Malven im Garten: Aussaat, Anbau und Pflege

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Malven sind wunderschöne und nützliche Sommerblumen für jeden Garten. Von Sommer bis Herbst zaubern ihre großen Blüten herrliche Farbtupfer ins Grün. Als Bienenweiden bieten sie aber nicht nur Insekten reichlich Nahrung. Viele Sorten sind auch für uns genießbar!

Malven-Sorten

Malven (Malva) gehören zur Familie der Malvengewächse. Die Gattung umfasst etwa 30 verschiedene Arten in Europa und Nordamerika. Je nach Art und Sorte sind die Pflanzen zwischen 30 Zentimeter und 1,20 Meter hoch, mehr- oder einjährig. Malven erkennst du an ihrem aufrechten Wuchs und ihren gelappten dunkelgrünen Blättern, die an langen Stielen wachsen. Die Blüten blühen in den Blattachseln. Die Blütenkelche sind je nach Sorte weiß, rosafarben oder violett.

Weit verbreitet an Wiesen- und Wegesrändern ist die Wilde Malve (Malva sylvestris). Sie ist auch als Feldmalve und Käsepappel bekannt – wahrscheinlich weil ihre Samen an kleine Käselaibe erinnern. In der Heilkunde wird sie als Heilpflanze geschätzt: Ihre Blätter und Blüten enthalten Stoffe, die bei Problemen mit den Schleimhäuten helfen sollen.

Die Blüten der Rosen-Malve (Malva alcea) blühen rosafarben und erinnern tatsächlich an wilde Rosen. Auch ihre Blüten gelten – wie die der Wilden Malve – als essbar und bieten Insekten von Juni bis in den Herbst hinein reichlich Nahrung. Toll in der Vase macht sich die Bechermalve (Lavatera trimestris). Wenn du den Duft von Moschus magst, sollten Moschus-Malven (Malva moschata) in deinem Garten nicht fehlen. Besondere Hingucker sind die großen Stockrosen (Alcea rosea), die ebenfalls zu den Malvengewächsen zählen.

Hierzulande im Garten noch eher selten ist die chinesische Gemüsemalve (Malva verticillata). Ihre gekrausten Blätter und ihre Knospen kannst du wie Spinat zubereiten, aber auch trocknen oder braten.

Malven aussäen und vorziehen

Malven kannst du ab Ende April direkt im Garten aussäen oder ab März in kleinen Töpfen auf der Fensterbank vorziehen. Säe die Samen etwa einen Zentimeter tief aus. Bei Temperaturen zwischen 15 und 20 Grad Celsius keimen sie nach etwa ein bis zwei Wochen. Die Jungpflanzen kannst du ab Mai ins Beet setzen. Je nach Größe empfehlen wir einen Abstand von mindestens 30 mal 30 Zentimeter.

Standort und Pflege

Malven mögen es am liebsten möglichst sonnig und windgeschützt. An den Boden stellen sie keine einheitlichen Ansprüche. Gerade die Wildsorten kommen sowohl mit magerem als auch mit nährstoffreichem Boden zurecht. Grundsätzlich sollte er durchlässig und tiefgründig sein: Malven bilden Pfahlwurzeln, die tief ins Erdreich reichen. Am besten schaust du auf der Verpackung nach, welcher Standort der richtige für deine Malve ist.

Gieße die Pflanzen regelmäßig, damit sie nicht austrocknet. Staunässe vertragen Malven jedoch nicht. Ansonsten sind die Sommerblumen recht unkompliziert und robust, wenn sie am richtigen Standort wachsen. Bei zu feuchter Witterung können sie Malvenrost bekommen. Auch Blattläuse können Probleme bereiten. Einige Sorten wie die Bechermalve sind bei Schnecken beliebt. Im Herbst können sich Malven leicht selbst aussäen.

Ernte und Verwendung

Bei essbaren Sorten wie der Wilden Malve und der Chinesischen Malve kannst du ab Juni Blätter und Blüten ernten. Sie schmecken im grünen Salat, lassen sich aber auch wie Spinat zubereiten. Die Blüten eignen sich für Desserts. Zudem kannst du frische und getrocknete Blätter und Blüten wie Tee aufgießen. Malven sollen unter anderem bei Entzündungen der Schleimhäute oder Husten helfen.

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