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Augentrost

Augentrost ist als klassische Heilpflanze seit dem späten Mittelalter bekannt. An seinen verzweigten Stängeln stehen kleine Blättchen mit bis zu zehn langen, spitzen Blattrandzähnen, die oft in Blattknäuel zusammensitzen. Seine weißen Blüten, gelb und violett gemustert und mit einem dunklen Fleck im Blütenrachen, erscheinen von Juni bis September und erinnern ein wenig an Augen. Nach der Blüte bildet der Augentrost bis etwa Mitte Oktober flache Kapselfrüchte aus, die jeweils mehrere Samen enthalten.

In der Küche

Augentrost wird gerne in der Homöopathie, in der Naturmedizin und in der traditionellen chinesischen Medizin als Tee, Kompressen oder Augenbäder angewandt.

Naturstandort

Die Euphrasia ist weltweit verbreitet, allerdings vor allem auf der Nordhalbkugel zu finden. Sie wächst gern auf Weiden, wenig gedüngten Wirtschaftswiesen, an trockenen Ufern und in lichten Wäldern.

Anzucht

Augentrost ist ein Halbschmarotzer und auf andere Pflanzen, vor allem Gräser, angewiesen. Im eigenen Garten lässt sich Augentrost gut in bestehende Grasflächen einarbeiten. Dabei sollten die Stellen vorher etwas aufgelockert und die Samen im Verhältnis 1 :2 mit Sand gemischt werden. Eine Alternative ist zudem die Anpflanzung von Grassamen und Augentrostsamen in etwas größeren Schalen. Augentrost ist ein Lichtkeimer. Drücken Sie die Samen daher nur leicht in Anzucht- oder wenig gedüngte Gartenerde. Und es ist ein Kaltkeimer. Die beste Zeit zur Aussaat sind daher die Monate Oktober und November bzw. März und April.

Standort

Da Augentrost in der Natur auf nährstoffarmen Magerwiesen wächst, stellt er keine besonderen Ansprüche an seinen Standort.

Pflege

Augentrost und die ihn umgebenden Gräser sollten nicht gedüngt werden. Die Pflanze reagiert sehr sensibel auf ein Übermaß an Nährstoffen und stirbt dann durchaus bei zuviel Stress ab. Etwas gärtnerische "Faulheit" ist hier also eher hilfreich.

Im Winter

Euphrasia ist einjährig bis ausdauernd. Eine besondere Überwinterung ist daher nicht notwendig.

3,50 *

Beinwell

Der mehrjährige und winterharte Beinwell erreicht eine Höhe von 70 bis 120 Zentimetern und ist eine der wesentlichen Pflanzen alter Bauerngärten. In freier Natur wächst sie gern an Bachrändern und schmückt sie wäh­rend der Blütezeit von Mai bis August mit ihren auffälligen purpurroten bis hellvioletten Blüten. Sein ursprünglicher Standort sind die gemäßigten Breiten Eurasiens bis zum Ural und Zentralasien. Die Aussaat erfolgt am besten zwischen März und April oder alternativ zwischen September und November. Dabei kann Beinwell auf der Fensterbank vorgezogen oder direkt ins Freiland gesät werden. In kühleren Regionen ist Vorziehen empfehlenswert. Dann kann der Beinwell ab Mai in den Garten gepflanzt werden. Setzen Sie die Samen circa einen Zentimeter tief in Anzuchtsubstrat. Spannen Sie Klarsichtfolie über das Anzuchtgefäß und stechen Sie einige Löcher in die Folie. So ist die Erde vor Austrocknung geschützt. Alle zwei bis drei Tage sollten Sie die Folie für 2 Stunden entfernen. Das beugt einer Schimmelbildung auf der Anzuchterde vor. Stellen Sie das Anzuchtgefäß an einen hellen und warmen Ort mit 20 bis 25° Celsius und halten Sie die Anzuchterde feucht, aber nicht nass. Die Keimung erfolgt in der Regel nach zwei bis drei Wochen. Vorhandene Pflanzen können Sie später durch Wurzelteilung weiter vermehren. Im Garten liebt Beinwell einen halbschattigen warmen Platz. In voller Sonne gedeiht er er nur auf ausgesprochen feuchten Böden. Dank seiner fleischigen Wurzeln kann Beinwell aber auch Dürrezeiten schadlos überstehen. Bei trockenen Böden sollten Sie regelmäßig gießen, Bei nährstoffarmen Böden empfiehlt sich zudem eine regelmäßige Stickstoffdüngung mit organischen Düngern wie kompostiertem Pferdemist oder Hornspänen. Beinwell ist winterhart und benötigt keinen besonderen Winterschutz.

Standort:
halbschattig und warm

Aussaat:
März-April, alternativ zwischen September und November

In der Küche:
Wirkende Kräfte: Seit Jahrhunderten ist Beinwell in der Volksmedizin bekannt und bereits Hildegard von Bingen wusste seine Heilwirkung zu schätzen, denn es soll bei äußerlicher Anwendung schmerzstillend, desinfizierend, durchblutungsfördernd, entzündungshemmend und wundheilungsfördernd wirken. Aufgrund der enthaltenen Alkaloide wird von einer inneren Anwendung in Fachkreisen dringend abgeraten. Sud: Für einen Sud werden 100 g getrocknete Beinwellwurzel oder 300 g frische Wurzel (alternativ: 50 g getrocknete Beinwellblätter oder 250 g frische Blätter) mit 1 Liter heißem Wasser überbrüht und der Sud zugedeckt 20 Minuten ziehen gelassen. Danach werden die Wurzelstücke entfernt und der Sud abgekühlt. Salbe: Als fetthaltige Basis für die Salbe kann Sheabutter dienen. Getrocknete Wurzelstücke werden zu Pulver zermahlen, in die fetthaltige Basis gegeben und verrührt.

3,50 *

BIO – Blumenkohl – Romanesco

Der italienische Blumenkohl Romanesco ist eine fantastische Sorte aus Italien, die kiefernzapfenartig geformten gelbgrünen Köpfe mit Spiralrosetten produziert. Romanesco schmeckt aromatischer als Blumenkohl, enthält mehr Vitamine und Mineralstoffe. Wegen seiner außergewöhnlichen Form wird der Romanesco auch als Türmchen- oder Minarettkohl bezeichnet.

In der Küche
Ernten Sie, sobald die mittlere Blume gut ausgebildet, aber noch geschlossen ist. Schneiden Sie dann den ganzen Strunk mit den Blüten ab und entsorgen Sie die Wurzeln sowie restlichen Pflanzenteile auf dem Kompost. Blumenkohl können Sie im Gemüsefach Ihres Kühlschrank zwei bis drei Tage lagern. Danach verliert er an Festigkeit. Die Farbe bleibt erhalten, wenn Sie etwas Zucker und Zitronensaft mit ins Kochwasser geben. Üblicherweise wird Blumenkohl in Salzwasser gegart und der hübschen Optik wegen im Ganzen angerichtet. Man kann ihn aber auch in kleinere Röschen teilen, die sich schneller und gleichmäßiger garen lassen. In der asiatischen Küche werden kleine Stücke im Wok nur kurz scharf gegart und sehr bissfest serviert. Man kann ihn auch in kleinen Stücken roh oder nur kurz blanchiert als Rohkostsalat zubereiten. Einfach und schnell läßt sich eine Blumenkohlcremesuppe bereiten, dazu nimmt man noch mehlig kochende Kartoffeln und einen Becher Sahne und würzt mit etwas Muskat.

Naturstandort
Romanesco ist eine Variante des Blumenkohls, die in der Nähe von Rom gezüchtet wurde. Daher rührt auch seine Typenbezeichnung.

Anzucht
Sie können die Pflanzen von Januar bis März in einem windgeschützten Frühbeet mit einer Fleeceabdeckung für frostige Nächte oder in Töpfen auf einer sonnigen Fensterbank vorziehen. Setzen Sie pro Pflanzloch drei Körner circa einen Zentimeter tief in Kokosfasersubstrat oder BIO-Gemüseerde. Nach dem Keimen lassen Sie dann jeweils nur den kräftigsten Sämling stehen. Von der Aussaat bis zum pflanzfähigen Setzling dauert es dann vier bis sechs Wochen. Die ideale Keimtemperatur beträgt 15 bis 20 Grad Celsius. Sobald die Jungpflanzen den Erdballen gut durchwurzelt haben, können sie ab Ende Mai, wenn keine Nachtfröste mehr auftreten können, ins Freiland umziehen. Pflanzen Sie sie mit einem Pflanzabstand von 40 bis 50 Zentimetern so tief, dass der Wurzelansatz circa einen Zentimeter mit Erde bedeckt ist und unterfüttern Sie die Auspflanzung mit Kompost.

Standort
Als Starkzehrer gedeiht die Pflanze am besten auf tiefgründigen, nährstoffreichen Böden mit einem guten Wasserspeichervermögen an einem sonnigen Platz im Gemüsebeet.

Pflege
Die Pflanze benötigt regelmäßig Wasser und Nährstoffe. Wässern Sie großzügig, vor allem an heißen Tagen, aber vermeiden Sie Staunässe. Regelmäßiges Entfernen von Unkraut und Auflockern des umliegenden Erdreichs danken die Pflanzen mit einem höheren Ertrag und Aroma. Versorgen Sie die Pflanzen nach der Auspflanzung und bis circa zwei bis drei Wochen vor der Ernte regelmäßig mit BIO-Gemüsedünger.

3,95 *

BIO – Paprika – California Wonder – Rot

California Wonder ist eine historische Paprikasorte, die große, blockige, von grün nach rot reifende Früchte hervorbringt. Der Geschmack ist mild und süß und die Früchte können grün oder rot gepflückt werden.

