Hügelbeet anlegen und bepflanzen

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Huegelbeet

Ein Hügelbeet ist eine tolle Möglichkeit, die Anbaufläche in deinem Garten zu vergrößern. Darüber hinaus kann es die Pflanzen einfach und optimal mit Nährstoffen versorgen – und das über viele Jahre hinweg. Wir zeigen dir, wie du ein Hügelbeet anlegen und bepflanzen kannst.

Was ist ein Hügelbeet?

Ein Hügelbeet ist nicht einfach nur ein großer Haufen Erde, den du in deinem Garten aufschüttest. Es ähnelt vielmehr einem Komposthaufen, den du nach bestimmten Vorgaben anlegst und anschließend bepflanzt. Der Aufbau ist ähnlich wie bei einem Hochbeet. Allerdings sind bei einem Hügelbeet die Seiten nicht begrenzt, sondern fallen sanft zur Seite ab.

Warum sollte ich ein Hügelbeet anlegen?

Zugegeben: Ein Hügelbeet anzulegen, ist mit Arbeit verbunden. Aber es kann sich lohnen – gerade in einem Garten mit sehr feuchten und schweren Böden. Durch seinen Aufbau bietet das Hügelbeet nämlich eine gute Drainage und lockere Erde, damit du Gemüse wachsen lassen kannst.

Durch die hügelige Form vergrößert sich zudem die Anbaufläche. Die im Inneren nach und nach verrottenden Pflanzenreste bieten deinem Gemüse gute Wachstumsbedingungen: Sie versorgen es mit Nährstoffen und Wärme, sodass du ein Hügelbeet im Frühjahr eher bepflanzen kannst als andere Beete.Huegelbeet

Wie muss ich ein Hügelbeet ausrichten?

Die Ausrichtung deines Hügelbeetes ist für den Anbau und letztlich auch für eine erfolgreiche Ernte entscheidend. Als ideal gilt eine Nord-Süd-Ausrichtung: So werden alle Seiten optimal von der Sonne beschienen und erwärmt. Anders ausgerichtet, können sich eine heiße Sonnen- und eine kühle Schattenseite ergeben.

Wann lege ich ein Hügelbeet an?

Grundsätzlich kannst du ein Hügelbeet das ganze Jahr über in deinem Garten anlegen. Als idealer Zeitpunkt gilt aber der Herbst. So hat das Hügelbeet noch bis zum Frühjahr Zeit, sich zu setzen. Außerdem steht dir in dieser Zeit das meiste Material zur Verfügung, das du für den Bau eines Hügelbeetes benötigst: abgeschnittene Äste und Zweige, Grasschnitt und Herbstlaub.

Wie lege ich ein Hügelbeet an?

Ein Hügelbeet kannst du in einem bereits vorhandenen Beet oder frisch auf einem Stück Rasen anlegen. Dafür musst du aber zunächst vorsichtig das Grün ausstechen. Wirf die Grasnarben nicht weg, sie werden für das Beet noch gebraucht!

Das Hügelbeet sollte etwa 1,80 Meter breit und an der höchsten Stelle maximal einen Meter hoch sein. Wie lang das Beet wird, kannst du selbst entscheiden.

Schritt 1: Hebe zunächst den Boden etwa spatentief aus. Wir empfehlen, die Grundfläche nun mit feinem Maschendraht auszulegen: Er schützt das Beet vor Mühlmäusen.

Schritt 2: Für die erste Schicht benötigst du jede Menge Schnittgut wie Äste und Zweige, Stängel und anderes grobes Material aus dem Garten. Sie bilden den Kern des Hügelbeetes und sorgen für die Drainage. Schichte sie maximal einen halben Meter hoch und lasse zum Rand des Beetes ebenfalls einen halben Meter Platz.

Schritt 3: Bedecke den Kern nun mit Grasschnitt oder dicken Lagen Zeitungspapier. Auch die ausgestochenen Grasnarben kannst du – mit dem Grün nach unten – jetzt verwenden. Diese Schicht sollte etwa 15 Zentimeter dick sein.

Schritt 4: Nun kommt feuchtes Herbstlaub, idealerweise vermengt mit Erde, an die Reihe. Schichte es etwa 20 Zentimeter hoch auf.

Schritt 5: Verteile nun groben Kompost oder verrotteten Mist auf dem Hügelbeet. Dieser Bereich sollte etwa 15 Zentimeter dick sein.

Schritt 6: Jetzt kommt die letzte Schicht, auf der später auch deine Pflanzen wachsen werden. Sie besteht aus einer Mischung aus Gartenerde und reifem Kompost und sollte mindestens 15 Zentimeter dick sein.

Schritt 7: Wenn du dein Hügelbeet im Herbst baust, empfehlen wir dir, es zum Schluss mit Vlies oder einer Mulchschicht zu bedecken. So bleibt die oberste Schicht vor Wind und Unkraut geschützt.

Wie bepflanze ich ein Hügelbeet?

Das Hügelbeet bietet in den ersten beiden Jahren besonders viele Nährstoffe. Am besten pflanzt du daher zunächst Starkzehrer wie Tomaten, Kürbis, Zucchini, Kohl, Sellerie, Gurken und Radieschen an. Ab dem zweiten Jahr kannst du auch Karotten und Zwiebeln anbauen. Gemüse, das dazu neigt, viel Nitrat zu sammeln, solltest du besser erst ab dem dritten Jahr auf dem Hügelbeet pflanzen. Dazu zählen unter anderem Spinat, Mangold und Salat. Als Ergänzung bieten sich Erbsen und Bohnen an. Ab dem vierten Jahr kannst du auch Erdbeeren auf das Hügelbeet pflanzen.

Grundsätzlich nimmt die Nährstoffversorgung der Pflanzen von Jahr zu Jahr ab. Je nach Bepflanzung und Aufbau kann es also sein, dass du ab dem dritten Jahr organischen Dünger zusetzen musst. Nach etwa sechs Jahren ist in der Regel auch das Holz verrottet und es ist an der Zeit, ein neues Hügelbeet zu bauen.

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