Hochbeet anlegen

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© markusspiske, pixabay

Ein Hochbeet ist eine praktische Ergänzung für deinen Garten. Aber auch auf dem Hinterhof und auf der Terrasse kannst du damit Gemüse und Kräuter anbauen. Wir zeigen dir, wie du ein Hochbeet anlegen kannst.

Mit einem Hochbeet kannst du auch auf schlechtem, feuchten oder versiegelten Boden Gemüse, Kräuter und Blumen ziehen. Ähnlich wie ein Hügelbeet bietet es den Pflanzen eine Drainage, lockere Erde und über mehrere Jahre hinweg viele Nährstoffe. Der große Unterschied: Du gärtnerst in einem Kasten mit begrenzten Seiten – und das in der Regel ohne dich bücken zu müssen. Auf diese Weise kannst du bequem und rückenschonend gärtnern. Da macht sogar Unkrautzupfen Spaß!

Übrigens: Durch den Verrottungsprozess erwärmt sich das Hochbeet schnell im Frühjahr. Somit kannst du oft früher mit dem Bepflanzen beginnen als bei einem normalen Beet.

Woraus baue ich ein Hochbeet?

Das klassische Hochbeet besteht in der Regel aus Holz. Achte jedoch darauf, dass das Holz nicht chemisch imprägniert wurde – insbesondere wenn du Essbares anbauen willst. Damit dein Hochbeet aus Holz viele Jahre lang hält, solltest du robustes Material wie Eiche, Lärche und Robinie verwenden. Andere Hölzer neigen durch den ständigen Kontakt mit der feuchten Erde schnell zum Verrotten – und bringen damit die Stabilität des Hochbeetes in Gefahr.

Um das Holz zu schützen, bietet es sich zudem an, den Kasten innen mit Noppenfolie auszukleiden. Anders als bei einer Teichfolie kann hier die Luft noch zirkulieren. Damit das Hochbeet nicht von unten her morsch wird, sollte es nicht direkt auf feuchter Erde stehen. Stelle die Konstruktion besser auf Ziegelsteine oder eine spatentiefe Drainage aus Kies.

Auch aus Natursteinen, Klinker, Beton und Gabionen kannst du ein Hochbeet bauen. Allerdings sind diese Bauten oft sehr schwer, so dass sie ein Fundament brauchen. Für die Terrasse oder einen Dachgarten bieten sich Hochbeete aus Metall an.

Natürlich kannst du für ein Hochbeet auch andere Materialien upcyceln: Du kannst es aus Paletten bauen, dafür eine alte Zinkwanne, eine Schubkarre oder ein Weinfass verwenden – deiner Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt.

Wie groß kann ein Hochbeet sein?

Ein Vorteil des Hochbeetes ist es, dass du damit bequem gärtnern kannst. Entsprechend solltest du die Größe auf deinen Komfort hin ausrichten. Viele empfehlen eine maximale Breite von 1,20 Meter – das kommt aber auch darauf an, wo dein Hochbeet letztlich steht. Wenn du es von allen Seiten gut erreichen kannst, kann es auch an die zwei Meter breit sein.

Auch die Höhe kannst du an deine Größe anpassen. Meist wird eine Höhe zwischen 80 und 100 Zentimetern empfohlen. Willst du Bohnen, Tomaten, Mais oder andere hochwachsende Gemüsesorten anbauen, ist ein niedriges Hochbeet empfehlenswert, damit die Ernte nicht zu einer Kletterpartie wird.

Was die Länge angeht, solltest du es nicht übertreiben. Die Seitenwände müssen viel Gewicht und Druck aushalten. Maximal zwei Meter lauten hier die Empfehlungen und auch wir raten dir, lieber zwei kleinere Hochbeete zu bauen als ein großes.

Wann baue ich ein Hochbeet?

Die ideale Zeit, um ein Hochbeet zu bauen, ist der Spätherbst. Denn im Oktober und November steht dir das benötigte Material in großer Menge zur Verfügung: Herbstlaub, Äste und Zweige von Bäumen und Sträuchern sowie Grasschnitt und grobes Pflanzenmaterial wie Stängel und Blätter. Grundsätzlich kannst du aber das ganze Jahr über ein Hochbeet anlegen.

Welcher Platz ist für ein Hochbeet ideal?

Wie bei einem Hügelbeet gilt auch hier eine Nord-Süd-Ausrichtung als ideal. Ansonsten kommt es darauf an, mit was du es bepflanzen möchtest: Sonnenliebende Pflanzen wie Tomaten brauchen einen sonnigen Standort, Bohnen und Mangold kommen auch mit Halbschatten zurecht. Davon abgesehen sollte der Untergrund immer eben sein, damit das Hochbeet gerade und stabil steht.

Wie fülle ich ein Hochbeet?

Ein Hochbeet besteht in der Regel aus mehreren Schichten. Der Aufbau eines etwa 85 Zentimeter hohen Hochbeetes ist mit dem eines Hügelbeetes identisch. Unser Tipp: Lege den Boden mit einem engmaschigen Gitter aus, damit die Wühlmäuse nicht einziehen.

Schritt 1: Fülle das Hochbeet etwa zur Hälfte mit Ästen, Zweigen, Stängeln und anderem groben Material aus deinem Garten. Die großen Teile kommen nach unten, die feineren nach oben. Verdichte das Material ordentlich, damit das Hochbeet nicht im Laufe der Zeit in sich zusammensackt! Hast du kein Schnittgut zur Hand, kannst du auch Holzhäcksel verwenden.

Schritt 2: Nun folgt eine zehn Zentimeter dicke Schicht aus Grasschnitt. Mische das Material ein wenig mit Erde.

Schritt 3: Verteile als nächstes Erde oder Grobkompost. Auch diese Schicht ist zehn Zentimeter dick.Schritt 4: Der nächste Bereich besteht aus feuchtem Laub. Die Schicht sollte zwischen zehn und 20 Zentimeter dick und dünn mit Erde abgeschlossen sein.

Schritt 5: Verteile nun verrotteten Mist oder Grobkompost. Die Schicht ist zehn Zentimeter dick.

Schritt 6: Jetzt fehlt nur noch die Gartenerde und der feine Kompost, in dem deinen Pflanzen wachsen können! Sie bilden die letzte Schicht, die mindestens zehn Zentimeter dick sein sollte.

Schritt 7: Baust du dein Hochbeet im Herbst, kannst du es zum Schluss mit einem Vlies vor Wind und Unkraut schützen.

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