Ostergras und Osterkranz machen Ostern erst komplett

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Gefärbte Eier und der Sinn vom Ostergras

Gefärbte Eier, gibt’s bei uns das ganze Jahr. Der Osterhase braucht also nichts mehr färben 😉.

Das Ostergras hat eine andere symbolische Bedeutung.  Den Ursprünglich ist das Säen vom Ostergras ein alter Brauch aus Polen. Es steht für den Neubeginn und den Anfang des Frühlings. Aus dem dunklen Saatgut wächst leuchtend grünes, frisches Gras. Grün ist außerdem die Farbe der Hoffnung und der Zuversicht. Früher verwendete man das Gras um Ungeziefer aus dem Bettstroh zu bekommen. Auch fütterte man es an die Kühe. Die Menschen glaubten, das zarte Gras förderte die Geburten der Tiere.

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Außerdem macht es Groß und Klein wirklich riesigen Spaß dem Gras beim Wachsen zuzuschauen. Ihr vermeidet unnötiges Plastik (Verpackung von künstlichem Ostergras) und könnt es später für Tiere nutzen. Nach dem Winter wirkt das satte Grün einfach viel erfrischender, wie z.B. Heu. Wird das Getreidegras nicht mehr fürs Osternest gebraucht, lässt es sich super verwerten. Ihr könnt es einfach in einem Saft oder Smoothie aufessen bzw. trinken. Oder aber auch in den Garten pflanzen und im Herbst eine eigene Getreideernte einfahren. Auch Meerschweinchen, Hamster oder Ziervögel freuen sich über das frische Getreidegras. Katzen und Hühner mögen es auch. Mögt ihr keine Getreidegräser und habt keine Tiere? Dann mein letzter Tipp zur Verwertung: Das Gras trocknen und einfach zum basteln benützen.

(Bild: Theresia Kleinert)

Anzucht von Ostergras

Das Ostergras ist ähnlich einfach anzubauen, wie Kresse. Zum Säen von Ostergras werden meist Getreidesorten, wie Weizen, Dinkel, Gerste oder Hafer benutzt. Hafer keimt besonders schnell, eignet sich also für eine total spontane Aussaat knapp vor Ostern. Zum besseren Keimen empfehle ich euch die Saat über Nacht in Wasser einzulegen/ zu aktivieren.

Wollt ihr das Gras als Unterlage im Osternest nützen, solltet ihr 21-28 Tage vor Ostern säen. Hierbei würde ich lieber etwas zu früh säen als zu spät. Hat das Gras schon vor Ostern die richtige Länge, solltet ihr es kühl und hell stellen. Natürlich lässt sich das Ostergras auch mit einer Schere etwas kürzen (quasi ein Tischrasenmäher) 😊. Die optimale Keimung erzielt ihr bei einer Temperatur vom 15- 18 °C. Die Ostergras Samen werden oberflächlich in feuchte Erde gestreut. Das Ostergras ist anspruchslos, was die Erde betrifft. Torffreie Erde reicht völlig aus. Ihr könnt aber als Anzuchtunterlage, wie bei Kresse, auch Baumwoll-Watte, Gläser, Untersetzer, leere Eierschalen oder ein Küchentuch benützen. Die Anzucht gelingt nahezu in jedem Gefäß. Einmal durch Wasser aktiviert solltet ihr die Samen stets feucht halten. Staunässe mag auch das Ostergras nicht, zum Gießen verwende ich, wie bei der Gemüseanzucht, einen Wasser Sprüher. Das Gras mag eine helle, nicht zu warme Fensterbank zum Wachsen.

Osterzweige

Osterzweige gehören mit zu den wunderschönen Osterbräuchen. Sie symbolisieren das Leben durch das Aufblühen der Knospen. Das Entstehen des Lebens wiederum, wird durch das säen des Samens vom Ostergras symbolisiert. Die Osterzweige werden traditionell am Gründonnerstag geschnitten. Diese verweilen dann bis am Ostersonntag in einer Vase im Haus. Hierbei sollen die Blätter austreiben (Frühjahrs- und Lebenssymbol). Dafür eignen sich wunderbar Äste von Birke, Kirsche, Haselnuss oder ganz katholisch traditionell gehalten Palmkätzchen. Am Ostersonntag werden die Äste dann mit bunten Eiern geschmückt.

(Bild: Theresia Kleinert)

Osterkranz

Kränze im Allgemeinen stecken voller mythischer Bedeutung. Sie werden, einem Zopf ähnlich geflochten und besitzen weder symbolisieren sie die Unendlichkeit und das Endlose. Sie verkörpern den ewigen, immer wiederkehrenden Kreislauf der Natur, Tag und Nacht oder auch die der wiederholenden vier Jahreszeiten.

Für die Osterkränze eignen sich super dünnere Äste von der Birke. Die dünnen Astspitzen der Birke haben eine unfassbare, wunderschöne und spirituelle Bedeutung und eignen sich hervorragend dafür. Man sagt, sie steht zwischen den Welten (Unterwelt, Erde und Himmel). Nah am Wasser Element stehend, bringt sie alles in den Fluss. Die Zweige dienten früher als Fruchtbarkeitssymbol und wurden oftmals vor der Stalltüre aufgehängt. Gleichzeitig steht der Baum durch ihre zarte, feine Erscheinung für Frühling, Neubeginn und Jugend. Es heißt, wer sich mit dem Rücken an eine Birke lehnt, spürt dessen kräftige mütterliche und fürsorgliche Energiewellen. Dazu sollen Birkenastbündel Häuser und Hütten vor jedem bösem Zauber schützen.

Wir schmücken den Birken-Osterkranz zusätzlich mit Moos, dies hat die Bedeutung für fruchtbares Wachstum. Dies ist immergrün und unterstreicht den Frühlingsbeginn zusätzlich mit Farbe und seiner robusten Art. Dem Schmücken des Osterkranzes sind keine Grenzen gesetzt. Gefärbte Eier, bunte Hühnereier, Palmkätzchen oder Osterhasen sind oftmals eine beliebte Dekoration. Wir mögen es eher schlicht und natürlich, andere lieber bunt und sehr geschmückt. Der Osterkranz lässt sich entweder an die Türe hängen, oder er schmückt den Tisch im Esszimmer. Liegend auf dem Tisch, lässt sich das innere des Kranzes wunderbar mit Ostergras oder bunten Kresse-Eiern dekorieren. Auch kombiniert mit Frühblühern, wie Osterglocken oder Tulpen macht der Osterkranz einiges her.

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