälteempfindlich. Pflanze sie daher am besten erst in der zweiten Maihälfte oder Anfang Juni aus – idealerweise ins Gewächshaus. Der Abstand zwischen den Melonenpflanzen sollte 80 mal 80 Zentimeter betragen.

Standort und Pflege

Melonen brauchen sehr viel Wärme. Grundsätzlich gilt: Je mehr Sonne und Wärme sie bekommen, desto besser wachsen die Früchte und desto süßer und aromatischer werden sie. Manche Sorten gedeihen aber auch gut im Halbschatten, solange es warm genug ist.

Auch an den Boden stellen sie einige Ansprüche. Er sollte locker und nährstoffreich sein. Am besten bereitest du das Beet mit Kompost vor und gibst ihnen noch etwas Langzeitdünger mit ins Pflanzloch. Auch zusätzliche Düngungen im Laufe des Sommers brauchen die starkzehrenden Gewächse. Darüber hinaus solltest du sie immer ausreichend gießen.

Damit Melonen viele Früchte ansetzen, wird empfohlen, sie zu schneiden: Kappe den Hauptrieb nach dem vierten oder fünften Blatt, damit er sich verzweigt. Wiederhole das Prozedere bei den Seitentrieben nach vier bis acht Blättern. An den folgenden Trieben bilden sich dann die Blüten und später die Früchte.

Melonen kannst du an Rankgittern ziehen oder auf dem Boden ausbreiten lassen. Lege dann ein Brett unter die Früchte, damit sie nicht vergammeln.

Melonen gelten als empfindlich gegenüber Pilzkrankheiten wie der Fusariumwelke. Sie können auch von Echtem und Falschem Mehltau befallen werden.

Ernte und Verwendung der Melonen

Je nach Aussaat und Saison reifen Melonen ab August. Ob du sie ernten kannst, erkennst du an ihrer Farbe und ihrem süßen Duft. Bei einigen Sorten trocknet der Stiel ein. Ernte die Melonen dann am besten rasch, indem du sie mit einem scharfen Messer von der Pflanze trennst. Überreif schmecken die Früchte nicht mehr so gut.

Melonen kannst du im Sommer einfach so essen. Du kannst sie aber auch für Salate, Desserts und Kaltgetränke verwenden. Da sie nicht sehr lange haltbar sind, verzehrst du sie am besten sofort.

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