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Open Source Seeds – Saatgut für Alle!

Open Source revolutioniert nicht nur die Software-Welt, sondern auch den Gartenbau. Die Initiative Open Source Seeds bringt Saatgut zurück in die Hände der Gemeinschaft und kämpft gegen Monopole im Saatgutmarkt. In diesem Beitrag erfährst du, warum offene Samen zukunftssicher, vielseitig und nachhaltig sind, und wie sie Landwirten weltweit helfen können. Lass dich von der Bewegung inspirieren und entdecke, wie du selbst Teil dieses Wandels werden kannst!

Vielleicht hast du schon mal von Open Source gehört: Bisher war das vor allem im Software Bereich ein großes Thema. Doch nun geht es auch über in den Garten und auf den Acker. Eine kleine Saatgut-Revolution startet mit der Initiative Open Source Seeds. Sie will Saatgut wieder zu einem Gemeingut für Alle machen. Spannend oder?

Warum brauchen wir Open Source Saatgut?

Der Saatgut-Markt hat sich in den vergangenen Jahren extrem verändert. Wo früher viele kleine Saatguthersteller waren, die Bauern und Gärtner ihr Saatgut selbst vermehrt und getauscht haben stehen nun fünf Großkonzerne an der Spitze, die schier alles dominieren und lizenzieren. Saatgut darf oder kann nun häufig gar nicht mehr vermehrt werden.

Immer wieder spielt hier das Stichwort „F1“ oder “Hybride” eine große Rolle. Wir möchte es aber ein wenig differenzierter betrachten und das nicht grundsätzlich verteufeln. In unseren Privatgärten kann es schonmal vorkommen, dass man sich für eine F1 Paprika entscheidet, da man eine hohen Ertrag möchte, eine Sicherheit, dass es auch wirklich etwas wird. An sich haben F1-Hybride auch erst einmal gar nichts mit dem Thema Bio oder Nicht-Bio zu tun und bedeuten auch nicht, dass das Saatgut gentechnisch manipuliert wurde. Es handelt sich dabei um ein seit Jahrzehnten angewendetes Selektions- / Zuchtverfahren (mehr dazu in unserem Beitrag Was sind eigentlich F1-Hybride?). Der große Nachteil von F1-Hybriden ist jedoch, dass sich aus den Pflanzen nicht wieder Saatgut gewinnen lässt, dass alle Eigenschaften der Mutterpflanze hat.

Uns treibt das nicht gleich in den Ruin oder in eine Abhängigkeit von Großkonzernen. In unserem Einkaufswagen wandern schließlich auch nicht immer nur regionale, biologische und saisonale Lebensmittel. Wir aber haben die Wahl.
Wem die Lizenzierung von Saatgut jedoch schwer trifft sind die Landwirte. In der westlichen Welt ist dieser Zweig mittlerweile auch einer großen Veränderung unterworfen. Kleine Höfe gibt es kaum mehr, dagegen ist Landwirtschaft zu einer Industrie geworden. Ein Umdenken ist längst nötig. Noch viel stärker haben Bauern in sehr armen Ländern mit der Abhängigkeit von Saatgutkonzernen zu kämpfen. Hohe Kosten für das Saatgut, dass jährlich komplett neu gekauft werden muss, der Einsatz von Pestiziden, der mit vielen Sorten einhergeht – all das ist verheerend.

Die Entwicklung hin zu Saatgut-Monopolen bedroht unsere Ernährungssicherheit und die Fähigkeit der Landwirtschaft, sich an den Klimawandel anzupassen

Was ist der Vorteil von Open Source Sorten?

Es ist ein Weg, Saatgut rechtlich vor Patenten und Sortenschutz zu bewahren, die Biodiversität zu fördern und für den Klimawandel gewappnet zu sein . Open Source Saatgut ist zugänglich für jedermann. Das Saatgut kann ohne Einschränkung vervielfältigt, verkauft, weitergegeben oder bearbeitet werden. Die Lizenz erlaubt neuen Nutzern, von den gleichen Rechten zu profitieren wie die vorherigen Besitzer.

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Weitere Informationen

Die Sorten

Bisher gibt es vier Sorten, die unter dem Label “Open Source Seeds” erhältlich sind: Winterweizen Bäckerglück, Tomate Sunviva, Sommerweizen Convento C, Winterweizen Nudelwunder.

Die Organisation unterstützen:

•Open Source Sorten kaufen und weitergeben und über darüber Freunden, Bekannten, Kollegen erzählen.

•Potentiellen Partnern in Vertrieb und Züchtung vom Projekt erzählen und sie mit uns in Verbindung bringen

•Für die Arbeit von Open Source Seeds spenden, damit noch mehr Sorten entwickelt werden können.

Hier findest Du noch mehr Infos

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2 Kommentare
  • Kerstin sagt:

    Das ist eine ganz, ganz tolle Initiative!

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