Knoblauch: Tipps zu Anbau, Pflege und Ernte

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Knoblauch stecken

Knoblauch wird wegen seines Geruchs oft als unangenehm empfunden. Dennoch ist er in vielen Küchen unverzichtbar – und das nicht nur, weil er aufgrund seiner Inhaltsstoffe als ungemein gesund gilt und zu den ältesten Naturheilmitteln der Welt zählt. Er eignet sich auch für die Mischkultur und lässt sich am richtigen Standort recht einfach anbauen. Gute Gründe also, um sich Knoblauch in den eigenen Garten zu holen! 

Knoblauch-Sorten

Knoblauch (Allium sativum) ist eine Lauch-Art, zu der unter anderem auch Bärlauch, Lauch, Schnittknoblauch und Zwiebeln gehören. Vermutlich stammt er ursprünglich aus Zentralasien, ist aber schon seit dem Altertum auf dem europäischen Kontinent bekannt.

Die in der Regel zweijährige Pflanze kann bis zu einem Meter hoch werden. Auch wenn das Grün grundsätzlich essbar ist, verwenden wir in der Regel Zehen, die in der Erde eine Zwiebel bilden. Sie können je nach Sorte weiß, rosa oder violett sein. 

Fachleute unterscheiden grundsätzlich zwei Varianten: Der Kulturknoblauch (Allium sativum var. sativum) wächst gerade und hat in der Regel weiche Blätter. Er ist hierzulande weiter verbreitet als der Schlangenknoblauch (Allium sativum var. ophioscorodon). Dieser Knoblauch hat härtere Blätter, die gedreht in die Höhe wachsen. Seine Zehen sind zwar oftmals größer, gelten aber als nicht so lagerfähig wie die es Kulturknoblauchs.

Knoblauch stecken

Knoblauch kannst du zwei Mal im Jahr stecken: im Herbst und im Frühjahr. Viele Gartenprofis empfehlen, Knoblauch im Herbst zu setzen. So kann er im Frühjahr schneller austreiben und größere Zwiebeln ausbilden.

Knoblauch wird vegetativ vermehrt, indem du einzelne Zehen steckst – je nach Witterung im September und Oktober beziehungsweise im März und April. Die Zehen sollten gesund und einen Durchmesser von einem Zentimeter haben. Stecke sie mit dem flachen Ende nach unten etwa fünf Zentimeter tief in die Erde. Der Abstand sollte zehn bis 20 Zentimeter betragen. Etwas angießen – und abwarten!

Standort und Pflege

Knoblauch mag es sonnig und warm – wähle daher den Standort im Garten entsprechend aus. Der Boden sollte leicht, nährstoffreich, locker und gut durchlässig sein, da die Zehen bei Staunässe zum Faulen neigen. 

knoblauch stecken

Knoblauch ist sehr pflegeleicht. Er benötigt kaum zusätzlichen Dünger, nur ausreichend Wärme und ein wenig Feuchtigkeit um zu gedeihen. Allerdings ist auch er nicht vor Krankheiten und Schädlingen gefeit: Problematisch können Viruskrankheiten, Fäule, die Knoblauchfliege und Zwiebelrost sein. 

Ab Mai bildet Knoblauch kleine Brutknollen oder Blüten aus. Die Blüten sind in der Regel steril, die Brutknollen kannst du setzen.

Unser Tipp: Knoblauch musst du nicht in einem eigenen Beet anbauen. Er eignet sich als Mischkultur, da er Pilzkrankheiten, aber auch Mäuse und Schnecken fernhalten soll.

Ernte und Verwendung

Knoblauch kannst du in der Regel ab Juli ernten – je nachdem, wann du ihn gesteckt hast. Sobald das Laub zur Hälfte trocken und welk ist, kannst du die Zwiebeln vorsichtig ausgraben oder aus der Erde ziehen. Da die Knollen anschließend von Erde befreit und luftig getrocknet werden sollen, ist ein sonniger Tag ideal für die Ernte.

Ungeduldige können unreifen, grünen Knoblauch auch schon im späten Frühjahr ernten. Er ist milder im Aroma, allerdings nicht lange haltbar. Verbrauche ihn daher schnell und bewahre ihn im Kühlschrank auf. Übrigens: Auch die Blätter und die Brutzwiebeln gelten als essbar.

Mit seinem scharfen, würzigen Geschmack findet sich Knoblauch in nahezu allen Küchen der Welt wieder. Fein geschnitten oder gehackt kannst du ihn für Knoblauchbutter und Salat verwenden, für herzhafte Wok-, Fleisch- und Nudelgerichte, Suppen und Eintöpfe oder ihn als Chutney einmachen.

Getrocknet und zu Zöpfen gebunden kannst du Knoblauch viele Monate konservieren. Bewahre ihn an einem kühlen und trockenen Ort auf. Sollten die Zehen austreiben, kannst du sie wieder in die Erde stecken.

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