Der Frühling ist da und jetzt geht’s richtig los

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(Bild: Theresia Kleinert)
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Update aus dem Pflanzenregal

Der Cherimoya Versuch ist das beste Beispiel für das Sprichwort „Gut Ding, braucht Weile“. Etwas unfassbares ist passiert, ich habe schon kaum mehr daran geglaubt und trotzdem weiter gegossen. Ein Samen, wirklich nur ein einziger Samen hat sich aktiviert und beschlossen, dass er keimen will. Ist das nicht unglaublich?? Ich bin tatsächlich hoch erfreut. Gleichzeitig wird mir klar, wie schlecht die Keimfähigkeit tatsächlich ist, wenn man bedenkt, dass ich alle Samen aus der Cherimoya (das waren um die 15 Stück) in die Erde gesteckt habe. So passt das Bild ganz gut, manchmal braucht es neben einem grünen Daumen, eigene Erfahrungen und auch ein wenig Glück, dass die Anzucht funktioniert.

Das Mini-Gewächshaus im Gewächshaus

Da die nächtlichen Temperaturen bei uns nicht mehr im Minusgrad Bereich liegen, kamen Blumen, Salate, Zwiebeln, Minze und Artischocken ins Gewächshaus. Hier haben sie ausreichend Licht und es ist nicht zu heiß. So schießen sie nicht mehr nach oben und wachsen langsamer, aber dafür buschiger. Dem Vergeilen könnt ihr so entgegenwirken. Wenn es doch noch frostig wird (was man tatsächlich im Allgäu nie sagen kann), habe ich durch das flexible, leichte Anzuchtregal verschiedene Möglichkeiten. Ich kann die Pflanzlinge bei kurz anhaltenden Kälteperioden zusätzlich durch eine Folie schützen, oder es bei länger anhaltender, starker Kälte wieder ins Haus befördern. Dies möchte ich aber so gut es geht vermeiden. Bei uns im Haus ist es eher warm. Es gibt keinen kühlen und gleichzeitig hellen Raum für die Pflanzlinge. So müssten sie sich an eine wieder wärmere Temperatur anpassen.

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(Bild: Theresia Kleinert)

Mädchenauge, selbst gesammelte Wildblumenmischung und Sonnenblumen entwickeln sich prächtig. Auch die Prunkwinke gibt jetzt richtig Gas. Die Anemone möchte nicht keimen.

(Bild: Theresia Kleinert)

Gemüse (Paprika und Co) im zweiten Anzuchtregal

Das zweite Anzuchtregal ist mit Paprika, Salat, Ingwer, Luffa und mexikanische Minigurke, Artischocke und Physalis bestückt. Später sollen sich noch gut 50 Tomatensorten dazu gesellen.

Dieses Anzuchtregal verbringt derzeit die Nächte im Haus, vor der Terassentür. Bei schönem Wetter schmeiße ich die Folie über und stelle es auf die Terrasse. Somit ist die Temperatur nicht so hoch und gleichzeitig gewöhne ich die Pflanzlinge durch eine durchsichtige Folie schon minimal an Sonnenstrahlen (Abhärtung). Dies mache ich nun schon eine Woche und es bekommt auch den kleinsten Keimlingen sehr gut. Physalis und Paprika haben einen richtigen Schub gemacht. Die zweite Runde von Paprika entwickeln langsam schon die ersten richtigen Blattpaare. Die allerletzen Nachzügler finden den Weg aus der Erde und entwickeln sich langsam. Früher hatte ich für Paprika ein eigenes Gewächshaus, jetzt werden sie ihre warme Hütte mit zwei Gurken teilen müssen. Von den Restlichen möchte ich einige in Töpfen auf den Balkon oder ums Haus stellen, die anderen werde ich an Familie und Freunde verschenken. Da ich Paprika 3-mal zeitlich versetzt gesät habe, wird es keine Schwämme geben, sondern bestenfalls eine konstant gute Ernte übers Jahr verteilt.

Die Pflanzlinge gieße ich jetzt alle 2-3 Tage, die Wurzeln suchen nach Flüssigkeit und bilden so kräftigere Wurzeln aus. Das gilt auch fürs Pikieren in größere Töpfe. Der Topf sollte größer sein als die Anzuchtplatte, aber nicht zu groß. So gibt es einen kompakteren Wurzelballen.  Meine Zuversicht, dieses Jahr wieder selbstgezogene Paprikapflanzen zu haben, war nach der ersten Keim Rate eher gering. So bin ich jetzt umso mehr überrascht, dass so viele Samen in den 2. und 3. Anzuchtreihen gekeimt sind. Tatsächlich klappte der Versuch mit dem feuchten Küchentuch jetzt das 2. Jahr infolge am besten.

(Bild: Theresia Kleinert)

Auch der vorgesäte Salat entwickelt sich wunderbar. Das Saatgut hatte ich von einem Tauschpaket. Salatpflanzlinge sind meist sehr fein im Wuchs, weswegen ich persönlich nur Pflücksalat selbst vorziehe.

(Bild: Theresia Kleinert)

Physalis entwickeln sich in 4er Gruppen wunderbar. Die großen Sorten, wie die Beas Dicke säe ich zeitig an. Die kleine Ananaskirsche ärgert mich gern und beginnt oft spät zu keimen.

(Bild: Theresia Kleinert)

Die Luffa und die mexikanische Minigurke sind die einzigen Gurkensorten, die ich so zeitig aussäe. Sie benötigen mehr Zeit. Die Luffa seht ihr im schwarzen kleinen Topf. Die mexikanischen Minigurken sind im braunen Topf.  Alle 3 entwickeln sich sehr gut. Die Minigurke kommt für die Kinder auf den Balkon, sie wuchert ein wenig mit ihren feinen Blättern. Sie entwickelt sich erfahrungsgemäß im Freiland großartig. Übrigens gibt´s zu meinem Buch Resi´s Gartenbiachle auch Bio-Saatgut der mexikanischen Minigurke. Bei der Luffa bin ich gespannt, werden die Gurken reif, schenkt sie mir Schwämme, die ich dann zur Körperpflege oder zum Töpfe abwaschen nutzen kann.

(Bild: Theresia Kleinert)

Gestern Abend haben wir die Tomaten Auswahl getroffen. Heute kommen sie in die Kamillen-Knoblauch Beize (mehr findet ihr auch davon in meinem Buch) und morgen kommen sie dann in die Erde.

Für unser Grundschulprojekt werde ich 9 Wildtomaten säen, die später dann in den einzelnen Klassenzimmern umsorgt werden dürfen. So ist zumindest die Vision.

(Bild: Theresia Kleinert)
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Theresia Kleinert
Mein Name ist Theresia Kleinert (garten_resi), ich bin 33 Jahre alt und wohne mit meiner Familie im Allgäu. Die meiste Zeit verbringe ich im Garten. Ich baue Gemüse, Obst und Kräuter an und versorge unsere Tiere. Der Garten erdet mich und gibt mir neue Energie. Selbst machen, statt kaufen, ist unsere Devise. Dreckige Finger gehören dazu, aber auch das Schreiben und Weitergeben von gesammelten Erfahrungen macht mir viel Spaß.

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