Bärlauch im Garten anbauen: Tipps zu Aussaat, Pflege und Ernte

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bärlauch

Bärlauch ist er aus der Frühlingsküche nicht mehr wegzudenken. Kein Wunder: Das Gewächs mit dem knoblauchartigen Aroma gilt wegen seiner ätherischen Öle, Vitamine und sekundären Pflanzenstoffe als gesund. Die grünen Blätter gibt es inzwischen auch im Handel zu kaufen. Dennoch lohnt es sich, Bärlauch im eigenen Garten anzubauen. Frisch geerntet schmeckt er am besten und enthält besonders viele gesunde Inhaltsstoffe. Außerdem kannst du so die Gefahr minimieren, ihn mit dem giftigen Maiglöckchen zu verwechseln.

Bärlauch-Sorten

Bärlauch (Allium ursinum) ist eine einheimische Pflanze. Als Wildpflanze findest du ihn oft in lichten Laubwäldern oder entlang von Fluss- und Bachläufen. Daher wird er oft auch Wald-Knoblauch genannt. Wie Lauch, Knoblauch und Zwiebelngehört auch er zu den Zwiebelgewächsen. Bärlauch kann bis zu 50 Zentimeter groß werden und gehört zu den ersten Kräutern, die du im Frühjahr ernten kannst. Daher wohl auch sein Name: Man sagt, Bärlauch gehöre zu den ersten Pflanzen, die Bären nach dem Winterschlaf verzehrten.

Bärlauch aussäen

Bärlauch auszusäen ist zwar einfach, aber leider nicht immer von Erfolg gekrönt. Als idealer Zeitpunkt für die Aussaat gilt der Spätherbst. Bärlauch ist nämlich ein Kaltkeimer: Die Samen brauchen einen Kältereiz, damit sie aufgehen. Lege etwa alle zehn Zentimeter einen Samen in den Boden, bedecke ihn mit etwa einem Zentimeter Erde und feuchte ihn gut an. Und dann heißt es: Warten und Geduld haben. Bis zu zwölf Wochen kann es nämlich dauern, bis die Samen keimen.

Bärlauch pflanzen und vermehren

Einfacher und effektiver ist es aber sicherlich, im Frühjahr junge Bärlauch-Pflanzen im Fachhandel zu kaufen. Von März bis Mai kannst du sie im Abstand von zehn bis 20 Zentimetern in die Erde setzen. Hast du bereits reichlich Bärlauch im Garten, kannst du die Pflanzen nach der Blüte mit einem Spaten ausstechen und am gewünschten Standort einpflanzen.

Standort und Pflege

Bärlauch braucht im Garten dieselben Bedingungen wie in der Natur. Er gedeiht nur an helllichten, eher schattigen Standorten – zum Beispiel unter Laubbäumen oder Hecken. Der Boden sollte locker, humusreich, eher kalkhaltig und vor allem feucht sein. Achte also darauf, dass die Pflanze nicht austrocknet. Im Herbst kannst du sie mit etwas Laub mulchen. Abgesehen davon ist der Wald-Knoblauch sehr pflegeleicht und robust. Gelegentlich kann er jedoch von Rostpilzen befallen werden.

Fühlt sich Bärlauch wohl, vermehrt er sich schnell von allein. Damit er nicht zur Plage im Garten wird, solltest du das Beet klar umreißen und eine Wurzelsperre einbauen. Grundsätzlich beginnt Bärlauch ab März auszutreiben. Ab April bildet er hübsche sternförmige Blüten aus, ab Juni beginnt er zu welken und zieht sich dann bis zum nächsten Frühjahr in den Boden zurück.

Ernte, Verwendung und Konservierung

Je nach Witterung kannst du Bärlauch von März bis Anfang Juni ernten. Knipse dafür das Blatt vorsichtig mitsamt dem Stängel mit dem Fingernagel ab. Ernte nicht das komplette Grün, sondern lasse drei Blätter stehen. Die Pflanze braucht sie, damit sie Energiereserven für das kommende Jahr bilden und wieder austreiben kann. Frisch gesetzten Wald-Knoblauch solltest du daher im ersten Jahr besser nicht, in den folgenden zwei Jahren nur sehr spärlich pflücken.

bärlauchBärlauch ist eine tolle Alternative zu Knoblauch. Frisch kannst du ihn für Frühlingsquarks, Dips und Kräuterbutter verwenden, in Salate schnippeln oder gehackt auf dem Butterbrot verzehren. Auch Suppen und Pasta lassen sich mit ihm verfeinern. Übrigens: Nicht nur die Blätter, auch die Knospen, Blüten und Zwiebeln sind essbar!

Bärlauch gilt als verdauungsfördernd, entschlackend und antibiotisch. Frisch soll er am gesündesten sein. Du kannst den ihn aber auch trocknen, einfrieren oder als Pesto konservieren.

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