Bärlauch-Blüte, Tomaten pflanzen und Dünger zum selbst machen….

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(Bild: Theresia Kleinert)
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Sieht dieser Bärlauch-Stern-Urwald nicht unverschämt gut aus? Der Bärlauch ist DAS Frühjahrskraut. Er eröffnet das neue Gartenjahr. Nun verabschiedet er sich langsam, steht in voller Blüte, es wird endlich Sommer.

Immer noch könnt ihr, Blüte, Knospen und Blätter essen. Bärlauch wirkt schwermetall- und strahlenausleitend. Zusätzlich füllt er den Körper mit neuen Mineralstoffen auf. Aus den noch geschlossenen Knospen könnt ihr eingelegte „falsche“ Kapern machen. Sie schmecken ähnlich wie die Knospen des Schnittlauches. Wir essen sie gern frisch im Salat. Die anderen lassen wir ausblühen und nutzen sie zur Saatgutgewinnung. Die Natur verteilt die feinen, schwarzen Saatgutkügelchen mit Hilfe des Windes von allein. So wird der Bärlauch-Teppich noch dichter. (Bärlauch solltet ihr nur an Stellen ernten, wo sicher keine Verwechslungsgefahr zu Maiglöckchen besteht. Alternativ könnt ihr Saatgut säen oder Pflanzen tauschen/kaufen).

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Auch der Tomaten- Dschungel möchte endlich in größere Töpfe und andere Erde. Sie mussten nun länger als sonst im Gewächshaus bzw. im Treppenhaus am Fenster auf die richtigen Temperaturen und meine nötige Zeit warten. Dieses Jahr habe ich fast 60 Tomaten. Völlig verschiedene Sorten, Farben und Formen. Wildtomaten, Kirschtomaten, Fleischtomaten, Cherrytomaten und Buschtomaten, eigentlich von allem etwas. Am meisten freue ich mich ganz besonders auf eine Variegated Sorte. Diese zeig ich euch in den nächsten Bildern. Durch unseren Ortswechsel haben sich die Sachlagen verändert. So bepflanze ich dieses Jahr 2 Gewächshäuser weniger an. Die Tomaten kommen so alle in Töpfe oder auch in Blumenkästen ums Haus herum. Dort sind sie geschützt vor Regen durch ein großes Vordach und bekommen trotzdem zusätzliche wärme durch die Hauswände. Die Wildtomaten lasse ich hängend in den Blumenkästen wachsen. Ins Gewächshaus kommen Gurken und Paprika. Nun zeige ich euch genau, worauf ihr beim „Finale Pflanzen“ (Pflanzen in die End Töpfe/Beete) der Tomaten achten müsst.

(Bild: Theresia Kleinert)

Finale Pflanzen, das heißt die Tomaten raus an ihren endgültigen Platz pflanzen. Anderes Gemüse? Worauf achten? Das könnt ihr in Resi’s Gartenbiachle lesen. Bei Tomaten bildet die Basis die Mischung der Erde. Diese besteht zu gleichen Teilen aus reifer Komposterde und gut abgelagertem Pferdemist. Tomaten sind Starkzehrer, so ist der Nährstoffbedarf gut abgedeckt. 3 Dinge gehören bei mir unbedingt zum Pflanzen von Tomaten. Schafswolle, Brennnesseln und Rasenschnitt. Hier seht ihr meine diesjährige Überraschungssorte, die Yellow Suprise Variegated. Sie soll bis zu 1,30m hoch werden und goldgelbe, rot melierte süße Früchte tragen. Die Blätter allein sehen schon unfassbar hübsch aus.

(Bild: Theresia Kleinert)

Natürliche, unbehandelte Schafswolle. Sie dient als langsam sich zersetzender Dünger, Wasserspeicher und wärmt die Wurzeln zusätzlich. Denn Tomaten mögen keine kalten, nassen „Füße“, sprich Wurzeln. Ich bette die Wurzeln in die Wolle ein.

(Bild: Theresia Kleinert)

Kleingeschnittene Brennnesselblätter/Spitzen ohne Samen dienen ebenfalls als Stickstoffdünger. Sie wärmen und zersetzen sich langsam. So müsst ihr selten nachdüngen.

(Bild: Theresia Kleinert)

Den Rasenschnitt benutze ich als Mulchmaterial. Dieser wird über die Erde, 5-10cm gestreut. So schützt ihr die Erde vor zeitigem austrocknen und verhindert Unkrautwuchs. Diese Mulchschicht könnt ihr alle paar Wochen auffüllen und erneuern. So spart ihr zusätzlich Wasser und müsst den Rasenschnitt nicht zum Bauhof bringen. Keine Angst, dieser stinkt genauso wenig, wie abgelagerter Pferdemist oder reife Komposterde.

(Bild: Theresia Kleinert)

Zum Unterpflanzen eignet sich bei Tomaten wunderbar Basilikum. Er sorgt für einen noch besseren Geschmack. Niedrige Tagetes sorgen für eine gutes Bodenklima und halten Schädlinge fern. Solch gute und schlechte Nachbarn könnt ihr auch in meinem Buch nachlesen.

(Bild: Theresia Kleinert)

Zum Schluss solltet ihr die Tomaten reichlich angießen, so legt sich die neue Erde gut um die Tomatenwurzeln. Unsere Lotte hatte wohl noch größeren Durst als die Tomaten. 😊Ich gieße alle Pflanzen nach dem Umtopfen oder Finale Einpflanzen an. Einen Tomatenstab bringe ich später an, wenn die Pflanzen größer sind. Durch regelmäßiges Durchstreifen der Blätter und Stängel bekommen sie einen stabilen Hauptstamm und benötigen länger keinen Stab. Gedüngt wird erst, wenn die Blätter heller werden. Die Tomaten haben oftmals einen Pflanzschock und benötigen etwas Zeit, um sich wieder zu festigen. Ihr solltet nicht an zu heißen Temperaturen umpflanzen und die Tomaten nach dem Pflanzen eher schattig stellen.

(Bild: Theresia Kleinert)

Dünger selbst herstellen …

Aus getrocknetem Kaffeepulver und ausgewaschenen Eierschalen könnt ihr einen Easy-Peasy Langzeitdünger herstellen. Ich wasche die Eierschalen aus, lasse sie trocknen und mahle sie dann zusammen mit dem Kaffeepulver in einem Mörser. Grundsätzlich gilt, je feiner, umso schneller wirkt der Dünger. Anschließend arbeite ich ihn portionsweise in die Erde ein.  Diesen Dünger könnt ihr auch für Beerensträucher nutzen.

(Bild: Theresia Kleinert)

Flüssigdünger habe ich ähnlich wie ein grüner Smoothie hergestellt. Dafür gebt ihr Brennnesseln, Beinwellblätter mit Knoblauch und Wasser in den Mixer. Ihr könnt ihn mit Grün gleich als „Pflanzen-Booster“ um die Pflanzen geben oder ca. 1 Woche ziehen lassen. Hierbei solltet ihr 1mal tgl. umrühren oder die Flasche schütteln. Habt ihr diese verschlossen, öfters öffnen. Der Dünger beginnt manchmal zu gären. Das Gemisch absieben und den Flüssigdünger zum Gießwasser hinzugeben. Wie sagt man bei uns => OBACHT!!! Stinkt nicht schlecht, aber Pflanzen lieben es. 😊

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