Anzucht
Damit die Pflanze bereits im ersten Jahr trägt, empfiehlt sich eine Anzucht zwischen Januar und März. Lassen Sie die Samen zunächst für 24 Stunden in raumwarmem Wasser vorquellen, um die Keimfreude zu erhöhen und setzen Sie sie dann einen halben bis einen Zentimeter tief in Kokosfasersubstrat oder BIO-Gemüseerde. Halten Sie das Anzuchtsubstrat feucht, aber nicht nass, indem sie es am besten täglich mit einer Sprühflasche nachfeuchten. Decken Sie das Anzuchtgefäß mit Klarsichtfolie ab, die Sie mit Löchern versehen. So ist das Substrat vor Austrocknung geschützt. Alle zwei bis drei Tage sollten Sie die Folie für 2 Stunden entfernen. Das beugt einer Schimmelbildung auf dem Substrat vor. Stellen Sie das Anzuchtgefäß an einen hellen und warmen Ort mit einer Temperatur zwischen 22° und 30° Celsius. Die ersten Samen sollten so schon nach drei bis zehn Tagen keimen. Entfernen Sie jetzt die Abdeckung und halten Sie die Pflanzen bei möglichst viel Licht (aber keine pralle Mittagssonne) und etwas kühler, damit die jungen Pflanzen nicht vergeilen. Sobald sich das zweite Blattpaar entwickelt, können die Pflänzchen bis zum ersten Blatt in kleine 10-cm-Töpfe mit Bodenlöchern und BIO-Gemüseerde pikiert (vereinzelt) werden. Achten Sie bitte darauf, die noch feinen Wurzeln nicht zu verletzen und die frische Erde leicht zu wässern. In den kommenden Wochen werden die Pflanzen dann nach und nach in immer größere Töpfe umgesetzt, wenn sie ihren bisherigen Topf gut durchwurzelt haben.

Standort
Sobald es etwas wärmer wird, können die Pflanzen tagsüber bei mindestens 5° Celsius zur Abhärtung und zur Gewöhnung an Sonne schon mal ins Freie. Nach den Eisheiligen Mitte Mai können die Pflanzen an einem sonnigen Standort ins Gartenbeet oder in den Kübel umgepflanzt werden. 

Pflege
Chili- und Paprikapflanzen mögen es warm und feucht, aber nicht nass. Wässern Sie erst, wenn die oberste Erdschicht angetrocknet ist und übersprühen Sie in der Wohnung gehaltene Pflanzen ab und zu von oben. Im Gegensatz zu Tomatenpflanzen ist bei Chilis und Paprika ein Entgeizen der Nebentriebe nicht notwendig. Auch das Herausbrechen der ersten Blüte (Königsblüte) hat entgegen landläufiger Ansichten keinen Einfluss auf die Entwicklung der Pflanze. Wenn die Pflanze in guter BIO-Gemüseerde steht, ist die erste Düngung mit BIO-Dünger erst erforderlich, wenn die ersten Knospen zum Vorschein kommen. 

Im Winter
Zum Überwintern kann die Pflanze etwas dunkler und bei 10° Celsius kühler stehen und wird dann auch entsprechend weniger gewässert. An hellen und warmen Standorten pflegen Sie die Pflanze weiter wie bisher und schneiden sie für einen buschigen Wuchs im kommenden Jahr.

Giftig
Chili und Paprika sind Nachtschattengewächse. Ihre Pflanzenteile sind giftig. Aber natürlich nicht die reifen Früchte!

3,95 *

BIO – Paprika – Golden California Wonder

Golden California Wonder ist eine gelbe Version der historischen California Wonder. Die blockigen Früchte reifen von Grün über Gelb bis Orange und die Wände sind dick, fleischig und süß.

Anzucht
Damit die Pflanze bereits im ersten Jahr trägt, empfiehlt sich eine Anzucht zwischen Januar und März. Lassen Sie die Samen zunächst für 24 Stunden in raumwarmem Wasser vorquellen, um die Keimfreude zu erhöhen und setzen Sie sie dann einen halben bis einen Zentimeter tief in Kokosfasersubstrat oder BIO-Gemüseerde. Halten Sie das Anzuchtsubstrat feucht, aber nicht nass, indem sie es am besten täglich mit einer Sprühflasche nachfeuchten. Decken Sie das Anzuchtgefäß mit Klarsichtfolie ab, die Sie mit Löchern versehen. So ist das Substrat vor Austrocknung geschützt. Alle zwei bis drei Tage sollten Sie die Folie für 2 Stunden entfernen. Das beugt einer Schimmelbildung auf dem Substrat vor. Stellen Sie das Anzuchtgefäß an einen hellen und warmen Ort mit einer Temperatur zwischen 22° und 30° Celsius. Die ersten Samen sollten so schon nach drei bis zehn Tagen keimen. Entfernen Sie jetzt die Abdeckung und halten Sie die Pflanzen bei möglichst viel Licht (aber keine pralle Mittagssonne) und etwas kühler, damit die jungen Pflanzen nicht vergeilen. Sobald sich das zweite Blattpaar entwickelt, können die Pflänzchen bis zum ersten Blatt in kleine 10-cm-Töpfe mit Bodenlöchern und BIO-Gemüseerde pikiert (vereinzelt) werden. Achten Sie bitte darauf, die noch feinen Wurzeln nicht zu verletzen und die frische Erde leicht zu wässern. In den kommenden Wochen werden die Pflanzen dann nach und nach in immer größere Töpfe umgesetzt, wenn sie ihren bisherigen Topf gut durchwurzelt haben.

Standort
Sobald es etwas wärmer wird, können die Pflanzen tagsüber bei mindestens 5° Celsius zur Abhärtung und zur Gewöhnung an Sonne schon mal ins Freie. Nach den Eisheiligen Mitte Mai können die Pflanzen an einem sonnigen Standort ins Gartenbeet oder in den Kübel umgepflanzt werden. 

Pflege
Chili- und Paprikapflanzen mögen es warm und feucht, aber nicht nass. Wässern Sie erst, wenn die oberste Erdschicht angetrocknet ist und übersprühen Sie in der Wohnung gehaltene Pflanzen ab und zu von oben. Im Gegensatz zu Tomatenpflanzen ist bei Chilis und Paprika ein Entgeizen der Nebentriebe nicht notwendig. Auch das Herausbrechen der ersten Blüte (Königsblüte) hat entgegen landläufiger Ansichten keinen Einfluss auf die Entwicklung der Pflanze. Wenn die Pflanze in guter BIO-Gemüseerde steht, ist die erste Düngung mit BIO-Dünger erst erforderlich, wenn die ersten Knospen zum Vorschein kommen. 

Im Winter
Zum Überwintern kann die Pflanze etwas dunkler und bei 10° Celsius kühler stehen und wird dann auch entsprechend weniger gewässert. An hellen und warmen Standorten pflegen Sie die Pflanze weiter wie bisher und schneiden sie für einen buschigen Wuchs im kommenden Jahr.

Giftig
Chili und Paprika sind Nachtschattengewächse. Ihre Pflanzenteile sind giftig. Aber natürlich nicht die reifen Früchte!

3,95 *

Echte Arnica

Die volkstümlich auch Engelkraut, Färberblume oder Johannisblume genannte Arnika ist eine aromatisch duftende, sommergrüne, ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 20 bis 60 Zentimetern. Die stark aromatisch duftende Staude mit ihren etwas zerzaust aussehenden leuchtend dottergelben Röhrenblüten ist pflegeleicht und verschönert Ihren Garten von Mai bis August. Arnika steht unter Naturschutz und wächst auf kargen, nährstoffarmen Böden in den bergigen Regionen Europas von den Pyrenäen bis nach Südskandinavien.

Anzucht
Im Haus ist die Anzucht aus Samen das ganze Jahr über möglich. Drücken Sie das leichte Saatgut nur wenig auf feuchte, ungedüngte Anzucht- oder Kräutererde und bedecken Sie es nur leicht mit dem Erdsubstrat. Decken Sie das Anzuchtgefäß mit Klarsichtfolie ab, die Sie mit Löchern versehen. So ist die Erde vor Austrocknung geschützt. Alle zwei bis drei Tage sollten Sie die Folie für 2 Stunden entfernen. Das beugt einer Schimmelbildung auf der Anzuchterde vor. Stellen Sie das Anzuchtgefäß hell und warm bei 20 bis 25° Celsius. Halten Sie die Erdoberfläche feucht (z.B. mit einem Wassersprüher), aber nicht nass. Abhängig von der Anzuchttemperatur erscheinen die ersten Sämlinge nach zwei bis vier Wochen. Im späten Frühling werden die Sämlinge dann im Abstand von etwa 20 cm im Garten ausgepflanzt.

Pflege
Ab dem dritten Jahren kann man die Blüten selbst gezogener Arnicapflanzen ab Juli ernten und schonend trocknen. Man breitet die Blüten dazu im luftigen Schatten (keine Sonne) aus und wendet sie häufig. Nach der Blüte können die Pflanzen durch Teilung auch leicht weiter vermehrt werden.

Standort
Arnica liebt volle Sonne und einen nährstoffarmem, kalkfreien, feuchten Boden ohne Staunässe.

Im Winter
Arnica ist winterhart. Ein besonderer Schutz ist nicht notwendig.

In der Küche
Wirkende Kräfte: Im Gegensatz zu anderen Heilpflanzen war Arnica in der Antike noch nicht bekannt und wird erst bei Hildegard von Bingen erstmals erwähnt. Es gilt in der Homöopathie als das wichtigste Mittel bei Schock durch Verletzungen oder Unfällen, soll aber auch bei Zahnschmerzen und Zahnfleischproblemen helfen. Eine innere Einnahme (außer als homöpathisch verdünntes Mittel) wird nicht empfohlen (Vergiftungsgefahr). Äußerliche Anwendungen von Tinkturen nach einem vorherigen Test auf mögliche allergische Reaktionen sind aber durchaus gebräuchlich. Dazu übergießt man Arnikablüten mit Weingeist und lässt die Mischung verschlossen für 2 bis 6 Wochen ziehen. Alternativ übergießt man ein bis zwei Teelöffel getrocknete Blüten mit einer Tasse kochendem Wasser, lässt es zehn Minuten ziehen und seiht es anschließend ab. Diesen “Tee” verwendet man lauwarm zum Gurgeln oder für Umschläge. Achtung! Nicht trinken!

