Januar – Paprika & Chili keimen, Physalis wird ausgesät

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Die Paprika & Chilis wachsen (naja, die meisten)

Die Paprika spitzeln so langsam schon aus der Erde. Die Keimlinge haben sich wunderbar am warmen Kachelofen entwickelt. Der teuerste Chili der Welt, die Charapita ist leider noch nicht wirklich gekeimt. 1 Keimling brach durch die Erde, dieser ist leider anschließend vertrocknet. Ich weiß ehrlich gesagt nicht woran es lag. Die anderen Paprikakeimlinge sehen wunderschön aus. Ich habe schon davon gehört, dass diese Sorte keine besonders gute Keimrate hat. Aber nur Mut, ich habe diese Sorte noch einmal gesät. Da ich bedeutend früh dran bin, habe ich dafür noch genug Zeit. Irgendwie sind mir gleich nochmal ein paar andere Paprikasamen in die Nachbartöpfe gefallen (alte Gärtnerkrankheit 😉). Ich finde Paprika sind eher anfällig und deshalb säe ich meist mehr aus, das es auch ja genug fürs Gewächshaus werden. Zuviel gibt’s ja bei Paprika nicht. Eine selbst geerntete Paprika ist meiner Meinung nach der Lottogewinn unter dem eigenen Gartengemüse😉. Paprika lassen sich auch gut im Topf auf der Terrasse an der Hauswand, Balkon oder Dachterrasse anbauen. Bis Keimblätter zu sehen sind, solltet ihr darauf achten, dass die Erde stets feucht bleibt. So trocknen die keimenden Samen nicht aus und können bei optimalen Bedingungen keimen.

Eine Folie mit kleinen Löchern für Sauerstoff über die Anzuchtstöpfe gespannt, fördern das Wachstum zusätzlich. Dies wirkt wie ein Minigewächshaus und schützt den Boden etwas vor einem Trauermückenbefall. Trotzdem solltet ihr 1mal täglich kurz lüften und die Folie abnehmen.

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Einige Keimblätter spitzeln schon aus der Erde. Vorfreude pur! 😊 Sind die Keimblätter sichtbar, solltet ihr die Pflänzchen etwas kühler und hell stellen. Zu warm und zu dunkel, lässt die Keimlinge schießen. Vielleicht kennt ihr das? Sie werden langstielig haben kaum Blattkopf und kippen später zur Seite, bis sie zum Schluss schließlich eingehen. Deshalb wandern sie bei mir auf eine kühlere Fensterbank im Büro und Treppenhaus. Morgens nutze ich die Lichtquellen, die ich für meinen Tagesablauf benütze und stelle die Keimlinge einfach auf den Esstisch. Mit diesem einfachen Trick bekommen die Keimlinge mehr Licht, gleichzeitig spare ich mir künstliches Anzuchtlicht.

Physalis

Physalis sind mit Kindern sowie Wildtomaten ein absolutes Must-have im Garten. Es ist wohl mit Heidelbeeren, das beliebteste Obst aus dem eigenen Garten bei meinen Kindern. Mit 4 Personen und hungrigem Besucher/innen haben wir meist um die 4-6 Pflanzen. Dieses Jahr versuche ich 2 verschiedene Physalis Sorten. Die Ananaskirsche bauen wir jedes Jahr an. Erfahrungen nach keimen Physalis eher langsam. Sind sie aber erst gekeimt und kleine Jungpflanze, explodieren sie förmlich im Wuchs. Die Ananaskirsche ist mit ihren bis zu 70cm Wuchshöhe eher eine kleinbleibende Physalis. Die Früchte sind gold-gelb und etwa so groß wie eine Weintraube. Im ausgereiften Zustand ist ihr Geschmack sehr süsslich- fruchtig. Bei der Ananaskirsche fallen die reifen Früchte von der Pflanze. Dann sind sie völlig ausgereift. Ich mulche die Pflanzen immer gut, dann liegt keine Physalis in der direkten Erde. Durch ihren kompakteren Wuchs benötigt die Ananaskirsche nicht so lange wie größere Physalis. Auch für den Topf geeignet, so wachsen sie auch gut auf dem Balkon, Dachterrassen oder auf Terrassen, ohne Beeteinfassungen.

Die andere Sorte wird die getauschte Beas Dicke sein. Sie ist wohl die „große Schwester“ der Ananaskirsche und wird wohl bis zu 1,50m hoch und benötigt viel Platz. Die Früchte werden doppelt so groß. Ich bin gespannt, ob die Früchte völlig reif werden. Je nach Keimrate werde ich Pflanzen in Beete direkt in die Erde und Pflanzen in Töpfen ziehen.

(Bild: Theresia Kleinert)

Auch die Physalis bade ich 24-48 Stunden in einem Sud. Dies stärkt die Samen und regt zum Keimen an. Diese sind Lichtkeimer, sie werden nur mit wenig Erde bedeckt.

Keimfähig oder nicht, lässt sich hier leicht prüfen. Das Saatgut, das im Wasserbad nach einer Weile oben schwimmt, ist weniger keimfähig. Dieses sortiere ich gleich aus.

Rot umkreist = schwimmend, meist nicht keimend (Bild: Theresia Kleinert)

Heute Morgen war ich gleich noch auf der Wiese etwas Anzuchterde sammeln. Dafür eignet sich die Maulwurfserde super (Bei Instagram findet ihr auf meinem Profil einen ausführlicheren Beitrag darüber). Die kaum sichtbaren Samen drücke ich leicht in die Erde und gebe nur wenige Erdkrümelchen darüber. Etwas andrücken und gut angießen. Zum Angießen könnt ihr Regenwasser oder etwas abgestandenes Zimmertemperatur warmes Wasser benützen. Großes Thema beim Vorziehen in der Wohnung, sind die Trauermücken. Ihnen könnt ihr das Ablegen ihrer Eier in der Erde erschweren. Etwas Sand über die Erde streuen genügt oftmals schon. Die schlüpfenden Larven fressen euren Keimlingen die Wurzeln ab. Zum Thema Trauermücken findet ihr mehr unter dem Beitrag: Wann beginne ich mit der Anzucht? Und wie gehe ich am besten vor? und meinem Buch auf S. 38 Resi´s Gartenbiachle.

(Bild: Theresia Kleinert)
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