Bohnen: Tipps zu Aussaat, Pflege und Ernte

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Bohnen
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Die Gartenbohne (Phaseolus vulgaris) ist ein Klassiker im Gemüsegarten. Im Jahr 2004 wurde die Bohne zum Gemüse des Jahres ernannt. Je nach Sorte benötigt sie nur wenig Platz und ist sie sehr pflegeleicht. Besonders rankfreudige und blattreiche Sorten kannst du auch als Sichtschutz nutzen. Die Hülsenfrüchte gehören zu den wichtigsten Eiweißlieferanten und enthalten darüber hinaus viele Mineralstoffe und Vitamine. In der Küche kannst du sie als Beilage oder Salat zubereiten und im Eintopf verwenden.

Bohnen-Sorten

Bohnen lassen sich grob in Buschbohnen und Stangenbohnen unterscheiden. Buschbohnen ranken nicht, sondern wachsen kompakt und buschig. Je nach Sorte werden die Pflanzen bis zu 60 Zentimeter hoch. Bekannte Sorten mit grünen Hülsen sind Saxa und Delinel. Wenn du es etwas  bunter magst, kannst du zur violetten Purple Teepee oder zur gelben Berggold greifen. Besonders hübsch sind die Hülsen der Sorte Borlotto. Sie sind rot-grün panaschiert.

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Stangenbohnen können eine Höhe von zwei Metern und mehr erreichen. Sie benötigen daher ein Gerüst aus Stangen, Schnüren oder Draht, um das sie sich winden können. Neben Sorten mit grünen Früchten wie Neckarkönigin und Mombacher Speck gibt es auch hier farbenfrohe Varianten: Neckargold hat gelbe, Blauhilde blau-violette Hülsen. Ein besonderer Hingucker unter den rankfreudigen Bohnen sind Prunk- oder Feuerbohnen. Mit ihren großen feuerroten oder weißen Blüten passen sie nicht nur ins Gemüsebeet, sondern auch in den Ziergarten. Da Feuerbohnen viele Blätter produzieren, kannst du sie auch als Sichtschutz einsetzen.

Bohnen aussäen

BohnenGartenbohnen brauchen einen warmen Boden und sind sehr frostempfindlich. Säe sie daher erst ab Mitte Mai im Freiland aus, wenn keine Nachtfröste mehr zu erwarten sind und sich der Boden bereits erwärmt hat. Bei Stangenbohnen legst du vier bis sechs Samen in einem Kreis um die Stangen aus. Buschbohnen benötigen einen Abstand von 40 Zentimetern. Bedecke die Samen mit zwei bis drei Zentimetern Erde. Bohnen kannst du auch ab Mitte April im Warmen vorziehen. Sie benötigen Temperaturen von etwa 20 Grad Celsius. Durch eine Anzucht kannst du auf lange Sicht nicht nur früher ernten: Als Jungpflanzen gesetzt, sollen Bohnen auch  robuster gegenüber Schädlingen und Krankheiten sein. Achtung: Bevor du die Pflanzen nach den Eisheiligen ins Freiland setzt, musst du sie zunächst an die kühleren Außentemperaturen  gewöhnen.

Standort und Pflege

Buschbohnen sind recht pflegeleicht und stellen keine besonderen Ansprüche an den Boden. Mit einem warmen, aber nicht allzu heißen Platz im Garten und ausreichend Feuchtigkeit sind sie zufrieden. Stangenbohnen hingegen brauchen von allem ein wenig mehr: mehr Wärme, mehr Platz, mehr Wasser und mehr Nährstoffe im Boden. Für sie solltest du einen möglichst windgeschützten, sonnigen Standort mit einem humusreichen Boden wählen.

Viel Dünger brauchen Bohnen nicht: Bohnen sind Leguminosen und reichern mit Hilfe von Knöllchenbakterien an den Wurzeln den Boden mit Stickstoff an. Daher solltest du die Wurzeln  auch im Boden lassen, wenn du die Pflanze entfernst. Unser Tipp: Häufle Erde um die Pflanzen an, sobald sie handhoch sind. Das macht sie nicht nur standfester, sondern hilft ihnen auch, zusätzliche Wurzeln zu bilden und sich besser zu versorgen. Auch wenn Bohnen als recht pflegeleicht gelten, immun gegen Krankheiten und resistent gegen Schädlinge sind sie in der Regel nicht. Neben Schnecken und Pilzkrankheiten können der Gewöhnliche Bohnenmosaikvirus, die Schwarze Bohnenblattlaus und die Bohnenfliege für Probleme sorgen.

Ernten und Konservierung

Je nach Sorte kannst du die ersten Bohnen etwa drei Monate nach der Aussaat ernten. Brechen die Schoten glatt durch, wenn du sie biegst, sind sie reif. Ernte die Schoten vorsichtig von Hand und achte darauf, dass du die Pflanzen dabei nicht verletzt. Je häufiger du sie pflückst, umso häufiger kannst du ernten.  Achtung: Die meisten Bohnen sind im rohen Zustand giftig! Daher solltest du sie unbedingt kochen, bevor du sie isst!

Bohnen lassen sich auf verschiedene Weise konservieren: Du kannst sie je nach Geschmack und Verwendungszweck einfrieren, einkochen, einlegen oder trocknen.

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2 Kommentare

  1. Hallo,
    Ich habe immer wieder versucht Puffbohnen anzupflanzen, aber sie haben bis zur reife so viel Läuse und entwickeln sich nicht gut, so dass ich aufgegeben habe..
    Was könnt ihr mir Biologisch empfehlen?

    Lg Krissy

    • Hallo,

      oje, das ist ja ärgerlich. Gegen Blattläuse allgemein – aber auch bei Puffbohnen – gibt es folgende Hausmittel:

      • Sprühen mit Wasser: Ein kräftiger Wasserstrahl aus dem Gartenschlauch kann helfen, Blattläuse von den Pflanzen abzuspülen. Wiederhole dies regelmäßig, um den Befall zu kontrollieren.
      • Natürliche Feinde anlocken: Lasse natürliche Feinde der Blattläuse, wie Marienkäfer, Schwebfliegen und Schlupfwespen, in deinem Garten zu. Diese Insekten fressen gerne Blattläuse und helfen so, ihren Bestand zu reduzieren.
      • Seifenlösung: Eine milde Seifenlösung kann verwendet werden, um Blattläuse abzutöten. Mische dazu etwa 5 ml milde Flüssigseife pro Liter Wasser und sprühe die Lösung auf die befallenen Pflanzen. Wiederhole dies alle paar Tage, falls nötig.
      • Neemöl: Neemöl ist ein natürliches Insektizid, das gegen Blattläuse wirksam sein kann. Mische einige Tropfen Neemöl mit Wasser gemäß den Anweisungen auf der Verpackung und sprühe es auf die Pflanzen.
      • Knoblauch- oder Chilispray: Eine Lösung aus zerdrücktem Knoblauch oder Chilischoten, die mit Wasser vermischt wird, kann ebenfalls als Insektizid gegen Blattläuse wirken. Lasse die Mischung eine Weile ziehen und sprühe sie dann auf die Pflanzen.

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