3,95 *

Echte Goldrute

Auch die Goldrute ist seit dem Altertum als Heilpflanze bekannt. Die mehrjährige Pflanze wächst als 40 bis 100 Zentimeter hohes Kraut mit länglichen Blättern. Typisch für das Goldrutenkraut sind seine zahlreichen, bis 15 mm breiten goldgelben Blütenköpfchen, die in der Regel zwischen Juni und September erscheinen. Da die Pflanze sehr viel Nektar bildet, ist sie eine beliebte Bienen- und Insektenpflanze und gilt als ökologisch besonders wertvoll. Wirkende Kräfte: Bei Harnwegsbeschwerden und Blasenentzündung gilt ein Tee aus Goldrutenkraut als ein gutes pflanzliches Mittel. Dafür überbrüht man einen Teelöffel des Goldrutenkrautes mit einer Tasse kochendem Wasser und gießt das Kraut nach 20 Minuten durch ein Teesieb ab. Empfohlen werden täglich zwei bis vier Tassen zwischen den Mahlzeiten. Die jungen Triebspitzen lassen sich gut in Wildkräutersalaten verarbeiten und die Blätter können ähnlich wie Spinat als Gemüse gekocht werden. Die Blüten verwendet man als Dekoration in Salaten. Heimisch ist die Goldrute von Algerien und Marokko über das gesamte Europa bis Japan und wächst bevorzugt auf trockenen Waldwiesen und an Waldrändern in höheren Lagen mit gemäßigterem Klima.

Anzucht
Die Goldrute ist leicht aus Samen zu ziehen und kann auch in einer Schale am Haus vorgezogen oder zwischen Anfang April und Anfang Juni direkt im Garten gesät werden. Als Lichtkeimer werden die Samen nur ganz wenig mit Erde bedeckt und das Substrat leicht feucht, aber nicht nass gehalten. Wenn die Sämlinge eine Höhe von 10 Zentimetern erreicht haben, können Sie sie in einzelne Töpfe umpflanzen oder ab dem späten Frühjahr auch direkt in den Garten setzen. Der Pflanzabstand sollte dann mindestens 25 cm betragen. Breite Töpfe mit einer moderater Tiefe von etwa 30 cm sind auch geeignet. Später ist auch eine vegetative Vermehrung über Stecklinge möglich.

Pflege
Die Goldrute ist bei der Wässerung sehr tolerant, übersteht Trockenperioden meist ohne Probleme und will nur bei längerer Trockenheit und sehr warmen Wetter zusätzlich gegossen werden. In Töpfen oder Kübeln sollten Sie erst dann wässern, wenn die oberen vier Zentimeter der Erde vollkommen ausgetrocknet sind. Eine leichte Düngung mit organischem Flüssigdünger benötigt die Goldrute nur bei Kübelhaltung während der Blütezeit im August. Die Ernte der Goldrute erfolgt zu Beginn der Blütezeit. Genutzt werden dabei die Blütenköpfe sowie die Blätter. Schneiden Sie die oberen 15 cm der Pflanze ab und hängen Sie die Pflanzenteile einfach kopfüber zum Trocknen im Schatten auf.

Standort
Die Pflanze wächst bei guter Sonneneinstrahlung ebenso wie im Halbschatten, wo die Wuchshöhe dann aber beschränkt ist.

Im Winter
Die Goldrute ist winterhart und toleriert hohe Minustemperaturen. Die oberirdischen Blattteile sterben bis Ende November ab und treiben im Frühjahr wieder neu aus.

3,95 *

Echter Koreanischer Ginseng

Die chinesische Medizin zählt Ginseng zu einer der wertvollsten Heilpflanzen, wobei zumeist die manchmal der Menschenform ähnelnde Wurzel, aber auch Blätter und Stiele Anwendung finden.000 Dollar bezahlt. Wirkende Kräfte: Die in der Pflanze enthaltenen Saponine sollen Herzleistung, Atmung und Immunabwehr verbessern und Blutzucker, Fett- und Cholesterolgehalt sollen gesenkt werden. Der botanische Name spiegelt die vorgenannten Bedeutungen wieder: Panax = griechisch = allheilend / Ginseng = chinesisch jen shen = Menschenwurzel. Tee: Gießen Sie ein Gramm Wurzelpulver mit 100 ml siedendem Wasser auf. Ein bis zwei Tassen pro Tag wirken belebend. In nordöstlichen chinesischen Provinzen, im Norden Koreas und in Süden der russischen Region Primorje finden sich die Naturstandorte des Ginseng.

Anzucht
Im Haus ist die Anzucht aus Samen das ganze Jahr über möglich. Ginseng ist ein sogenannter Kaltkeimer und die Anzucht erfolgt am besten in einer Schale. Drücken Sie die Samen nur leicht in lockeres und feuchtes, aber nicht durchnässtes Anzuchtsubstrat und stellen Sie die Schale an einen hellen Ort bei circa 20° Celsius. Halten Sie das Anzuchtsubstrat feucht, aber nicht nass. Nach zwei bis vier Wochen ist dann eine Kühlperiode von ebenfalls zwei bis vier Wochen notwendig, während der die Umgebungstemperatur der Anzuchtschale nur circa 5° Celsius betragen sollte. Gegen Ende dieser Kühlperiode erfolgt die Keimung.

Pflege
Am liebsten steht Ginseng in einem kalkfreien, humusreichen und durchlässigen Pflanzsubstrat. Ginseng lässt sich gut im Haus kultivieren, ist aufgrund seiner Frostsicherheit aber auch gartentauglich. Im August können Sie die Ausbildung einer kräftigen Wurzel durch Gaben von organischem Dünger fördern. Ernte: Ab dem dritten Jahr bildet die Pflanze rote Blütenstände und ab einem Alter von vier bis sechs Jahren können die spnidelförmigen Menschenwurzeln ausgegraben und getrocknet werden. Dies erfolgt am besten im Herbst, wenn sich die oberirdischen Teile der Pflanze zurückgezogen haben. Nach dem Waschen wird die Wurzel im Backofen bei maximal 40° Celsius und leicht geöffneter Ofentür getrocknet, danach zu Pulver gemahlen und kühl in einem dunklen Glasgefäß aufbewahrt.

Standort
Ein halbschattiger Standort ohne direkte Sonne ist ideal, da die Blätter schnell verbrennen und die Pflanze abstirbt.

Im Winter
Ginseng überwintert gerne in einem kühlen Raum bei circa 8° Celsius. Die Erde sollten Sie weiterhin leicht feucht halten. Im Garten schützt eine dicke Mulchschicht aus Stroh die Wurzeln vor Frost.

3,95 *

Echtes Mädesüß

Das Echte Mädesüß erreicht Wuchshöhen zwischen 50 und 150 Zentimetern. Die Laubblätter sind dunkelgrün gefiedert und stark geadert sowie an der Unterseite weiß beflaumt. Die Blüte reicht von Juni bis September. Auffällig sind die etwa 20 Zentimeter großen, trichterrispigen Blütenstände, die viele cremeweiße Einzelblüten enthalten und schubweise aufblühen. Sie verströmen einen an Mandeln und Honig erinnernden Duft. Der Name entstammt vermutlich der Verwendung ihrer Blüten zum Aromatisieren von Met (Honigwein) oder geht auf ihren süßen Duft nach der Ernte - die sogenannte Mahdsüße - zurück. Die Staude zählte übrigens zu den heiligsten Pflanzen der Kelten. Auch für die traditionellen Naturheilkunde spielt sie eine große Rolle, da sie eine Art pflanzliches Aspirin darstellt. Wirkende Kräfte: Äußerlich sollen Fußbäder und Kompressen aus einem starken Teeauszug bei geschwollenen Beinen oder Füßen wirkungsvoll sein. Bei Erkältungskrankheiten und Problemen im Magen-Darm-Trakt, bei Rheuma und Gicht kann ein Teeaufguss lindernd wirken. Tee: Übergießen Sie ein bis zwei Teelöffel Kraut oder Blüten mit 250 ml kochendem Wasser und lassen Sie den Sud vor dem Abseihen 10 Minuten ziehen. In der Küche: Die Wurzel und die Triebe gelten als essbar und können wie Gemüse zubereitet werden. Alle Pflanzenteile, aber insbesondere die Blüten, eignen sich zum Aromatisieren von Süß- und Fruchtspeisen sowie Getränken. In der deutschen Küche findet Mädesüß im Gegensatz zur französische Küche und der der belgischen Wallonie leider eher selten Verwendung. Echtes Mädesüß findet man in großen Teilen Europas mit Ausnahme des südlichen Mittelmeerraumes.

Anzucht
Echtes Mädesüß kann im Frühjahr bei 10 bis 13 Grad Celsius ausgesät oder vorgezogene Pflanzen im Frühjahr in den Boden gesetzt werden. Jungpflanzen sollten Sie mit einem Abstand von etwa 40 Zentimetern ins Beet setzen, da die Pflanze recht ausufernd wächst.

Pflege
Im Herbst oder im folgenden Frühjahr sollten Sie abgeblühte Stängel zurückschneiden. Düngergaben sind unnötig. Ernte: Schneiden und bündeln Sie die oberen Teile der Pflanze, wenn sie voll erblüht ist. Danach wird das Bündel zum Trocknen an einen halbschattigen Ort gehängt. Breiten Sie ein Tuch oder Papier darunter aus, um abgefallene Blüten aufzufangen. Die Lagerung kann dann gut in Gläsern an einem kühlen und dunklen Platz erfolgen.

Standort
Das Echte Mädesüß gedeiht auf sonnigen und halbschattigen Plätzen. Der Boden sollte feucht bis nass und nährstoffreich sein. Ufer- und Teichränder sind ideal

Im Winter
Echtes Mädesüß ist winterhart.

3,95 *

Edelweiss

Das im Hochsommer blühende, nur 15 Zentimeter hohe Edelweiß gilt als das Symbol der Alpen schlechthin. Es steht für Mut und Liebe, denn das Pflücken des nur in sehr hohen und schwer zugänglichen Lagen blühende Pflänzchens diente einst jungen Burschen als Beweis von Mut sowie als besonderes Geschenk für die Angebetete. Edelweiß wurde 1886 als erste Pflanze überhaupt unter Naturschutz gestellt.

