Lauch: Tipps zu Anbau, Pflege und Ernte

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Lauch

Lauch ist unter vielen Namen bekannt. Einige kennen das Gewächs mit der botanischen Bezeichnung Allium porrum sicherlich auch als Porree. Gemeint ist aber dieselbe Pflanze. Egal wie du sie nennst: Lauch sollte in deinem Garten nicht fehlen. Er ist ein ideales Gemüse für die zwei Jahreshälfte, gilt als pflegeleicht und aufgrund seiner Inhaltsstoffe obendrein noch als sehr gesund!

Lauch-Sorten

Lauch stammt vermutlich aus dem Mittelmeerraum. Die bis zu 80 Zentimeter große Pflanze gehört zu den Zwiebelgewächsen und ist verwandt mit Knoblauch und Zwiebel. Die Sorten unterscheiden sich anhand ihrer Erntezeit in Sommer-, Herbst- und Winter-Lauch. Optisch gesehen bilden frühe Sorten eher lose Schäfte, die hellgrauen bis blaugrünen Blätter sind oft auch viel heller bei späteren Typen. Viel wichtiger ist: Winterlauch kommt auch mit Kälte zurecht. Sommer-Porree wie Erik solltest du also vor dem ersten Frost ernten. Sorten wie Blaugrüner Winter oder Avano kannst du hingegen im Beet überwintern, wenn es nicht wochenlang friert.

Lauch aussäen und vorziehen

Lauch kannst du sowohl vorziehen als auch direkt aussäen. Gerade bei frühen Sorten bietet es sich an, die Pflanzen auf einer hellen Fensterbank oder im warmen Gewächshaus vorzuziehen. Je nach Sorte säst du dafür ab Februar die Samen ein bis zwei Zentimeter tief in flache Saatschalen. Die Keimdauer kann bis zu 14 Tage betragen. Denke daran, die Pflanzen zu pikieren, wenn du zu dicht ausgesät hast.

Wenn die Pflanzen etwa so dick wie ein Bleistift sind, können sie ab Mai in den Garten umziehen. Setze den Lauch senkrecht in das Pflanzloch. Die Blattachseln dürfen nicht mit Erde bedeckt sein! Der Abstand zwischen den einzelnen Pflanzen sollte 15 Zentimeter betragen, damit sich die Stangen gut entwickeln können. Die Reihen sollten 20 bis 30 Zentimeter Abstand zueinander haben.
Ab April kannst du Porree auch direkt ins Beet aussäen. Bei Wintersorten kannst du bis Juni direkt aussäen. Hier kommen die Jungpflanzen bis Anfang August noch ins Beet.

Standort und Pflege

LauchPorree braucht einen geschützten, sonnigen bis halbschattigen Platz im Garten. Ein tiefgründiger, nährstoffreicher Boden ist für ihn ideal. Lauch gehört nämlich zu den Mittelzehrern und gilt als anspruchsvoller als Zwiebeln. Daher solltest du ihn den Sommer über immer wieder mal düngen – am besten mit Flüssigdünger, denn er braucht ohnehin ausreichend Feuchtigkeit um zu gedeihen.

Häufle Lauch regelmäßig an, damit er lange, weiße Schäfte bildet. Wie beim Anpflanzen musst du aber auch hier darauf achten, dass du die Blattachseln nicht mit Erde bedeckst.
Probleme können Lauchmotten, Lauch- und Zwiebelfliegen sowie Pilzkrankheiten wie Porreerost bereiten. Ist der Winter sehr streng, empfehlen wir dir, auch winterharten Lauch mit einem Vlies abzudecken. Im zweiten Jahr bildet die Pflanze eine hübsche kugelförmige Blüte aus, die viele Insekten anzieht. Genießbar sind die Blätter dann allerdings nicht mehr.

Ernte, Verwendung und Konservierung

Je nach Sorte und Pflanzzeit kannst du Porree ab Juni ernten. Hole dafür die Stange samt Wurzeln aus dem Boden. Sommerlauch solltest du spätestens vor dem ersten Frost ernten, da er nicht winterhart ist. Winterlauch kannst du entweder im Beet überwintern oder samt Wurzeln ausgraben und in einem Frühbeet oder einer frostfreien Kiste einschlagen. Ernten kannst du ihn von September bis März.

Frischer Sommerlauch eignet sich roh für Salate und Quark. Grundsätzlich kannst du das feinwürzige und leicht süßlich schmeckende Gemüse als Beilage, für Suppen und Eintöpfe, Aufläufe oder herzhafte Kuchen und Quiche verwenden. Übrigens: Nicht nur der weiße Schaft, auch das Grün kannst du zum Teil noch verarbeiten!
Ernte Porree grundsätzlich nur, wenn du ihn auch verarbeiten willst. Du kannst ihn zwar auch einfrieren oder einlegen. Frisch schmeckt er aber nicht nur am besten, auch die gesunden Inhaltsstoffe bleiben erhalten. Porree enthält nämlich eine Reihe an ätherischen Ölen, Mineralstoffen und Vitaminen, die unter anderem das Immunsystem stärken und verdauungsfördernd, schleimlösend und entschlackend sein sollen.

Unser Tipp, falls du keinen Garten oder keinen Porree mehr hast: frische Lauchsprossen! Die lassen sich ganz einfach auf der Fensterbank ziehen.

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