In der Küche

Wirkende Kräfte: In der Volksmedizin ist es seit Jahrhunderten als „Bauchwehblümelein" bekannt und wurde einst bei Magen- Darm-Beschwerden eingesetzt. Auch bei Erkrankungen der Atemwege soll es helfen, weshalb Kopfkissen mit getrocknetem Edelweiß gefüllt wurden.

Naturstandort

Der ursprüngliche Naturstandort liegt in den Hochgebirgen Europas und Asiens.

Anzucht

Edelweiß ist wie viele Gebirgspflanzen ein Kaltkeimer, Sie sollten die Samen daher zunächst in einen Gefrierbeutel mit feuchtem Sand für zwei Wochen im Gemüsefach Ihres Kühlschranks aufbewahren. Streuen Sie die Samen danach einfach auf angefeuchtetes Anzuchtsubstrat und bedecken Sie die Saat nur dünn mit dem Substrat, denn Edelweiß ist ein Lichtkeimer. Decken Sie das Anzuchtgefäß mit Klarsichtfolie ab, die Sie mit Löchern versehen. So ist das Substrat vor Austrocknung geschützt. Alle zwei bis drei Tage sollten Sie die Folie für 2 Stunden entfernen. Das beugt einer Schimmelbildung auf dem Substrat vor. Stellen Sie das Anzuchtgefäß an einen hellen und kühlen Ort und halten Sie das Anzuchtsubstrat feucht, aber nicht nass. Nach drei bis vier Wochen erscheinen dann die ersten Sämlinge.

Standort

Jungpflanzen können nach den Eisheiligen ins Freie, sobald kein Nachtfrost mehr zu erwarten ist. Am wohlsten fühlt sich die Pflanze natürlich in einem Steingarten mit durchlässigem, aber kargem und kalkreichem Substrat. Zudem fungieren die Steine als Wärmespeicher. Auch eine Topfhaltung mit magerer, durchlässiger Erde mit einem hohen Sand- und Kalkanteil ist möglich.

Pflege

Gießen Sie die Pflanze nur wenig und verzichten Sie auf jede Art von Düngung. Ältere Edelweiß-Pflanzen lassen sich sehr leicht durch Teilung vermehren. Als einzige Schnittmaßnahme sollten Sie die Pflanze nach der Blüte bis auf etwa eine Handbreit über dem Boden zurückzuschneiden, denn verblühte Pflanzenteile rauben der Staude sehr viel Kraft. Ernten Sie die oberirdischen Pflanzenteile, trocknen Sie sie an einem schattigen Platz und bewahren Sie sie in einem licht- und luftgeschützten Behältnis.

Im Winter

Als Hochgebirgspflanze ist das Edelweiß natürlich absolut winterhart. Die oberirdischen Teile der Staude sterben ab und treiben im Frühjahr wieder aus. Nur nasse Winter sind für die feuchtigkeitsempfindliche Pflanze gefährlich.

3,95 *

Frauenmantel

Der mehrjährige Frauenmantels ist eine wichtige Pflanze in jedem Heilpflanzengarten. Schon die Germanen schätzten das Kraut und widmeten es Frigga, der Göttin der Natur und Fruchtbarkeit. Sein Name weist auf die großen, mantelförmigen Blätter hin. Von Mai bis August zeigt die Pflanze einen reichhaltigen, wenn auch etwas unscheinbaren gelblichen Blütenstand. Wirkende Kräfte: Arzneilich verwendet werden die zur Blütezeit von Mai bis August gesammelten oberirdischen Pflanzenteile. Die Pflanzen sind reich an Gerbstoffen und zu den wichtigsten Effekten gehören ihre antioxidativen und entzündungshemmenden Wirkungen. Dank dieser Effekte kann das Kraut bei leichten Magen-Darm- und bei Zyklusbeschwerden helfen. Beliebt ist dann ein Frauenmanteltee, für den man 3 Teelöffel des getrockneten Krautes mit einer Tasse siedend heißem Wasser überbrüht. Nachdem man den Tee 10 Minuten lang hat ziehen lassen, gießt man das Kraut ab und trinkt über den Tag verteilt 3 Tassen warm in kleinen Schlucken. Der leicht bittere, aber dennoch angenehme Geschmack frischer Blätter macht das Kraut übrigens auch zu einem pikanten Begleiter in Wildkräutersalaten oder Wildkräutersuppen.

Naturstandort
Die Alchemilla ist fast ausschließlich in der Alten Welt der Nordhalbkugel verbreitet und wächst vor allem in Gebirgen an Bachufern, auf feuchten Wiesen, an Böschungen und auf montanen bis alpinen Weiden.

Anzucht
Die Samen sind Frost- und Lichtkeimer. Im Garten kann die Aussaat daher bereits zwischen Oktober und Januar beginnen. Am besten streuen Sie die Samen auf Erde in einer Schale, drücken sie nur etwas an und stellen die Schale an einen geschützten, aber hellen Platz. Achten Sie darauf, dass die Erde nicht austrocknet, aber vermeiden Sie Staunässe. Decken Sie das Anzuchtgefäß am besten mit Klarsichtfolie ab, die Sie mit Löchern versehen. So ist die Erde vor Austrocknung geschützt. Alle zwei bis drei Tage sollten Sie die Folie für 2 Stunden entfernen. Das beugt einer Schimmelbildung auf der Anzuchterde vor. Im Frühjahr können die kleinen Samlinge dann an den gewünschten Ort im Garten im Abstand von circa 20 Zentimetern pikiert (umgetopft) werden. Bei einer Anzucht im Haus sollten Sie die Samen zunächst einige Tage im Kühlschrank aufbewahren, um sie zur Keimung anzuregen.

Standort
Frauenmantel liebt volle Sonne, wächst aber auch in schattigen Bereichen.

Pflege
Der Boden sollte humusreich und eher feucht sein. Wenn Sie die Pflanze nach der Blüte nicht zurückschneiden, sät sich der Frauenmantel von selbst aus. Auch durch Teilung älterer Wurzelstöcke im Frühjahr ist eine Vermehrung möglich. Zur Blütezeit können sowohl die Blätter als auch Blüten geerntet werden, wobei die Blätter gut als Wintervorrat getrocknet werden können. Schneiden Sie Ihre Pflanze nach der Blüte im August kräftig zurück.

Winter
Frauenmantel ist winterhart.

3,95 *

Gänsefingerkraut

Noch heute kennt jeder Bauer das Gänsefingerkraut, denn es galt lange Zeit als Notfallmittel bei allen Verletzungen der Haustiere und Menschen. Die krautige, kleine, mehrjährige Staude wächst von 5 bis 15 Zentimeter Höhe und bildet ein verdicktes, kurzes Rhizom, aus dem sich die am Boden kriechenden, sehr dünnen Pflanzenstängel entwickeln. Von Mai bis September zeigen sich die goldgelben Blüten. Fast vergessen ist die Tadition, die Wurzeln des Gänsefingerkrautes am Johannistag vor Sonnenaufgang auszugraben. Daraus wurde dann ein Amulett hergestellt, mit dessen Hilfe der Träger die Liebe anderer Menschen erringen konnte. Der Naturstandort sind die nährstoffreichen Böden der nördlichen Hemisphäre. Man findet sie vorwiegend auf grasbewachsenen Flächen sowie an Bächen und Teichen. Das Gänsefingerkraut kann im Frühjahr oder Herbst ohne besondere Maßnahmen ausgesät werden. Anzucht im Topf: Wählen Sie direkt einen großen Topf, damit sich die Wurzeln gut ausbreiten können. Die Anzucht sollte an einem schattigen Standort auf Balkon oder Terrasse erfolgen. Anzucht im Freiland: Wenn Sie im Frühjahr bereits erste Stengel ernten möchten, sollten Sie die Aussaat spätestens im vorherigen Herbst ausführen. Achten Sie auf einen schattigen Standort mit durchlässigem Boden, bedecken Sie die Samen mit einer etwa 0,5 Zentimeter dicken Erdschicht und achten Sie auf eine gleichmäßige Wasserversorgung des Substrats während der Keimphase. Wählen Sie einen sonnigen Standort auf dem Balkon oder im Garten. Gänsefingerkraut bedarf keiner besonderen Pflege. Ernte: Lassen Sie beim Sammeln stets eine ausreichend große Zahl an Stengeln stehen. Binden Sie abgeschnittenen Stengel zu einem Bündel zusammen. Die Trocknung erfolgt dann entweder als Bündel kopfüber aufgehängt an einem gut belüfteten Platz oder mit abgezupften Blättern im Backofen bei maximal 35 Grad Celsius und leicht geöffneter Backofentür. Das Gänsefingerkraut ist winterfest und überwintert im Boden.

Standort:
sonnig

Aussaat:
Im Frühjahr oder Herbst

In der Küche:
Wirkende Kräfte: Tee: Übergießen Sie zwei Teelöffel des getrockneten Krauts mit 250 ml kochendem Wasser und lassen Sie den Sud zehn Minuten ziehen. Danach können Sie ihn abseihen. Der Tee wird allgemein empfohlen als Magenmittel bei krampfartigen Bauchschmerzen und soll sich zum Spülen bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum eignen. Umschläge: In Gänsefingertee getränkte Baumwolltücher sollen als Umschläge die Wundheilung beschleunigen.In der Küche: In der Küche findet man Gänsefingerkraut eher selten, obwohl seine Blätter hervorragend in Salate, Suppen oder Getreidebratlinge passen. Selbst die Wurzel kann als Gemüse zubereitet werden.

3,95 *

Ginkgo

Botanisch handelt es sich beim Gingko um einen Fächerblattbaum. Diese als Brückenplanze bezeichnete Art vereinigt die Merkmale eines Nadel- mit denen eines Laubbaumes und führt in seiner Entstehung zurück bis in das Zeitalter der Dinosaurier. Seine eigentlichen Nadeln sind so breit, dass sie wie zwei sich gegenüber liegende Blatthälften wirken, die in der Mitte verbunden wurden. Der Gingkobaum kann pro Jahr an einem idealen Standort durchaus 30 bis 50 Zentimeter an Größe zulegen. Typische Pflanzenkrankheiten kennt er nicht - seine Widerstandskraft macht ihn daher ironischerweise zur idealen Bepflanzung in schadstoffbelasteten Großstädten.

Dabei wächst der Baum in einer unverwechselbaren ausladenden Form mit waagerecht abstehenden Zweigen. Gingkobäume können als männliche oder weibliche Pflanze auftreten, wobei eine Unterscheidung erst nach circa 30 Jahren möglich ist. In großen Teilen Ostasiens wird der Baum wegen seiner Langlebigkeit als Tempelpflanze kultiviert und verehrt. Sein Name ist aus dem japanischen Namen Silberaprikose - gin kyo - abgeleitet. und der Zusatz biloba beschreibt das typische, zweilappige Blatt.

Und dann natürlich Goethe! Er stand im dauernden Kontakt mit dem Weimarer Hofgärtner und seine Liebe zum Gingko verewigte er in seinem gleichnamigen Gedicht, das er für seine späte Liebe Marianne von Willemer schrieb.

Der Ginkgo hat seinen Ursprung im Raum des heutigen China – dort hat er als einzige seiner Art die Eiszeit überlebt. Um 1730 wurde er auch in Europa heimisch.

Anzucht

Um die Keimfähigkeit der Samen zu erhöhen, sollten sie zunächst mit Sandpapier oder einer Feile angerauht werden und danach für 12 Stunden in Wasser bei Raumtemperatur anquellen können. Drücken Sie die Samen in feuchte Anzuchterde und bedecken Sie sie nur leicht mit Erde. Decken Sie das Anzuchtgefäß mit Klarsichtfolie ab, die Sie mit Löchern versehen. So ist die Erde vor Austrocknung geschützt. Alle zwei bis drei Tage sollten Sie die Folie für 2 Stunden entfernen. Das beugt einer Schimmelbildung auf der Anzuchterde vor. Stellen Sie das Anzuchtgefäß an einen hellen und warmen Ort mit 20 bis 25° Celsius und halten Sie die Anzuchterde feucht, aber nicht nass. Nach drei bis vier Wochen erscheinen dann die ersten Sämlinge.

Standort

Gingkos sind anspruchslos, wachsen in jedem Boden und wurzeln dabei kräftig und tief, was den Baum widerstandsfähig gegen starken Wind macht. Jungpflanzen sollten vor voller Sonne geschützt werden - ältere Bäume haben damit keine Probleme.

Pflege

Sorgen Sie für eine ausreichende und gleichmäßige Bewässerung. Gerade bei jungen Pflanzen sind sonst gelbe und schlaffe Blätter die Folge. Ab Juni sollten Sie Ihren Baum zurückschneiden, um ein dichteres Wachstum und die Ausbildung von Seitentrieben zu fördern.
Im Winter Nach seiner goldenen Herbstfärbung wirft der Gingko seine Nadeln bzw. sein Laub ab. Dann sollten Sie weniger wässern. Lediglich die jungen Pflanzen müssen im Winter etwas gegen Frost geschützt werden. Ansonsten gilt der Gingko als winterhart bis zu -28°C.

3,50 *

Gundermann / Gundelrebe

Die Gundelrebe ist eine alte Heilpflanze, die zu Unrecht weitgehend in Vergessenheit geraten ist. Zerreibt man die Blätter, dann entfaltet sich der würzige, leicht minzartige Duft des ätherischen Öls. Es wirkt entzündungshemmend und kann innerlich und äußerlich angewendet werden. Die enthaltenen Gerb- und Bitterstoffe wirken verdauungs- und stoffwechselanregend. Die Pflanze kann bis zu 30 Zentimeter hoch werden und verbreitet sich durch Ausläufer. Ihre Blütezeit erstreckt sich vom März bis in den frühen Herbst. Wild wachsend findet man den Gundermann an Waldrändern, im Wald an Wegrändern und auch in Wiesen. Gundelrebe ist ein Frostkeimer und sollte daher im Herbst direkt ins Freiland oder in einen Kübel ausgesäet werden. Bedecken Sie die Samen leicht mit Erde und halten Sie das Substrat feucht. Im kommenden Frühjahr erscheinen dann die kleinen Pflanzen recht unregelmässig. Zum Düngen eignen sich die üblichen flüssigen Varianten für Zierpflanzen oder Stäbchen, wobei die Hälfte der üblicherweise angegebenen Menge ausreichend ist. Ernte: In der Zeit von März bis Juni sprießt die Gundelrebe und kann geerntet werden. Schneiden Sie immer ganze Triebe - am besten morgens vor der heißen Mittagssonne - und hängen Sie die gebündelten Triebe zum Trocknen an einen luftigen, hellen Ort ohne direkte Sonne. Getrocknet können die Pflanzenteile in Stoff- oder Papiersäckchen dunkel und trocken gelagert werden. Die Gundelrebe ist winterhart.

Aussaat:
Im Herbst direkt ins Freiland

In der Küche:
Wirkende Kräfte: Äußerlich wird das Kraut bei schlecht heilenden Wunden empfohlen. Dafür wird ein Tuch mit einem starken Gundermann Aufguss getränkt und als Kompresse gebunden. In Form von Tee gilt Gundermann als stoffwechselanregend und entzündungshemmend und wird daher auch bei Erkältungen und Halsschmerzen empfohlen. Tee: Einen Teelöffel getrocknetes oder zwei Teelöffel frisches Gundermannkraut mit 250 ml kochendem Wasser übergießen und fünf Minuten ziehen lassen. Den Tee durch ein Sieb geben oder abseihen. In der Küche: Aufgrund ihres leicht scharfen Geschmacks können Sie die Gundelrebe als gesundes Würzkraut auch in der Küche verwenden. Eierspeisen, Quark und Salate erhalten so einen pikanten Geschmack. Frische Blätter enthalten sehr viel Vitamin C. Man kann sie ganz oder kleingeschnitten zu Wildkräutersalaten verarbeiten. Allerdings sollten Sie in Mischsalate nicht zu viel Gundelrebenblätter hinzufügen, da der Geschmack andere Aromen leicht übertönt. Früher wurde Gundelrebe sogar als Ersatz für Pfeffer verwendet.

Ernte:
März-Juni

3,95 *

Hirtentäschel

Die ein- bis zweijährige Staude wird 10 bis 50 Zentimeter hoch und zeigt ihre hübschen weißen Blüten von März bis November. Die Klostermedizin schätzt sie bereits seit dem Mittelalter als blutstillend. Die Pflanze ist Vielen leider eher als Unkraut bekannt und als Heilkraut fast in Vergessenheit geraten. Der schwedische Naturforscher Carl von Linné gab ihm seinen botanischen Namen aufgrund der eigentümlichen Form der Samenkapseln, die an die typische Taschenform der Hirten erinnert: Capsella bedeutet Kapsel, bursa die Tasche und pastoris ist der Hirte. Die genaue Herkunft des Hirtentäschels ist nicht bekannt. Es stammt vermutlich aus den Ländern Westasiens und Südeuropas. Heute ist die Pflanze weltweit verbreitet. Hirtentäschel säen Sie am besten im Frühling aus. Das Kraut ist ein Lichtkeimer. Daher sollten Sie die kleinen Samen nur leicht auf die feuchte Erde andrücken. Achten Sie auf eine gleichmäßige Wasserversorgung des Substrats während der Keimphase. Geieignet ist jeder sonnige bis maximal halbschattige Platz Hirtentäschel bedarf keiner besonderen Pflege. Ernte: Am besten ernten Sie die ganze Pflanze mitsamt ihrer Wurzel. Entfernen Sie anhaftende Erde und hängen Sie das Bündel entweder kopfüber an einem gut belüfteten Platz auf oder trocknen Sie es im Backofen bei maximal 35 Grad Celsius und leicht geöffneter Backofentür. Säen Sie im Folgejahr am besten neu aus.

Standort:
sonnig bis maximal halbschattig

Aussaat:
Im Frühling

In der Küche:
Wirkende Kräfte: Das getrocknete Kraut sollte zeitnah nach der Ernte und der Trocknung verwendet werden, da es bereits nach drei Monaten den größten Teil seiner heilsamen Inhaltsstoffe verliert. Tee: Übergießen Sie zwei Teelöffel des getrockneten Krauts mit 250 ml kochendem Wasser und lassen Sie den Sud zehn Minuten ziehen. Danach können Sie ihn abseihen. Er wird gerne in Form eines mit Tee getränkten Tampons bei Nasenbluten eingesetzt und abgekühlt soll er gut für Mundspülungen bei Entzündungen im Mund- und Rachnraum geeignet sein. In der Küche: Hirtentäschel ist ein Kraftpaket an Mineralstoffen und Vitaminen Trotzdem kommt ihm im kulinarischen Bereich leider keine großartige Bedeutung zu. Früher wurde die Pflanze allerdings als Ersatz für Senfsaat geschätzt. Seine Senföle brachten ihm dann auch das Synonym Bauernsenf ein. Die Blattrosetten des Hirtentäschel ergeben gemischt mit etwa der gleichen Menge Feldsalat und kleingeschnittenen, gekochten Eiern einen würzigen Sommersalat. Großzügig kleingeschnittenes Hirtentäschelkraut kann auch vorzüglich in Gemüseaufläufe gemischt werden.

3,95 *

Mariendistel

Der Legende folgend sollen einige Tropfen Milch der heiligen Maria beim Stillen des Jesuskindes auf die Blätter der Pflanze gefallen sein und so die charakteristischen weißen Flecken auf ihren Blättern verursacht haben. Seit Hildegard von Bingen ist die Mariendistel als Heilpflanze bekannt und in der modernen Medizin werden ihre Wirkstoffe zur Entgiftung der Leber verwendet. Die Mariendistel wächst mit dornig gezähnten Blättern bis 100 cm hoch und zeigt von Juni bis September ihre kugelförmigen, purpurroten Blüten. Der Naturstandort liegt in Südosteuropa. Dort und auch im Süden Nordamerikas kommt die Pflanze oft in riesigen Beständen vor. Sie können die Samen ab März ins Frühbeet oder ab Anfang Mai direkt ins Freie aussäen. Alternativ kann eine Vorzucht auch im Haus auf der Fensterbank erfolgen. Die Keimung erfolgt normalerweise nach zwei bis drei Wochen. Jungpflanzen sollten Sie mit einem Abstand von etwa 40 Zentimetern ins Beet setzen, da die Pflanze recht ausufernd wächst. Die Mariendistel gedeiht am besten an sonnigen Standorten. Neben Wassergaben bei extremer Trockenheit benötigt die Mariendistel keine weitere besondere Pflege. Ernte: Tragen Sie bei der Ernte der Mariendistel Handschuhe, um Ihre Hände vor den Dornen zu schützen. Pflücken Sie zur Ernte im Frühsommer die Blütenköpfchen, solange diese noch ihre weißen Haarkronen tragen. Lassen Sie die Blütenköpfe in einem luftigen Raum ausgebreitet nachreifen. Wenn sie komplett getrocknet sind, können Sie die Samen ausklopfen. Die Lagerung kann dann gut in Leinensäckchen an einem kühlen und dunklen Platz erfolgen. Die Mariendistel ist für Temperaturen bis -7° Celsius leicht frosttolerant. Bei kälteren Wintern empfiehlt sich eine Kultivierung in Töpfen, falls die Pflanze zweijährig wachsen soll. Ansonsten säen Sie im Folgejahr neu aus.

Standort:
sonnig

Aussaat:
ab März ins Frühbeet oder ab Anfang Mai direkt ins Freie

In der Küche:
Wirkende Kräfte: Als Hausmittel benutzt man Mariendistelaufguss gerne zur äußerlichen Behandlung von Krampfadern. Tee: Übergießen Sie zwei Teelöffel der zerstossenen Samen 250 ml kochendem Wasser und lassen Sie den Sud vor dem Abseihen 10 bis 20 Minuten ziehen. Alternativ kann man einen guten Lebertee aus einer Mischung gleicher Teile aus Wegwarte, Löwenzahn, Pfefferminze und Mariendistel herstellen. In der Küche: Alle Teile der Mariendistel gelten als essbar. Im Orient gelten junge Blätter und Triebe als Delikatesse. Die Wurzeln ähneln im Geschmack Pastinaken. Die Blütenköpfe können ähnlich wie Artischocken in heißem Wasser gekocht, gewürzt und als stärkendes Gemüse serviert werden. Auch geschälte Stengel können als Gemüse zubereitet werden und die angequetschten Samen kann man gut auf Salate streuen.

Ernte:
Pflücken Sie zur Ernte im Frühsommer die Blütenköpfchen, solange diese noch ihre weißen Haarkronen tragen.

3,95 *

Mate Teestrauch

Der immergrüne Mate-Strauch gehört zur Gattung der Stechpalmen. Seine oval geformten Blätter sind am Rand leicht gekerbt und zur Blütezeit zeigt er dicke Büscheln von jeweils 30 bis 40 weißen Blüten. Der Strauch bildet dicke, rotviolette Steinfrüchte aus. Damit die Keimlinge die harte Schale durchbrechen können, muss die Frucht am Naturstandort erst den Verdauungsapparat eines Vogels passieren. Daher rührt die für Vögel so auffällige Farbe der reifen Früchte. Mate zählt zu den bekanntesten Getränken Südamerikas und wurde schon vor der Kolonialisierung von den Ureinwohnern geschätzt, da es Koffein enthält. Matetee wird durch Aufguss kleingeschnittener und unter Rauch getrockneter Blätter gewonnen und traditionell aus dem Stielende eines ausgehöhlten Flaschenkürbis (spanisch mate) getrunken. 

Naturstandort
Der Mate-Strauch wächst wild als Unterholz in den Araukarien-Wäldern Brasiliens, Argentiniens und Paraguays. Seine Heimat ist der Urwald des Paranábeckens, das sich in diese Länder ausbreitet.

Anzucht
Im Haus ist die Anzucht aus Samen das ganze Jahr über möglich. Rauhen Sie die Samen zunächst mit Sandpapier auf und legen Sie sie danach für 24 Stunden in ein Gefäss mit raumwarmem Wasser, um ein Aufquellen und damit eine verbesserter Keimfähigkeit zu erreichen. Erst dann setzen Sie die Samen circa einen halben Zentimeter tief in feuchter Anzuchterde. Spannen Sie Klarsichtfolie über das Anzuchtgefäß und stechen Sie einige Löcher in die Folie. So ist die Erde vor Austrocknung geschützt. Alle zwei bis drei Tage sollten Sie die Folie für 2 Stunden entfernen. Das beugt einer Schimmelbildung auf der Anzuchterde vor. Stellen Sie das Anzuchtgefäß an einen hellen und warmen Ort mit 20 bis 25° Celsius und halten Sie die Anzuchterde feucht, aber nicht nass. Die Keimung erfolgt in der Regel nach zwei bis drei Monaten.

Standort
Da der Mate Strauch an seinem Naturstandort im Unterholz wächst, ist er für einen halbschattigen Standort dankbar. Besonders Jungpflanzen sollten in den ersten beiden Jahren schattig stehen.

Pflege
Gute Blumen- oder Kübelpflanzenerde, aufgelockert durch Blähton oder Perlite ist ideal. Da der Matestrauch Temperaturen um 22° Celsius liebt, ist er gut im Zimmer und während der Sommermonate auch im Freien zu halten. Sein Bedürfnis nach erhöhter Luftfeuchtigkeit können Sie durch regelmäßiges Übersprühen erfüllen. Düngen Sie während der Wachstumszeit monatlich mit schwach dosiertem flüssigen Grünpflanzendünger. Alle zwei Jahre sollten Sie die Pflanze kräftig auf ein Drittel ihrer Größe zurückschneiden, damit sich kräftige Triebe entwickeln.

Winter
Den Winter verbringt die immergrüne Pflanze hell und bei Zimmertemperatur im Haus. Wässern Sie jetzt nur etwas weniger.

3,95 *

Mönchspfeffer

Im Garten ist der Mönchspfeffer eine beliebte Bienenweide und ein hübscher Spätblüher, der fast schon im Herbst, noch einmal Farbe in den Garten bringt. Er wird im Freiland bis zu drei Meter hoch und ebenso breit. Beim Strauch duften nicht nur die Blüten, sondern auch die handförmigen, lanzettartigen Blätter, die in Gruppen aus fünf bis sieben Blättern angeordnet sind, verströmen ein intensives pfeffrig-würziges Aroma. Im Herbst färbt sich das Laub gelb. Der deutsche Name folgt der Pfefferform der Früchte und ihrer Verwendung in mittelalterlichen Klöstern, wo Mönche und Nonnen ihn zur Einhaltung ihres Keuschheitsgelübdes und zur Unterdrückung der fleischlichen Lust einnahmen. In Italien hält sich der Brauch, die Wege zu den Klöstern für die Novizen mit Vitex-Blüten zu bestreuen. In Weinanbaugebieten am Mittelmeer findet man häufig noch aus sehr biegsamen und belastbaren Vitexruten geflochtene Weinkörbe. Natürlich kommt der auch Keuschbaum genannte Mönchspfeffer in Südeuropa und dort vor allem im Mittelmeerraum und in Westasien vor. Die Vorzucht erfolgt am besten im Herbst oder im Frühjahr. Verteilen Sie die Samenkörner auf feuchtem Anzuchtsubstrat und bedecken Sie sie nur wenig mit dem Substrat. Halten Sie das Substrat feucht und warm. Bis zur Keimung dauert es in der Regel etwa 2 bis 4 Wochen. Achten Sie bei der Auspflanzung auf ausreichend Platz, damit sich der ausladende Halbstrauch voll entfalten kann. Wählen Sie einen warmen, vollsonnigen und windgeschützten Standort. Am besten eignet sich die Nähe zu einer schützenden Hauswand oder Mauer. Mönchspfeffer ist pflegeleicht und langlebig. Größere Schnittmaßnahmen sind nicht notwendig. Im zeitigen Frühjahr sollten lediglich verblühte Triebe entfernt werden. Ernte: Die Früchte der Heilpflanze werden im Oktober geerntet. Lassen Sie sie gut trocknen und bewahren Sie sie an einem dunklen Ort auf. Mönchspfeffer ist bis -15° Celsius frosthart. Ein Winterschutz ist allerdings angebracht. Er blüht im kommenden Jahr aus dem einjährigen Holz. Im Kübel gehaltene Pflanzen sollten bei 0° bis 10° Celsius überwintern. 

Standort:
warm, vollsonnig und windgeschützt

Aussaat:
Im Frühjahr oder Herbst

In der Küche:
Wirkende Kräfte: Die bräunlich - schwarz gefärbten, kugelförmigen Früchte machen den Mönchspfeffer zu einer wertvollen Heilpflanze, denn sie enthalten wertvolle ätherisches Öl (Cineol), Alkaloide und Flavonoide. In der Naturheilkunde wird er gerne bei sogenannten Frauenleiden eingesetzt. Geschätzt wird zudem die beruhigende Wirkung. Daher findet er in naturheilkundlichen Medikamenten gegen Stimmungsschwankungen Anwendung, Pulver: Mahlen Sie Ihre geernteten und getrockneten Früchte in einem Mörser zu Pulver und streuen Sie das Pulver über Fleisch- und Gemüsegerichte.

Ernte:
Oktober

3,95 *

Sanddorn

In der tibetischen Medizin verwendet man seit 1.200 Jahren Sanddorn und auch bei uns ist er seit dem Mittelalter als Heilpflanze bekannt. Mit seinen dornenbewehrten rotbraunen Ästen, seinen schmalen, silbrigen Blättern und seinen leuchtend orangenen Früchten ist er zudem eine attraktive sommergrüne Zierpflanze in jedem Garten. Er kann beachtliche Wuchshöhen erreichen, wächst aber langsam und ist durch Rückschnitt auch gut zu begrenzen. Nach der Blüte im April reifen zwischen August und Dezember die orangefarbenen saftigen Beeren, die traubig direkt an den Zweigen wachsen. Die Früchte stehen gewöhnlich den ganzen Winter über am Strauch und stellen für Vögel daher in der kalten Jahreszeit eine wertvolle Nahrungsquelle dar. Wirkende Kräfte: Durch den im Vergleich zur Zitrone 10 mal höheren Vitamin C Gehalt seiner Beeren stärkt er die Abwehrkräfte und somit das Immunsystem. Zudem enthält er Vitamin B12, das ansonsten fast ausschließlich in tierischen Produkten vorkommt. Es entsteht dank einer Symbiose mit Bakterien auf der Schale der Beeren. Sirup bei Erkältungen: 1 kg frische Früchte kurz erhitzen, durch ein Sieb streichen, etwas Honig circa. 20 Minuten einrühren, bis eine dickflüssige Masse entsteht. Täglich mehrmals 1 TL einnehmen. Zum Gurgeln: 5 g Früchte mit 100 ml heißem Wasser übergießen, wenige Minuten ziehen lassen und abseihen. In der Küche: Ganze Beeren - getrocknet oder frisch - als Zutat in Joghurt, Müsli oder Quark. Die sauren Beeren können roh verzehrt oder mit Schale gepresst und verarbeitet werden.

Naturstandort
Ursprünglich gehört der aus Nepal stammende Sanddorn zu den wenigen Pflanzen, die auf Dünen gedeihen. 

Anzucht
Im Haus ist die Anzucht aus Samen das ganze Jahr über möglich. Um die Keimfähigkeit der Samen zu erhöhen, sollten sie sie zunächst für sechs Wochen in den normalen Kühlschrankbereich legen (stratifizieren) und anschließend über Nacht in raumwarmem Wasser vorquellen lassen. Streuen Sie die Samen dann auf feuchtes Anzuchtsubstrat und bedecken Sie sie nur ganz wenig mit dem Substrat. Decken Sie das Anzuchtgefäß mit Klarsichtfolie ab, die Sie mit Löchern versehen. So ist die Erde vor Austrocknung geschützt. Alle zwei bis drei Tage sollten Sie die Folie für 2 Stunden entfernen. Das beugt einer Schimmelbildung auf der Anzuchterde vor. Stellen Sie das Anzuchtgefäß an einen hellen und warmen Ort mit 20 bis 25° Celsius und halten Sie die Anzuchterde feucht, aber nicht nass. Nach zwei bis drei Wochen erscheinen dann die ersten Sämlinge.

Standort
Der Sanddorn liebt sonnige Standorte, die auch zugig sein dürfen. 

Pflege
An den Boden stellt der Sanddorn keine besonderen Ansprüche. Im Garten ist es aber durchaus sinnvoll, bei der Auspflanzung eine Rhizomsperre einzusetzen.

Winter
Jungpflanzen sollten den ersten Winter noch drinnen und hell bei einer Temperatur um 10° Celsius überwintern. Nach der Auspflanzung im kommenden Frühjahr ist kein Winterschutz mehr erforderlich.

3,95 *

Spitzwegerich

Der tief wurzelnde Spitzwegerich wird bis zu 40 Zentimeter hoch. Seine Blätter bilden eine grundständige Rosette. Die unspektakulären Blüten erscheinen von April bis September, bilden zunächst kugelige, später walzenförmige Ähren, aus denen die gelblich-weißen Staubblätter auffallend lang heraushängen. Die Blüten sind duft- und nektarlos und auf Windbestäubung eingerichtet. Der Spitzwegerich stand schon in der Heilkunde des klassischen Altertums in hohem Ansehen und wurde von den griechischen und römischen Ärzten gegen eine ganze Reihe von Krankheiten verordnet. Auch in der Heilmittelliteratur des Mittelalters nimmt der Wegerich einen großen Raum ein. In der Zeit der Weltkriege war Salat aus wildwachsendem Spitzwegerich ein beliebter Ersatz für Salat. Wirkende Kräfte: Gegen Husten und Erkrankungen der Atemwegsorgane kann man Spitzwegerich-Tee zubereiten, denn Spitzwegerich-Blätter lösen den Schleim und lindern Entzündungen. Dafür werden getrocknete Blätter oder das ganze Kraut verwendet. Übergießen Sie 3g Kraut mit 150ml heißem Wasser und seihen Sie nach 10min ab. Auch bei entzündlichen Veränderungen der Mund- und Rachenschleimhaut kann der Tee genutzt werden. Wegen ihres hohen Vitamin C Gehaltes und ihrer verdauungsunterstützenden Wirkung werden die frischen jungen Blätter, die man vor der Blüte ernten sollte, auch als Gemüse oder für Wildkräutersalate genutzt. Und nach Insektenstichen oder bei kleineren Verletzungen ist der Spitzwegerich, zerrieben und auf die Stelle aufgetragen, kühlend respektive schmerzlindernd.

Naturstandort
Der Spitzwegerich war ursprünglich nur in Europa beheimatet. Inzwischen ist er weltweit verbreitet.

Anzucht
Die beste Zeit für die Aussaat im Garten ist das Frühjahr zwischen Ende März und Mitte April. Im Haus ist die Anzucht ganzjährig möglich. Als Lichtkeimer sollten Sie die Samen nur wenig mit Erde bedecken. Decken Sie das Anzuchtgefäß mit Klarsichtfolie ab, die Sie mit Löchern versehen. So ist die Erde vor Austrocknung geschützt. Alle zwei bis drei Tage sollten Sie die Folie für 2 Stunden entfernen. Das beugt einer Schimmelbildung auf der Anzuchterde vor. Stellen Sie das Anzuchtgefäß an einen hellen und warmen Ort mit 20 bis 25° Celsius und halten Sie die Anzuchterde feucht, aber nicht nass. In der Regel erscheinen die Keimlinge nach 10 bis 14 Tagen.

Standort
Der Spitzwegerich bevorzugt sonnige, undleicht feuchte Standorte.

Pflege
Beachten Sie bei der Umpflanzung in Kübel, dass Spitzwegerich ziemlich tiefe Wurzellagen ausbildet und daher von Beginn an ein tiefes Pflanzgefäß gewählt werden sollte. Zwischen den einzelnen Pflanzen sollten Sie dabei mindestens 20 – 25 cm Abstand halten. Die Blüten und Blätter können von Juni bis Oktober geschnitten und an einem warmen, schattigen Platz getrocknet werden.

Winter
Der Spitzwegerich überwintert unterirdisch und treibt im Folgejahr wieder aus.

3,95 *

Tausendgüldenkraut

Bereits Hippokrates schätzte das Tausendgüldenkraut ebenso wie Hildegard von Bingen und noch heute ist es eine angesehene Heilpflanze. Es gehört zur Familie der Enziangewächse und ist als Bitterpflanze vor allem eine Heilpflanze bei Verdauungsstörungen. Tausendgüldenkraut heißt es der Legende nach, weil einst ein reicher Mann, der Sodbrennen litt, demjenigen eintausend Gulden versprach, der ihm ein Heilkraut gegen seine Krankheit bringe. Tausendgüldenkraut wächst als ein- bis zweijährige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 20 bis 50 Zentimetern. Der vierkantige Stängel trägt ein Büschel sternförmiger rosaroter Blüten von schlichter Schönheit, die von von Juni bis September erscheinen und sich erst bei einer Temperatur von 20 °C öffnen. Wirkende Kräfte: Der medizinische Wirkstoffe des Tausendgüldenkrauts sind die getrockneten Stängel, die Blätter und die Blüten der Pflanze. Tee: Zwei Teelöffel Kraut mit ¼ Liter kochendem Wasser übergießen und nach fünf bis zehn Minuten abseihen. Bei Appetitlosigkeit vor und bei Verdauungsbeschwerden nach den Mahlzeiten trinken. Umschläge: Drei Gramm Kraut mit 100 ml kochendem Wasser übergießen und nach 5 Minuten abseihen. Damit ein Tuch tränken und auf die zu behandelnde Stelle legen. Die Umschläge wirken günstig auf Hauterkrankungen. Badezusatz: Hilft bei Übermüdung und unreiner Haut. Drei Esslöffel Kraut in einem Liter Wasser 12 Stunden einweichen, absieben dem warmen Badewasser hinzufügen.

Naturstandort
Das Tausendgüldenkraut ist in Europa nicht sehr häufig und steht unter Naturschutz. Es kommt zerstreut auf sonnigen, halbtrockenen bis frischen Wiesen und Waldlichtungen bis in Höhenlagen von gut 1200 m vor.

Anzucht
Ab April kann die Aussaat direkt im Beet oder Kübel ansäen. Im Haus ist die Anzucht aus Samen das ganze Jahr über möglich, wobei eine Vorkultur optimal ist, um die jungen Pflanzen später ins Freiland umzupflanzen. Streuen Sie das feine Saatgut einfach auf feuchtes Anzuchtsubstrat und bedecken Sie die Samen nur dünn mit Erde. Decken Sie das Anzuchtgefäß mit Klarsichtfolie ab, die Sie mit Löchern versehen. So ist die Erde vor Austrocknung geschützt. Alle zwei bis drei Tage sollten Sie die Folie für 2 Stunden entfernen. Das beugt einer Schimmelbildung auf der Anzuchterde vor. Stellen Sie das Anzuchtgefäß an einen hellen und warmen Ort mit 20 bis 25° Celsius und halten Sie die Anzuchterde feucht, aber nicht nass. Die Keimung erfolgt nach nach zwei bis vier Wochen und ab Mai können die Sämlinge dann in den Garten.

Standort
Tausendgüldenkraut steht am liebsten halbschattig bis sonnig und eher trocken als feucht.

Pflege
Als Heilpflanze werden alle getrockneten oberirdischen Teile der blühenden Pflanze verwendet. Die oberirdischen Teile der Pflanze werden abgeschnitten und zum Trocknen an einem luftigen, schattigen Ort, am Besten im Durchzug aufgehängt.

Winter
Die Pflanze ist völlig frostfest.

3,95 *

Wegwarte

Die mehrjährige Wegwarte ist eine wilde Verwandte des Chicorée-Salates. Sie blüht blau, seltener weiß im Sommer von Juli bis September. Die Blüten öffnen sich in den Vormittagsstunden, folgen der Sonne und schließen sich am frühen Nachmittag wieder. Die Wegwarte ist eine sehr alte Heilpflanze zur Magenstärkung. Erste Aufzeichnungen fand man auf ägyptischen Papyrusrollen. Aus ihrer Wurzel wird auch der bekannte „Muckefuck“ (französisch Mocca faux = falscher Kaffee) gewonnen. Wirkende Kräfte: Tees aus den Bestandteilen der Wegwarte werden gerne bei Reizmagen und Appetitlosigkeit empfohlen. Tee: Übergießen Sie 2 g getrocknete Wegwartenblätter mit Wurzeln mit 150 ml kochendem Wasser und gießen Sie den Tee nach 10 Minuten durch ein Sieb. Bei Appetitlosigkeit sollte man eine Tasse eine halbe Stunde vor der Mahlzeit, bei Verdauungsbeschwerden nach der Mahlzeit trinken. Teemischung: 2 TL Wegwarte, 2 TL Löwenzahn und 1 TL Pfefferminz mit 500 ml heißem Wasser übergießen und 3 Minuten ziehen lassen. In der Küche: Die Blätter sind roh ein herber Bestandteil für Wildkräutersalate und im gekochten Zustand eignen sie sich für Suppen und Gemüsebeilagen. Radicchio und Chicorée sind „nur“ Zuchtformen der Wegwarte. Muckefuck: Schneiden Sie die Wurzel in kleine Stücke und trocknen Sie sie im Backofen auf mittlerer Hitze. Rösten Sie die kleinen Stücke anschliessend langsam und ohne Fettzugabe in einer Pfanne. Jetzt können Sie die gerösteten Wurzelstücke mahlen und das Pulver anschließend wie Bohnenkaffee aufbrühen.

Naturstandort
Die Wegwarte ist in Europa und Westasien heimisch. 

Anzucht
Die Anzucht im Haus ist das ganze Jahr über möglich. Setzen Sie das feine Saatgut ein bis zwei Zentimeter tief in feuchte Kräuter- oder Anzuchterde. Decken Sie das Anzuchtgefäß mit Klarsichtfolie ab, die Sie mit Löchern versehen. So ist die Erde vor Austrocknung geschützt. Alle zwei bis drei Tage sollten Sie die Folie für 2 Stunden entfernen. Das beugt einer Schimmelbildung auf der Anzuchterde vor. Stellen Sie das Anzuchtgefäß hell und warm bei 20 bis 25° Celsius. Halten Sie die Erdoberfläche feucht (z.B. mit einem Wassersprüher), aber nicht nass. Ab Mai kann auch eine Aussaat im Freiland erfolgen.

Standort
Die Wegwarte liebt warme, vollsonnige Standorte mit einem eher trockenen, nährstoffreichen Boden.

Pflege
Die Wegwarte bildet eine tiefreichende Pfahlwurzel. Bei Kübelhaltung sollten Sie daher einen möglichst tiefen Topf wählen. Die Ernte beginnt im Juli und reicht bis in den Oktober. Blätter sollten Sie vor der Blüte sammeln. Die Wurzeln hingegen werden während der Ruhephase der Pflanze einfach aus dem Boden gezogen, anschließend gewaschen und in Stücke geschnitten. Sie können dann in der Sonne oder im Backofen bei mittlerer Hitze getrocknet und danach lichtgeschützt und trocken aufbewahrt werden.

Winter
Die Wegwarte ist winterhart und benötigt keinen besonderen Schutz.

3,95 *

Wermut

Berüchtigt wurde Wermut als Bestandteil des Modegetränks Absinth, das aufgrund seiner halluzinogenen Nebenwirkung in Europa im letzten Jahrhundert verboten wurde. Als Heilmittel wurde er vor allem durch seine historische Nutzung im Klostergärten bekannt. Die herb - würzig duftende Pflanze wächst als Strauch mit silbrig - grauen Blättern bis zu einer Höhe von 60 bis 100 cm und zeigt von Juli bis September gelbe, etwas unscheinbare Blütenrispen. Wermut gilt aufgrund seiner Bitterstoffe als Appetitanregend, Immunsystemstärkend, Durchblutungs - und Verdauungsfördernd. Daher wird er unterstützend bei Verdauungs-,Nieren-, und Leberbeschwerden empfohlen. Wermut sollten sie nicht bei Magen - oder Darmgeschwüren sowie während einer Schwangerschaft genießen. Übergießen Sie 2 Teelöffel getrockneter Wermutblätter mit 150 ml kochendem Wasser und seien Sie den Sud nach 10 Minuten Ziehzeit ab. Der bittere Geschmack überlagert schnell den eigentlichen Geschmack eines Gerichtes. Daher sollte man Wermut nur in sehr geringer Dosierung als Würzmittel bei Fleischgerichten verwenden.

Wermut findet man ursprünglich in den trockenen Gebieten Nordafrikas und Euroasiens sowie dem Mittelmeerraum.

Von Ende April bis Ende Mai ist die direkte Aussage an einem vollsonnigen Standort im Freien möglich. Drücken Sie die Samen nur leicht in die Erde und decken Sie sie nicht mit Erde ab, denn es handelt sich beim Wermut um einen Lichtkeimer. Alternativ kann die Aussaat auch zwischen Ende August bis September erfolgen, um eine Ernte im kommenden Jahr zu gewährleisten. Halten Sie den Boden feucht, aber nicht nass. Die Keimdauer beträgt zwei bis drei Wochen. Ab einer Größe von 5 cm können die Sämlinge pikiert und in einem Reihenabstand vom 50 cm sowie in der Reihe in einem Abstand von 30 cm gesetzt werden. Wermut bevorzugt einen sonnigen, warmen Standort in einer geschützten Lage und einen mageren, gut durchlässigen Boden wie zum Beispiel einen Steingarten. Aber auch eine Kübelhaltung ist problemlos möglich. Wermut ist robust und recht anspruchslos. Nur im Herbst können sie ihn durch eine Kompostgabe biologisch düngen. Er hat nur einen geringen Wasserbedarf. Zusätzliche Wassergaben sind deshalb nur an heißen Tagen notwendig. Die Pflanze wuchert gerne und sollte Ende Juli unbedingt zurückgeschnitten werden. Die Ernte kann von April bis zum Herbst erfolgen. Geerntet werden die frischen Blätter sowie die gelben Blütenrispen. Trocknen Sie das ausgebreitete Sammelgut bei maximal 35° C und bewahren Sie es lichtgeschützt in Papier - und Stoffsäcken auf. Wermut ist winterhart und muss nur bei Kübelhaltung ins Haus geholt werden. Er verholzt im Laufe der Zeit. Spätestens alle 4 Jahre sollte daher eine neue Aussaat oder eine Wurzelteilung erfolgen.

Aussaat
April - Mai / August - September

Ernte
April - September

Standort
sonnig

Höhe
60 cm - 100 cm

3,95 *

Wiesenschaumkraut

Das Wiesenschaumkraut zählt zu den heimischen Wildstauden. Im Frühjahr kann es ganze Wiesen in ein Blütenmeer verwandeln. Die Pflanze ist mehrjährig und wird blühend 30 bis 50 Zentimeter hoch. Ihre Blütezeit erstreckt sich von April bis Juni. Ihre pollen- und nektarreichen, weiß, hellrosa oder rosaviolett gefärbten Blüten werden gerne von Bienen, Schmetterlingen und anderen Insekten besucht. Nach der Blüte entwickelt sie schmale, aufrechte Schoten und kann ihre Samen über zwei Meter weit aus den Schoten herausschleudern. Der Frühlingsblüher eignet sich wunderbar als Schnittblume für Frühlingssträuße, sollte dann aber bereits im Knospenstadium geschnitten werden, da sie schnell verblüht. Das Verbreitungsgebiet reicht von Europa bis zur arktischen Klimazone in Nordasien und Nordamerika. Da Wiesenschaumkraut recht vermehrungsfreudig ist, reicht es zumeist, den Samen am besten im April an einem kühlen Standort auszusäen. Wiesenschaumkraut liebt einen halbschattigen Standort. Auf feuchten Böden verträgt sie aber auch volle Sonne. Wiesenschaumkraut benötigt einen feuchten und nährstoffreichen Boden. Die Wildstaude reagiert empfindlich auf Bodentrockenheit, aber auch auf Staunässe. Am richtigen Standort benötigt die Pflanze keine besondere Pflege. Nach der Blüte können Sie die Pflanzen zurückschneiden. Auf der Blumenwiese erfolgt der Schnitt automatisch mit dem ersten Rasenmähen. Ernte: Schneiden und bündeln Sie die Pflanze, wenn sie voll erblüht ist. Danach wird das Bündel zum Trocknen an einen halbschattigen Ort gehängt. Breiten Sie ein Tuch oder Papier darunter aus, um abgefallene Blüten aufzufangen. Die Lagerung kann dann gut in Papiersäckchen an einem kühlen und dunklen Platz erfolgen. Wiesenschaumkraut ist winterhart bis -28° Celsius. Schneiden Sie abgestorbene Pflanzenteile Im Spätwinter und nutzen Sie sie als natürlichen Winterschutz.

Standort:
halbschattig

Aussaat:
Im April an einem kühlen Standort aussäen

In der Küche:
Wirkende Kräfte: Die jungen Blätter der Heilpflanze haben einen leicht scharfen Geschmack, der der Kresse ähnelt. Das Aroma der unteren Blätter entfaltet sich kurz vor der Blüte; danach schmecken sie bitterer. Mit seinen wertvollen Inhaltsstoffen wie Senfölen und Vitamin C wirkt das Kraut krampf- und hustenlösend. Innerlich wird die Heilpflanze in der Naturmedizin bei chronischen Hautleiden, Asthma und starker Erregbarkeit angewendet. Als Tee zubereitet soll das Kraut zudem bei rheumatischen Beschwerden helfen und die Verdauung fördern. Tee: Übergießen Sie ein bis zwei Teelöffel Kraut oder Blüten mit 250 ml kochendem Wasser und lassen Sie den Sud vor dem Abseihen 10 Minuten ziehen. In der Küche: Im Frühjahr sind die jungen Blätter eine leckere Zutat für Wildkräutersalate, Suppen oder Kräuterbutter. Die Blütenknospen eignen sich besonders als essbare Dekoration für Dips oder Quark.

3,95 *